Baustellen in den nächsten Jahren

31 Brücken müssen auf der A45 saniert werden

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Wiesbaden - Sanierung und Neubau bröckelnder Brücken auf der A45 werden die Geduld der Autofahrer in den kommenden Jahren auf die Probe stellen. Insgesamt 31 Bauwerke sind marode und müssen für Milliarden ersetzt werden.

Mehr als 30 Brückensanierungen auf der Autobahn 45 werden Autofahrer in Hessen und Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren ausbremsen. Auf der vielbefahrenen "Sauerlandlinie" müssten allein auf hessischer Seite 20 der 22 großen Talbrücken ersetzt werden, teilte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit. Auf dem rund 122 Kilometer langen nordrhein-westfälischen Abschnitt zwischen Dortmund und der Landesgrenze müssten elf Bauwerke kurzfristig verstärkt und mittelfristig komplett neu gebaut werden, sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD). Die Minister besichtigten am Donnerstag die Baustelle der Talbrücke Rinsdorf in Nordrhein-Westfalen.

Al-Wazir sagte, viele der vor rund 50 Jahren gebauten Brücken seien wegen hoher Belastungen lange vor Ablauf ihrer ursprünglich kalkulierten Lebensdauer erneuerungsbedürftig. Jeden Tag rollen laut Groschek bis zu 70.000 Fahrzeuge über die A45, darunter 16.000 Lastwagen. Damit sei sie "an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen".  "Uns ist bewusst, dass diese Baumaßnahmen Anliegern und Verkehrsteilnehmern eine Menge Geduld abverlangen. Die A45 wird über Jahre von Baustellen geprägt sein", wurde der Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Winfried Pudenz, zitiert. Bis voraussichtlich Mitte 2017 werde der Neubau der Talbrücke Lützelbach auf hessischer Seite fertiggestellt, ein Jahr später die neue Talbrücke Dorlar. In NRW ist die Lennetalbrücke nördlich von Hagen bereits im Bau. In den kommenden 15 Jahren solle der Ersatzbau der A45-Brücken zum größten Teil abgeschlossen werden, sagte Groschek.

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Allein im NRW-Abschnitt der A45 werden dem Minister zufolge in den kommenden Jahren Brückenbau-Investitionen von mehr als 1,2 Milliarden Euro nötig. In Hessen würden 2014 rund 207 Millionen Euro in die Brückensanierung und -erneuerung von Bund und Land investiert, sagte Al-Wazir. In den nächsten Jahren werde sich dieser Betrag voraussichtlich noch erhöhen. Der Bund müsse zu den Kosten für die Planungen mehr beitragen, forderten die Verkehrsminister. Dazu wollen sich beide Länder einem entsprechenden Bundesratsantrag Baden-Württembergs anschließen. Der Brücken-Sanierungsbedarf gilt vor allem in den westlichen Bundesländern als groß, da dort viele Brücken aus den Jahren 1960 bis 1985 stammen.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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