152 anerkannte Fehler von Medizinern

Sieben Patienten sterben nach Behandlungsfehlern

+

Frankfurt - Es ist eine stattliche Zahl: Mediziner haben in Hessen im vergangenen Jahr 152 gravierende Fehler gemacht. Sieben Mal führten diese sogar zum Tod.

Mehr als 150 Mal haben hessische Mediziner im vergangenen Jahr gravierende Fehler gemacht. In sieben Fällen führten Behandlungsfehler zum Tod der Patienten, wie die Landesärztekammer am Montag in Frankfurt berichtete. Die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer hatte 2014 insgesamt 981 Verdachtsfälle vermeintlicher Behandlungsfehler begutachtet - mehr als im Jahr davor, als 902 Anträge eingegangen waren. Bei 152 dieser Anträge bejahten die Gutachter im vorigen Jahr, dass ein Behandlungsfehler vorlag. 2013 waren 126 Fälle als Behandlungsfehler anerkannt worden. "Irren ist menschlich, aber Fehler dürfen nicht verschwiegen werden", sagte der Präsident der Landesärztekammer, Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

"Ein transparenter und objektiver Umgang mit Behandlungsfehlervorwürfen ist unverzichtbar, damit diese Fehler nicht wieder passieren." Die meisten Behandlungsfehler passierten in der Chirurgie, vor allem in der Orthopädie. Danach folgten Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Frauenheilkunde. Am häufigsten äußerten Patienten den Verdacht auf Pfusch nach Hüft- und Kniegelenk-Arthrose, Unterschenkel- und Sprunggelenkbrüchen, Knieschäden oder Oberschenkelbrüchen. Leichte bis mittelschwere Schäden wurden in 67 Fällen festgestellt, 20 Schäden wurden als "schwer, aber nicht dauerhaft" eingestuft. Bei den Dauerschäden waren laut Gutachten 37 leicht oder mittelschwer und 19 schwer. In sieben Fällen führten Behandlungsfehler zum Tod.

Die seltensten Krankheiten der Welt

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion