Bequemlichkeit ist Trumpf

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Alle auf rot: Blick in den renovierten Zuschauersaal des Schauspielhauses Frankfurt.

Frankfurt - Das T-Shirt des Bühnentechnikers verkündete Unheilvolles, doch die Verantwortlichen der Städtischen Bühnen Frankfurt konnten beruhigt sein: „Einstürzende Neubauten“ ist weiterhin nur der Name einer Band, während die neugestalteten Zuschauersäle im Schauspielhaus auf solidem Fundament errichtet sind. Von Christian Riethmüller

Ein Besuch der Kammerspiele könnte demnächst sogar auf Krankenschein erfolgen, scherzte Intendant Oliver Reese und spielte damit stolz auf das neue, in edlem Schwarz gehaltene Gestühl in den Kammerspielen an. Die Sessel aus Leder sind mit rückenstützenden Elementen versehen und zumindest dem Eindruck eines kurzen Probesitzens nach sehr bequem.

Wesentlich behaglicher als in den Jahren zuvor lassen sich nun auch die Vorstellungen im Schauspielhaus verfolgen. Hier sind neue Samtsessel eingebaut worden, deren rote Farbe nicht von ungefähr an klassische Bühnenvorhänge erinnert.

Wer hat Lust „Stuhlpate“ zu werden? Informationen unter Telefon 069/21237124.

Mit der Neugestaltung der Zuschauersäle, die während der Sommerpause vorgenommen wurde, hatten die Städtischen Bühnen aber nicht nur mehr Bequemlichkeit für die Zuschauer im Blick. Bei der Sanierung wurden auch die Fußböden erneuert und mit einem Industrieparkett aus kerngeräucherter und geölter Eiche belegt. Außerdem wurden an den Wänden und Decken schallstreuende und -absorbierende Platten angebracht, was die Akustik in den Sälen hörbar verbessert.

Nach Angaben von Bühnen-Geschäftsführer Bernd Fülle hat die Sanierung knapp 1,3 Millionen Euro gekostet, die zu einem gewissen Teil mit einer derzeit laufenden Aktion gegenfinanziert werden könnten. Das Schauspiel sucht für die neuen Sessel nämlich noch Stuhlpaten. Für 250 Euro kann man sich als Pate mit einer Plakette an einem Stuhl verewigen lassen.

Quelle: op-online.de

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