Frankfurter Berufsmesse eröffnet

Direkten Weg zur Ausbildung gefordert

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Frankfurt - Eine wilde Lockenmähne zaubern, präzise Stein für Stein verlegen oder bei dem Bau eines Dachstuhls eifrig mit hämmern - dazu haben Schulabgänger bei der 20. Berufsbildungsmesse Rhein-Main ausreichend Gelegenheit. Von Sabrina Kristen

Die Zeltstadt auf dem Börsenplatz der Finanzmetropole soll junge Menschen auf den Weg in die Zukunft unterstützen. Der Besuch der Messe ist kostenfrei.

Unter der Schirmherrschaft der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK), der Stadt Frankfurt sowie der Agentur für Arbeit Frankfurt verwandelte sich der Börsenplatz, das IHK-Gebäude sowie die umliegenden Straßenzüge seit gestern in eine Art große Informationsplattform. Mehr als 100 Aussteller aus Dienstleistung, Handel, Industrie oder Handwerk bieten Einblick in die praktische Seite der unterschiedlichsten Berufe. Die Veranstalter erwarten insgesamt 10.000 junge Gäste.

Migranten besser einbeziehen

„Keine Ausbildung zu machen nagt emotional an dem Menschen und schadet der Gesamtstruktur“, erklärte Peter Feldmann zur Eröffnung. Der Frankfurter Oberbürgermeister forderte einen direkten Zugang zur Ausbildung ohne Warteschleifen und Umwege. Außerdem müssten Migranten besser einbezogen werden, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, erklärte Feldmann.

„Jede Schule sollte ein genaues Konzept haben, um den Jugendlichen so die bestmöglichste Zukunftsorientierung zu bieten“, sagte Karl- Heinz Huth. Der Geschäftsführer der Frankfurter Arbeitsagentur betonte weiter, dass es wie im Vorjahr mehr offene Stellen als Bewerbungen gäbe. Nur habe sich die Lage in Frankfurt zusätzlich verschärft - mehr Stellen als sonst bleiben unbesetzt.

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Noch bis zum Samstag haben Schüler und Absolventen die Möglichkeit, auf der Berufsbildungsmesse Rhein-Main direkt mit Unternehmensvertretern, Ausbildern und Azubis ins Gespräch zu kommen. Dabei können die jungen Leute unter anderem erfahren, welche Voraussetzungen sie für Ausbildung oder duales Studium mitbringen müssen, welche Inhalte hinter den Berufsbezeichnungen stecken und auch, auf welchen Wegen sie zu ihrem Traumjob gelangen können. Parallel zur Berufsbildungsmesse finden in den Räumen der IHK Frankfurt Vorträge und Schulungen statt. Mehr Infos gibt‘s hier.

Quelle: op-online.de

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