Zukunftsstudie

Kommentar: Auf bessere Nachbarschaft

Zugegeben, Frankfurt hat als Wissenschafts-, Kultur- oder Museumsstandort viel zu bieten. Soll eine Imagekampagne für den „Metropolenzwerg“ (Offenbachs Ex-Oberbürgermeister Gerhard Grandke) international verfangen, gilt es aber, die Stärken der Region mit einzubinden. Von Frank Pröse

Alleine steht Frankfurt auf verlorenem Posten. Mit dem Potenzial der Nachbarn jedoch dürfte es nahezu unschlagbar sein. Das betrifft wirtschaftliche, kulturelle wie wissenschaftliche Standortfaktoren. Eine solche Dichte beispielsweise von Hochschulen hat kein Konkurrent zu bieten. Die Studie stellt denn auch klar, dass die „Netzwerkstadt“ Frankfurt nur gemeinsam mit der Region im globalen Wettbewerb gewinnen kann.

Das Umland steht zwar nicht gerade Gewehr bei Fuß, die Ablehnungsfront der Kirchturmpolitiker ist aber zuletzt gebröckelt. Allein es fehlt der Glaube, dass Frankfurt die Nachbarn als gleichberechtigte Partner ins Boot holt. Im Römer darf man gerne den Vorreiter spielen, das Potenzial dazu ist da. Dann aber heißt es, die Region fair einzubinden. Nur im fein gesponnenen Netz verfangen sich die begehrten Investoren.

Quelle: op-online.de

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