Frankfurt zum dritten Mal in Folge Sieger eines Städterankings / „Zusammenhalt mit Offenbach“

Beste Laune am Mainufer

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So lässt sich’s leben: Frankfurt dominiert unverändert eine Hitliste von 30 analysierten deutschen Städten. Auch Wiesbaden hat es in die Top Ten geschafft. Foto: dpa

Frankfurt Zum dritten Mal in Folge dominiertFrankfurt ein Ranking, in dem die 30 größten Städte Deutschlands auf ihre Zukunftsfähigkeit untersucht wurden. Die Hitliste haben das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg vorgestellt. Von Sabrina Kristen

München folgt dicht. Das Spitzen-Duo lässt die anderen Städte weit hinter sich.

Untersucht wurden die Städte hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Stärke, den Faktoren Bildung, Infrastruktur, Innovation und Internationalität sowie ihrer demographischen Entwicklung. „Wir haben nur erfasst, was sich statistisch und amtlich belegen lässt“, erklärt Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI. Ausschlaggebend war zudem die Anbindung an andere deutsche und europäischen Metropolen. „In diesem Punkt ist Frankfurt nahezu unschlagbar, sowohl was den Flughafen, das Autobahnnetz und die ICE-Anbindung anbelangt“, so Straubhaar.

Er räumt jedoch ein, dass wenn der Berliner Flughafen einmal fertig werden sollte, die Hauptstadt, die aktuell nur den fünften Platz belegt, weiter nach vorne kommen wird. Auch Wiesbaden hat von der guten Verkehrsanbindung profitiert. Die hessische Landeshauptstadt hat sich zwar im Vergleich zu den Vorjahren verschlechtert, belegt dennoch den achten Platz.

Bevölkerung nimmt immer mehr zu

 

„Von allen Städten verzeichnet Frankfurt die höchste Produktivität“, sagt der HWWI-Direktor. Besonders hervorgehoben wurde außerdem die hohe Bevölkerungszunahme vor allem durch die Zuwanderung junger Menschen und den hohen Anteil an ausländischen Studenten.

Für alle untersuchten Städte wurden insgesamt 16 Einzelindikatoren berücksichtigt. Diese wurden anschließend als Trend-, Standort- und Demographieindex zusammengefasst und ergaben letztendlich das Gesamtergebnis.

„Entscheidend ist, wie sich die Städte und Regionen langfristig im Wettstreit um qualifizierte Arbeitskräfte und innovative Branchen behaupten“, findet Peter Feldmann. Der Frankfurter SPD-Oberbürgermeister ist stolz, dass seine Stadt die Hitliste bereits zum dritten Mal dominiert. Den geringen Abstand zum zweiten Platz sieht er gelassen: „Ich sehe München nicht als Gegner eher als Kooperationspartner. Als Konkurrenz sind eher andere europäische Metropolen wie Paris, London oder Moskau zu sehen.“

In Frankfurt lässt es sich friedlich leben

Laut Feldmann ist es selbst in den Frankfurter Vororten friedlich und angenehm zu leben, anders als in englischen oder französischen Metropolen. Er freut sich besonders, dass eine hohe Internationalität in der Bankenstadt herrscht.

„40 Prozent der Studenten an der Fachhochschule kommen aus dem Ausland. Wir wollen um jeden kämpfen, hier als Fachkraft zu bleiben und nicht mehr in das Heimatland zurückzukehren“, sagt Feldmann.

Die Schwerpunktthemen des Oberbürgermeisters seien auch in Zukunft Kinderfreundlichkeit, Bildung und der Ausbau von Wohnraum sein. „Das Dach über dem Kopf muss auch in den nächsten zehn Jahren für Familien und junge Kreative bezahlbar sein“, so Feldmann.

Aus diesem Grund arbeitet Frankfurt emsig mit Nachbarstädten des näheren Umlands zusammen. „Frankfurter und Offenbacher machen sich zwar ständig übereinander lustig, aber in Sachen Wohnraum halten wir fest zusammen“, erzählt der Frankfurter Oberbürgermeister mit einem breiten Grinsen.

Quelle: op-online.de

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