Hessen schneidet in EU-Test gut ab

Bestnoten für Badegewässer

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Wiesbaden - Der Sommer kann kommen: Fast alle hessischen Badeseen haben eine hervorragende Wasserqualität. Von den 62 untersuchten Gewässern haben in dem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) 59 die Note „ausgezeichnet“ bekommen.

Sorgenkind bleibt der Perfstausee im Kreis Marburg-Biedenkopf, dessen Wasserqualität als mangelhaft beurteilt wurde. Nur ein „gut“ gab es für den Großen Pfordter See in Schlitz und den Seepark Kirchheim (Hersfeld-Rothenburg). Bei den Seen in der Region erhielt nur der Mainparksee im bayerischen Kleinostheim schlechte Noten. Um als EU-Badesee anerkannt zu sein, müssen die Gesundheitsämter regelmäßig den Gehalt von Kolibakterien und Darmenterokokken kontrollieren. Beide Bakterien kommen in der natürlichen Darmflora von Menschen und Tieren vor. Wenn aber Enterokokken über Wunden in den Körper gelangen, können sie schwere Erkrankungen auslösen. Das Vorhandensein einer dieser Bakterienarten kann laut EUA auf eine Verschmutzung hinweisen, die in der Regel aus Abwasser stammt.

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Die Untersuchungen fanden in der Saison 2014 statt, geben aber einen Fingerzeig für die diesjährige. Bundesweit kann demnach an 2241 von 2290 aufgeführten Stellen ohne Bedenken gebadet werden. Knapp 98 Prozent erfüllten damit die Mindeststandards, 90 Prozent wiesen sogar „ausgezeichnete“ Wasserqualität auf. Weniger als ein Prozent, insgesamt 14 Badegewässer, erhielten die Note „mangelhaft“. Auch in den übrigen EU-Ländern sowie in der Schweiz und Albanien können sich Badende meist bedenkenlos ins Wasser begeben. 95 Prozent der mehr als 21.000 europaweit getesteten Abschnitte erfüllten die Mindestanforderungen.

FKK-Bademöglichkeiten in der Region

dpa/AFP  

Quelle: op-online.de

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