Beuth sieht Zuwanderung als wichtiges Thema für CDU

Peter Beuth

Frankfurt/Rhein-Main -    Frankfurt (dpa) Wegen des Bevölkerungsschwunds will sich die hessische CDU in den kommenden Jahren verstärkt mit Fragen der Zuwanderung beschäftigen. Die Union sei nicht prinzipiell gegen Zuwanderer, stellte der neue CDU-Generalsekretär Peter Beuth gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt fest. „Zuwanderung ist nicht streitig.

Allerdings hat es in den letzten Jahren in erheblichem Umfang Zuwanderung in die Sozialsysteme gegeben.“

Die Zahl der Einwohner gehe in Deutschland zurück. „Das ist leider seit 30 Jahren in der Gesellschaft so.“ Selbst bei einer Aufnahme von 200 000 Menschen aus dem Ausland jährlich werde Deutschland bis 2050 einen Bevölkerungsrückgang von zehn Prozent erleben, sagte Beuth. Der Abgeordnete aus dem Rheingau-Taunus-Kreis war bis 2007 Obmann der CDU-Fraktion in der Enquetekommission „Demographischer Wandel“ des Landtags.

   „Es kommt darauf an, wer zuwandert. Was wir brauchen, sind gut ausgebildete junge Leute“, sagte Beuth. Im europäischen Kulturraum hätten alle Länder mit einem Schrumpfen ihrer Bevölkerung zu tun, von dort werde es kaum Zuwanderung geben. „Wenn wir die Kreise jedoch weiter ziehen, stellt sich erstens die Frage des Ausbildungsstands der Zuwanderer und zweitens die Herausforderung der Integration.“ Deshalb habe die neue CDU/FDP-Regierung ein Integrationsministerium geschaffen: „Wir brauchen die Bereitschaft, Zuwanderern bei der Eingliederung zu helfen. Wir brauchen aber auch die entschlossene Bereitschaft des Migranten, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.“

   In Hessen sieht Beuth das Problem des Bevölkerungsrückgangs am dringlichsten im Norden: „Für den Werra-Meißner-Kreis ist berechnet worden, dass wir dort 50 Prozent weniger Bevölkerung haben werden im Jahr 2050.“ Man müsse „Perspektiven schaffen, dass die Menschen dort bleiben“.

Quelle: op-online.de

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