Bewährungsstrafe für Faustschlag gegen Schiedsrichter

Frankfurt - Zu weit mehr als einer roten Karte hat das Landgericht Frankfurt einen boxenden Fußballer für einen Schlag verurteilt.

Ein Faustschlag ins Gesicht des Schiedsrichters hat einem Fußballer aus dem Taunus eine Bewährungsstrafe von vier Monaten eingebracht. Das Landgericht Frankfurt zeigte sich am Montag noch gnädig. In erster Instanz war der vorbestrafte 37-jährige Hobbykicker zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Der Pizzabäcker hatte während des Kreisklasse-Spiels zwischen dem FC Kabul Steinbach und BW Schneidhain buchstäblich Rot gesehen, als der Unparteiische mehrere Spieler der Gastgeber verwarnt oder vom Platz gestellt hatte. Der Schiedsrichter hatte deswegen vom Angeklagten einen harten Schlag ins Gesicht erhalten. Das Opfer war dann blutend in die Umkleidekabine geflüchtet.

In seinem Urteil hielt das Landgericht eine Bewährungsstrafe für den Vater von drei Kindern für vertretbar, da die Zukunftsprognose für den Angeklagten positiv sei. Dessen fußballerische Laufbahn dürfte aber beendet sein. Das Sportgericht hat den 37-Jährigen wegen des Vorfalls bereits zu einer langjährigen Sperre verurteilt.

dpa

Quelle: op-online.de

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