Junge schwer verletzt

Bewährungsstrafe für Hundehalter

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Frankfurt - Sein Kampfhund hat einen neunjährigen Jungen auf einem Spielplatz angefallen und schwer verletzt. Das Landgericht entschied auf sieben Monate Bewährung für den Hundehalter.

Sein Kampfhund fiel auf einem Spielplatz einen Neunjährigen an und verletzte ihn schwer- der Halter ist heute in Frankfurt zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt-Höchst setzte zudem 150 gemeinnützige Arbeitsstunden und eine Zahlung von 300 Euro an die Eltern des Jungen fest. Das Urteil erging wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Der Mann war erst drei Tage im Besitz des als besonders gefährlich geltenden Staffordshire-Terriers gewesen, als ihm der Hund im April 2013 in Eschborn bei Frankfurt weglief. Auf einem nahe gelegenen Spielplatz verbiss sich das Tier in den Hinterkopf des Jungen, der dort mit zwei Freunden spielte. Obwohl der Mann den Hund sofort wegriss, entstanden zwei große Narben am Kopf des Kindes, an denen keine Haare mehr wachsen werden. Der Junge erlitt darüber hinaus psychische Beschwerden und ist noch heute in Behandlung.

Vor Gericht entschuldigte sich der 36-Jährige. Er sei an jenem Tag im April vergangenen Jahres mit dem Bau eines Hundezwingers beschäftigt gewesen und habe den Hund nur für einen Moment aus den Augen gelassen. Das Tier war unmittelbar nach dem Vorfall von der Polizei beschlagnahmt worden. Der Richter sprach in der Urteilsbegründung von einem "Zeichen", das mit der Freiheitsstrafe gesetzt werden müsse. Eine Geldstrafe, die von der Verteidigung favorisiert worden war, könne deshalb nicht infrage kommen.

dpa

Quelle: op-online.de

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