Bewährungsstrafen für brutale Schläger

Wiesbaden - Nach einer brutalen Prügelei auf einer Fastnachtsparty sind vier Schläger in Wiesbaden zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das teilte das Landgericht in der Landeshauptstadt mit.

Die Männer sollen vor dreieinhalb Jahren eine Fastnachtsparty im Stadtteil Kloppenheim gestürmt und elf Gäste krankenhausreif geprügelt haben. Während der Jüngste des Quartetts zu einem Jahr Jugendhaft verurteilt wurde, erhielten seine drei Kumpane Haftstrafen von zehn Monaten, einem Jahr und acht Monaten sowie zwei Jahren - die Strafen wurden jeweils zur Bewährung ausgesetzt. Die Kammer verurteilte die zwischen 1966 und 1988 geborenen Männer wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung. Der Vorwurf des versuchten Totschlags wurde dagegen fallengelassen - es gab nach Angaben des Landgerichts nicht genug Beweise dafür.

Mit den Worten „Wir bringen euch alle um. Ihr seid jetzt schon tot“ hatten die Schläger in den frühen Morgenstunden im Februar 2008 die Gemeindehalle gestürmt. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, zurück blieben elf zum Teil schwer verletzte Menschen. Neben den vier verhafteten Angeklagten sollen auch mehrere Unbekannte zum Pulk der Schläger gehört haben. Ihr Motiv? Der jüngste Angreifer soll zunächst als Gast bei der Faschingsparty gewesen sein, bevor er nach einem Streit mit Hilfe der Polizei aus der Halle gewiesen wurde. Er habe danach seine Brüder und weitere Bekannte und Verwandte für einen Racheakt zusammengetrommelt, warf ihm die Anklage vor. In der Halle sollen die Angreifer wahllos mit Fäusten, einem Radschlüssel, Schlagstöcken sowie Stuhl- und Besenstielen auf die völlig überraschten Menschen eingeschlagen haben, die gerade beim Aufräumen waren.

Quelle: op-online.de

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