Plattform für den Austausch von internationalen Medienschaffenden

Biennale: Zukunftsmusik und Hollywood-Glamour

Frankfurt - Zum zweiten Mal treffen sich von 7. bis 11. Oktober rund 150 internationale Künstler und Medienschaffende aus Film, Fernsehen, Web, Design und Spieleentwicklung zur B3 - Biennale des bewegten Bildes im Rhein-Main-Gebiet.

Das von der Offenbacher Hochschule für Gestaltung organisierte und von Land, Stadt, Kulturfonds sowie weiteren Trägern finanzierte Festival blickt unter dem Titel „Expanded Senses“ hinter die Kulissen einer immer wichtiger werdenden Branche. Als Aufgalopp zum viertägigen Festival werden im „Parcours“, an dem sich 15 Museen, Galerien und Ausstellungshäuser beteiligen, Positionen von Medienkünstlern vorgestellt. Anfang Oktober wird dann das Museum angewandte Kunst (MAK) zur Festival-Drehscheibe für Performances, Screenings, Vorträgen und Diskussionen, die technische und inhaltliche Innovationen der Medienkunst beleuchten. So spricht dort Jeremy Adell, Vizepräsident des Hollywood-Studios Universal Pictures, zur Zukunft des Fernsehens, beschäftigen sich Neurowissenschaftler und Programmierer mit der Zukunft der Robotik.

Das Festivalzentrum ist zudem Schauplatz von Sonderausstellungen, etwa zum Thema „Mode bewegt Bild“ mit ausgewählten Modefilmen. Eine Sonderschau im Deutschen Architekturmuseum mit dem Titel „Immersionen“ zeigt herausragende Projekte der Virtual-Reality-Kunst. Weitere thematische Schwerpunkte bilden das Mauerfall-Jubiläum sowie die Länder China und Israel.

Im nur einen Steinwurf entfernten Deutschen Filmmuseum und dem Museum für Moderne Kunst sind Deutschland- und Europapremieren von Spiel-, Dokumentar- und Kunstfilmen zu sehen. Ein bisschen Hollywood-Glanz gibt es auch: So werden der Drehbuchautor Michael Lesslie („Macbeth“) sowie Mike Reiss (Autor, „The Simpsons“) und Dean O"Gorman (Schauspieler, „The Hobbit“) zu Vorträgen und Interviews erwartet. Sprechen wird auch der berühmte Fotograf und Regisseur Anton Corbijn, der am Main seinen neuen Film „Life“ vorstellt. Und mit der US-Künstlerin Laurie Anderson kehrt gewissermaßen eine „alte Bekannte“ zur B3 Biennale zurück. Die Trägerin des B3-Ehrenpreises zeigt als Deutschlandpremiere ihren Film „Heart of the dog“.

Ihr Nachfolger als „BEN“-Preisträger und prominentes Aushängeschild des Festivals ist der US-Multimediakünstler und Musiker Brian Eno, der mit einer eigenen Ausstellung gewürdigt wird. „My life in Light“ erinnert ab dem 1. Oktober im MAK an Enos Lichtinstallationen, die vor dreißig Jahren in Frankfurt entstanden sind. Die Biennale vergibt zudem drei Haupt- und drei Nachwuchspreise. Meisterkurse, Workshops und Werkstattgespräche sowie die Möglichkeit zur Vernetzung bietet der B3-Campus als Branchenplattform für Profis. Der B3-Markt hingegen richtet sich an Kinder, Jugendliche, Studenten und Lehrende, die sich über Berufsbilder informieren und erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen können. (cm)

Quelle: op-online.de

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