Viel Arbeit, wenige Fahrverbote

Bilanz zum 24-Stunden-Blitz-Marathon

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Offenbach - Der 24-Stunden-Blitz-Marathon in der Region ist offiziell beendet. Die Polizei hat eine positive Bilanz gezogen. Trotzdem gab es auch in diesem Jahr einige „Unbelehrbare“ Raser.

Ein 19-jähriger VW Polo-Fahrer passierte die Autobahnkontrollstelle am Ausbauende Egelsbach mit 132 Stundenkilometern bei erlaubten 70 km/h. Der junge Mann, der seinen Führerschein laut Polizei auf Probe hat, muss jetzt mit einem Bußgeld von 440 Euro, zwei Punkten sowie zwei Monaten Fahrverbot rechnen. Außerdem verlängert sich damit seine Probezeit erneut auf zwei Jahre. Ebenfalls Ärger droht einem 40-jährigen Lasterfahrer, der mit seinem 7,5-Tonner samt Anhänger die A661 mit 95 Stundenkilometern verlassen wollte. Bei der Überprüfung stellten die Polizeibeamten zwei gerissene Bremsscheiben auf der Lenkachse fest. Die Beamten ließen den Mann aus Reichelsheim nicht weiterfahren. Während sich morgens fast alle an die vorgeschriebenen 70 Stundenkilometer hielten, waren nachmittags 26 Lenker mit 95 bis 100 Stundenkilometern zu schnell unterwegs. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

Zwischen 11 und 12 Uhr waren in der Kontrollstelle in der Bettinastraße Offenbach nahe der Schillerschule sieben Autolenker etwas schneller als der erlaubten 30 Stundenkilometer unterwegs. Auch an den Messstellen im Dreieichring im Bereich des Kindergartens und am Gravenbruchweg an der Edith-Stein-Schule hielten sich nicht alle an das Limit; 12 Lenker wurden verwarnt. Insgesamt waren in den 24 Stunden 603 Verkehrsteilnehmer im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen zu schnell gewesen, wobei der Großteil mit einer Verwarnung davon kam. Darüber hinaus stellten die Polizeibeamten 58 weitere Verstöße fest und sprachen überwiegend Verwarnungen aus. Es gab aber auch sieben Verkehrs- oder Strafanzeigen.

In Hanau hielten sich in der Kastanienallee im Bereich von zwei Schulen mit fast 1900 Kindern und Jugendlichen 40 Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Auch in Wächtersbach an der Gelnhäuser Straße in Höhe der Friedrich-August-Genth-Schule wurde eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Während der dreistündigen Messung hielten sich alle Autofahrer an das 50er-Tempolimit. Dieses tolle Ergebnis verwunderte sogar die Anwohner, die den eingesetzten Beamten erzählten, dass dies noch nie so gewesen sei.

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Die 32 Messstellen in Frankfurt wurden bei Blitz-Marathon von 10.692 Fahrzeugen passiert, dabei kam es zu 823 Geschwindigkeitsverstößen. Insgesamt waren in Frankfurt 17 Verkehrsteilnehmer so schnell unterwegs, dass ihnen ein Fahrverbot droht. Wie die Polizei berichtet, wurden die höchsten Tempoverstöße auf der Autobahn festgestellt. Hier war auf der A66 ein Verkehrsteilnehmer bei Tempobeschränkung 100 km/h mit 180 km/h unterwegs. In einem Baustellenbereich (80 km/h) auf der A5 wurde ein Autofahrer mit 151 km/h geblitzt. Mehr als 92 Prozent der Fahrer hielten sich an die vorgegebene Geschwindigkeitsbeschränkung. Die von der Polizei nach Verstößen kontrollierten Autofahrer zeigten sich zudem meist verständnisvoll und einsichtig. Die Geschwindigkeitsmessungen werden in der Stadt Frankfurt auch nach dem Blitz-Marathon fortgesetzt. Ab dem 22. September werden in der Innenstadt und auf den Autobahnen vermehrt mobile Blitzer aufgestellt. Wir zeigen, wann und wo Sie aufpassen müssen.

In Südhessen wurde die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge an rund 93 Messstellen kontrolliert. Diese waren über die Stadt Darmstadt und die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße sowie den Odenwaldkreis verteilt. Insgesamt hatten die eingesetzten Bediensteten von Polizei und Kommunen 33.740 Fahrzeuge im Visier ihrer Messgeräte. 1.372 Fahrer bekamen wegen ihres zügigen Tempos eine Verwarnung. Fünfzehn Fahrzeugführer waren trotz der vorherigen, medialen Berichterstattung derart zügig unterwegs, dass sie sogar mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Es gab auch dieses Jahr wieder wenige „Unbelehrbare“, die trotz der Ankündigungen in allen Medien nicht das Fuß vom Gas nehmen konnten. Auf der Autobahn 5 zogen Zivilbeamte einen Autofahrer aus dem Verkehr, der 133 km/h in einer 80er Zone auf dem Tacho hatte. Innerorts trieb es ein Fahranfänger in Rüsselsheim zu weit. Mit 106 km/h schoss er durch die 50er Zone in der Adam-Opel-Straße und muss jetzt um seinen frisch erworbenen Führerschein bangen.

Besonders eilig hatte es ein Fahrzeugführer bei einer Kontrollstelle auf der Bundesstraße 42 auf Höhe des Abzweigs zur Bundesstraße 3 nach Darmstadt. Nicht nur fuhr er mit 110 km/h in der 70er Zone viel zu schnell, auch überholte er ein vor ihm fahrendes Auto rechts und beschwerte sich anschließend über die ganze „Blitzaktion“ bei den Polizeibeamten. Auch das Ausfüllen des „Knöllchens“ ging ihm zu langsam, weshalb er ohne Führerschein und Fahrzeugschein weiter zur Arbeit fuhr. Neben seinen Dokumente wird er bald auch ein Bußgeldbescheid mit der Post zugeschickt bekommen. Zudem erwartet ihn ein mehrwöchiges Fahrverbot.

dr

Quelle: op-online.de

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