Biogas kommt künftig aus dem Industriepark

Frankfurt - Im Frankfurter Industriepark Höchst wird künftig umweltfreundliches Biogas produziert und ins Versorgungsnetz eingespeist. Von Marc Kuhn

Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, hat gestern mit Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, Infraserv-Geschäftsführer Roland Mohr, Mainova-Chef Constantin Alsheimer sowie den Geschäftsführern der Infranova Bioerdgas GmbH, Sabine Kuhlus und Heinrich Lienkamp, eine Aufbereitungsanlage für den Rohstoff in Betrieb genommen.

Bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas pro Jahr 

In ihr wird das im Industriepark aus organischen Abfällen und Klärschlämmen erzeugte Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet und in das Versorgungsnetz eingespeist. Die Anlage soll pro Jahr bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas produzieren. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 4000 Haushalten. Die Anlage, für die ein spezielles Verfahren entwickelt wurde, ist nach Angaben von Infraserv Höchst, dem Betreiber des Industrieparks, eine der größten ihrer Art in Deutschland. Das Gas, das aufbereitet wird, stammt aus einer Biogasanlage, die Infraserv bereits 2007 in Betrieb genommen hatte. Die Aufbereitungsanlage ist ein Projekt des Energieversorgers Mainova und von Infraserv. Die beiden Firmen haben zu diesem Zweck die Infranova Bioerdgas GmbH gegründet. Der Betreiber der neuen Anlage hat fünf Millionen Euro in das Vorhaben investiert.

„Was am Standort gemacht wird, ist ökonomisch und auch ökologisch vorbildlich“, sagte Weinmeister. Infraserv-Chef Mohr erklärte, der Industriepark setze zunehmend auf regenerative Energien. Der effiziente Umgang mit Energie schone gleichzeitig auch die natürlichen Ressourcen. Mohr betonte, dass in der Anlage keine Lebensmittel verarbeitet würden, sondern nur organische Abfälle.

Auch der Vorstandsvorsitzende von Mainova, Alzheimer, sagte, es würden keine landwirtschaftlichen Flächen in Anspruch genommen. „Das ist vorbildlich.“ Zudem werde durch die Biogas-Aufbereitungsanlage die Abhängigkeit von den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt verringert, erläuterte Alzheimer.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Ulrich Antas, Minden

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare