Flughafen Frankfurt

Kommentar: Blick in die Region

Vorbei ist‘s mit der Ruhe nach dem (Asche-)Sturm, an den Flughäfen und am Himmel über der Region kehrt die Normalität zurück. Was bleibt sind Milliardenschäden für die Wirtschaft und sehnsüchtige Erinnerungen an fünf Tage Bad Offenbach an der Mainschleife. Von Ralf Enders

Auch das Gezänk und die Kakophonie um Sinn oder Unsinn des beispiellosen Flugverbots dürften noch einige Zeit anhalten.

Derweil zeichnet sich ein kleiner Lichtstreif am wieder aschefreien Horizont über Rhein-Main ab. Bis Sommer will Fraport ein Maßnahmenpaket vorstellen, mit dem der Lärm spürbar verringert werden soll. Veränderte An- und Abflugrouten, steilere Landewinkel und verbesserte Bahnbelegungen sollen Offenbach, Neu-Isenburg und Co. trotz Nordwestbahn etwas mehr Ruhe bringen. Man darf skeptisch, aber auch gespannt sein.

Festzustehen scheint, dass der neue Fraport-Chef Stefan Schulte beim aktiven Schallschutz und damit beim Verhältnis zum Umland durchaus Akzente setzen möchte. Sein Vorgänger Wilhelm Bender hat den Flughafenbetreiber intern fit gemacht, auf lukrative Geschäftsfelder wie die Immobilienvermarktung oder die Beteiligung an ausländischen Flughäfen gesetzt. Wenn Schulte nun den Blick verstärkt in die Region richtet, kann‘s auch mit den Nachbarn besser klappen. Damit wäre vielen geholfen, die - gewollt oder ungewollt - von Fraport abhängig sind: Aktionäre, Mitarbeiter und Anwohner.

Quelle: op-online.de

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