Nach Blockupy-Einsatz

Jusos fordern Innenminister zum Rücktritt auf

Frankfurt - Nach dem massiven Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demo in Frankfurt haben die südhessischen Jungsozialisten den Rücktritt von Innenminister Boris Rhein (CDU) gefordert.

Blockupy-Demo in Frankfurt

Blockupy-Demo am 01.06.2013 in Frankfurt

Blockupy ist wieder da. Aus Protest gegen die Sparpolitik in Europa hat das kapitalismuskritische Bündnis in Frankfurt zur Demonstration aufgerufen. An der Hauptdemonstration beteiligten sich laut Blockupy mehr als 20.000 Menschen, die Polizei sprach von 7000 Demonstranten.

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"Als politisch Verantwortlicher für dieses Fiasko ist Innenminister Rhein keine Minute länger mehr tragbar", sagte Juso-Vorsitzender Christian Heimpel, der als offizieller Demonstrationsbeobachter der Stadt Frankfurt bestellt war.

Er warf in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme der Polizeiführung ein aggressives und "absolut unverhältnismäßiges Vorgehen" bei ihrem Einsatz am Samstag vor. Dass der Staat mit Gewalt gegen seine Bürger vorgeht, dürfe nur das absolut letzte Mittel der Auseinandersetzung sein, mahnte Heimpel.

Blockupy: Eingekesselte Demonstranten, Gewalt, Verletzte

Blockupy: Eingekesselte Demonstranten, Gewalt, Verletzte

Die Frankfurter Polizei hatte ihr Vorgehen bei der Großdemonstration des kapitalismuskritischen Bündnisses zuvor verteidigt. Sie hatte mit einem Großaufgebot in der Innenstadt die Hauptkundgebung verhindert und tausende Demonstranten über Stunden hinweg eingekesselt. Dabei war es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Wie viele Menschen verletzt wurden, war auch am Sonntag zunächst noch unklar.

Rangeleien bei Blockupy-Protesten in Frankfurt

Rangeleien bei Blockupy-Protesten in Frankfurt

dpa

Quelle: op-online.de

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