Personen stundenlang festgehalten

Blockupy: Kessel-Einsatz der Polizei vor Gericht

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Frankfurt - War der Einsatz der Polizei gegen Blockupy-Aktivisten in Frankfurt rechtswidrig? 1000 Protestierer sind vor etwa einem Jahr fast zehn Stunden lang in einem Kessel festgehalten worden.

Der umstrittene Polizeieinsatz bei einer Frankfurter Demonstration von Globalisierungskritikern wird seit heute vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht verhandelt. Der Anmelder der Blockupy-Kundgebung hält es für rechtswidrig, dass die Polizei den Protestzug am 1. Juni 2013 aufgehalten hat. Dabei waren unweit der Europäischen Zentralbank rund 1000 Protestierer fast zehn Stunden lang in einem Kessel festgehalten worden.

Die Polizei hat ihr hartes Vorgehen verteidigt, da von allen Teilnehmern die Personalien hätten aufgenommen werden sollen. Auch habe es einige Gewaltbereite in der Menge gegeben. Der in Bonn wohnende Kläger will nach eigenen Angaben bei einer juristischen Niederlage durch alle Instanzen ziehen. Beklagt ist das für Polizeieinsätze zuständige Land Hessen. Das Gericht will unter anderem umfangreiches Videomaterial in Augenschein nehmen. Ob heute noch ein Urteil gesprochen wird, stand zunächst noch nicht fest.

Blockupy: Eingekesselte Demonstranten, Gewalt, Verletzte

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dpa

Quelle: op-online.de

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