„Blockupy“-Proteste: Demonstranten und Polizei blockieren Innenstadt

+
Blockupy“-Proteste in Frankfurt erreichen ihren Höhepunkt

Frankfurt - Begleitet von Polizei-Hundertschaften haben am Samstag erneut Menschen in Frankfurt gegen die Macht der Banken demonstriert. Der Protestzug war Höhepunkt und zugleich einzige erlaubte Veranstaltung der viertägigen „Blockupy“-Aktionstage.

Lesen Sie auch:

Demonstration auch in Offenbach

Aktivisten werfen Polizei Gewalt vor

Höhepunkt der „Blockupy“-Proteste in Deutschlands Finanzmetropole: Mehr als 20.000 Menschen haben sich am Samstag in Frankfurt einer Demonstration rund um das Bankenviertel angeschlossen. Zum Protest gegen die europäische Sparpolitik und die Macht der Banken hatte die „Blockupy“-Bewegung aufgerufen. Ziel der Demonstration war eine Abschlusskundgebung in Sichtweite der seit Mittwoch von der Polizei abgeriegelten Europäischen Zentralbank.

Die Demonstration war die einzige erlaubte Veranstaltung der „Blockupy“-Proteste seit Mittwoch in Frankfurt. Gegen alle anderen Veranstaltungen hatte die Stadt ein richterlich bestätigtes Verbot erlassen. Die Angst vor Krawallen war in Frankfurt nach einer gewalttätigen Demonstration von Kapitalismuskritikern Ende März gewachsen.

Bilder von der Demonstration

Blockupy-Demonstration: Frankfurt im Ausnahmezustand

Die Polizei hatte seit Mittwoch 5000 Beamte im Einsatz. Teile der Innenstadt sowie zwei U- und S-Bahn-Stationen waren gesperrt. Am Samstag kontrollierte die Polizei bereits bei der Anreise viele Demonstranten in Zügen und auf Autobahnen. Während des Protestzuges sperrten Beamte Seitenstraßen. Mehrere Hundertschaften der Polizei eskortierten Teile der Demonstration. Einige Aktivisten hatten sich vermummt. Auftakt war am Samstag eine Kundgebung nahe des Hauptbahnhofs. „Sind alle da, die vom Kapitalismus die Nase voll haben?“, fragte eine Rednerin und erntete lautstarken Beifall.

Die Zahl der Teilnehmer war im Laufe des Tages immer weiter gestiegen. Trotz des Demonstrationsverbots hatten die Aktivisten in den vergangenen Tagen immer wieder protestiert und Straßen blockiert. Nach Angaben der Polizei waren die Aktionen überwiegend friedlich verlaufen. Allerdings nahmen Beamte über 600 Aktivisten vorübergehend in Gewahrsam, weil sie das Verbot missachtet hatten. Das Bündnis der Veranstalter aus linksgerichteten Organisationen hatte die Verbote und das Vorgehen der Polizei als überzogen und unnötig kritisiert. (dpa/lhe)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare