Anklage nach Gewalt unter Autohändlern

Bluttat kommt bald vor Gericht

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Sicherung von Beweismitteln nach der Tat im Januar.

Frankfurt - Ein halbes Jahr nach den Schüssen in einem Frankfurter Gerichtsgebäude mit zwei Toten ist bald mit der Anklage zu rechnen. „Die Ermittlungen nähern sich dem Ende“, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) will Anfang August Handlungsempfehlungen vorlegen, wie Hessens Gerichte noch sicherer werden können. Das Rohkonzept der Arbeitsgruppe Sicherheit sei fertig und werde gerade überarbeitet und abgestimmt, sagte gestern der Sprecher des Justizministeriums, Wolfgang Ommert. Die Arbeitsgruppe war nach den tödlichen Schüssen ins Leben gerufen worden. Auch das betroffene Landgericht hat seine Sicherheitsbstimmungen inzwischen modifiziert.

Ein 47-Jähriger hatte am 24. Januar zwei Angeklagte (45 und 50) erschossen - ersten Ermittlungen zufolge ein Akt von Selbstjustiz. Die drei Männer waren in einem Durchgang der Gerichtsgebäude aufeinandergetroffen, der Täter hatte sofort das Feuer eröffnet. Sein jüngeres Opfer brach tot am Eingang zusammen. Der ältere Mann konnte noch in das Gerichtsgebäude fliehen, wurde dort aber von dem Täter getötet, der ihm hinterhergelaufen war und die Sicherheitsschleuse durchbrochen hatte. Der Schütze wurde auf der Flucht festgenommen. Die beiden getöteten Angeklagten standen wegen einer tödlichen Messerattacke aus dem Jahr 2007 vor dem Landgericht. Der mutmaßliche spätere Täter war nicht nur der Bruder ihres Opfers von damals, sondern bei dem Angriff auch selbst verletzt worden. Täter wie Opfer sind laut Polizei Autohändler afghanischer Herkunft.

Tödlicher Angriff vor dem Amtsgericht

Tödlicher Angriff vor dem Amtsgericht

dpa

Quelle: op-online.de

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