Bockenheimer Uni-Gelände

Am Kulturcampus wird ab 2015 gebaut

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Frankfurt - Wohnungen, Kultureinrichtungen, Gewerbe, Einzelhandel und Gastronomie: Der neue 17 Hektar große Kulturcampus auf dem Areal des alten Campus der Goethe-Universität in Bockenheim nimmt konkrete Formen an und seine Verwirklichung rückt näher.

Der Frankfurter Magistrat hat jetzt dem entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf zugestimmt. Er wird nun offengelegt. Beginn der Bauarbeiten könnte wegen vieler erwarteter Stellungnahmen im Jahre 2015 sein. Die Stadtverordneten müssen ebenfalls zustimmen. Die letzten Flächen könnten im Jahre 2017 zur Verfügung stehen. Der Bau der Zentralbibliothek soll noch mehr als sieben Jahre lang genutzt werden.

Dem Bebauungsplanentwurf zufolge, der sich nur unwesentlich von den bisherigen Planungen aus den Jahren 2011 und 2012 unterscheidet, werden an der Gräfstraße, Wohnhäuser mit rund 1200 Wohnungen gebaut. Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) sprach bei der Vorstellung des Entwurfs von „großzügigen öffentlichen Freiflächen“. Mehrere Bereiche hin zur Senckenberganlage bieten Raum für gewerbliche Nutzungen. Auch für Kultur und Wissenschaft sind weite Flächen planungsrechtlich reserviert. In anderen Baubereichen sind derartige Nutzungen ebenfalls möglich. Der Senckenberg-Komplex wird erweitert, das Bockenheimer Depot als Spielstätte der Städtischen Bühnen erhalten. Das Studierendenhaus bietet weiterhin Raum für Kultur, Kinderbetreuung und Studentenwohnungen.

Uni-Campus Bockenheim zieht um

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Das Studentenwohnheim an der Bockenheimer Warte und das Philosophicum könnten laut Bebauungsplan erhalten werden, dies ist aber nicht zwingend. Am Bockenheimer Depot befinden sich die Grundstücke für die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die nach Bockenheim umziehen will. Die Jügelstraße wird wiederhergestellt und bleibt für Autos gesperrt. Neu im Planungswerk ist eine für Kindergärten reservierte, 2500 Quadratmeter große Fläche im Süden des Planungsgebiets. Ebenfalls im Süden werden auf dem Grundstück des AfE-Turms zwei 100 und 140 Meter hohe Hochhäuser hochgezogen. Auf der Seite zur Gräfstraße entsteht ein 70 Meter hoher Wohnturm. Auch sollen Bürger die Möglichkeit haben, für Grün- und Freiflächen Vorschläge zu machen.

mic

Quelle: op-online.de

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