Ex-Sänger der „Böhsen Onkelz“ wieder frei

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Kevin Russell während des Prozesses.

Frankfurt/Wiesbaden - Nach einigen Monaten im Gefängnis ist Kevin Russell, Ex-Sänger der „Böhsen Onkelz“, aus der Haft entlassen worden. Allerdings muss er sich einer Drogentherapie in einer stationären Einrichtung unterziehen.

Der wegen Körperverletzung und Unfallflucht zu einer Gefängnisstrafe verurteilte frühere „Böhse-Onkelz"-Sänger macht eine Drogentherapie. Kevin Russell (48) sei in einer stationären Einrichtung und müsse sich dort an feste Anwesenheitszeiten halten, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Wiesbaden heute.

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Der Rockmusiker war im Oktober 2010 vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte nach Überzeugung des Gerichts auf der Autobahn von Wiesbaden nach Frankfurt am Silvesterabend 2009 mit Tempo 232 und unter Drogeneinfluss einen Auffahrunfall verursacht. Dabei waren zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt worden. Das Urteil ist seit März 2011 rechtskräftig.

Russell hatte seine Strafe im vergangenen August im osthessischen Hünfeld angetreten, er war unter anderem im Gefängniskrankenhaus in Kassel behandelt worden. Die Drogentherapie im Odenwald macht er nach Angaben des Justizministeriums seit Ende Dezember. Möglich sei sie nur, wenn höchstens noch zwei Jahre zur Strafe ausstehen.
Im Durchschnitt dauert so eine Therapie in Hessen dem Sozialministerium zufolge sechs Monate. Sie kann auf die Haftstrafe angerechnet werden.

Quelle: op-online.de

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