Frankfurt überprüft Sicherheit

Nach Bombenanschlag: Marathon unter der Lupe

+

Frankfurt - Nach dem Bombenanschlag in Boston wird auch für die nächste Auflage des Frankfurt Marathon am 27. Oktober die Sicherheitsfrage neu gestellt.

Mit Bestürzung hat das Organisationsteam des Frankfurt Marathon auf die Bombenanschläge beim traditionellen Boston Marathon reagiert. „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer“, erklärte der Renn-Direktor Jo Schindler am Dienstag auf der Homepage des Rennens.

Nach den zwei Explosionen am Montag (Ortszeit) mit drei Toten und deutlich über 100 Verletzten wird auch für die nächste Auflage des Frankfurt Marathon am 27. Oktober die Sicherheitsfrage neu gestellt. „Wir werden die Ermittlungsergebnisse aus den USA über die Hintergründe des Anschlags abwarten und dann für unsere Veranstaltung mit der Polizei unser Sicherheitskonzept überprüfen“, erklärte Schindler.

„Keine absolute Sicherheit“

„Absolute Sicherheit kann es nicht geben“, sagte der Marathon-Organisator im Rundfunksender HR1. Er mache sich Gedanken über die Auswirkungen des Attentats auf Veranstaltungen weltweit. In Frankfurt gelte es, sich den Zieleinlauf in der Festhalle zu betrachten: „Da müssen wir schauen, was getan werden muss.“

Der Lauf über 42,195 Kilometer durch die hessische Metropole ist der älteste Stadtmarathon Deutschlands. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 20.000 Läuferinnen und Läufer an dem Traditionsrennen teil.

Innenminister Boris Rhein sieht nach den Bombenanschlägen beim Marathonlauf in Boston keine erhöhte Gefahr für Großveranstaltungen in Hessen. Natürlich verfolge man die Ermittlungen in den USA, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, sagte Rhein am Dienstag in Wiesbaden. „Szenarien wie in den USA sind natürlich auch bei uns nicht ausgeschlossen.“ Aber im Grundsatz habe sich an der Lage nichts geändert.

Bei Großveranstaltungen wie den Marathonläufen in Kassel und Frankfurt sei das Sicherheitsniveau hoch, die Polizei setze viel Personal ein. Trotzdem werde man die Maßnahmen noch einmal überprüfen. Rhein rief die Bürger zu Wachsamkeit, um etwa verdächtige Pakete zu melden.

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare