Bombenbau mit Küchenmixer

Drei Jahre Haft für Islam-Sympathisanten

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Frankfurt - Zuhause Sprengsätze und Bomben gebastelt, eine Explosion verursacht: Ein 26 Jahre alter Student und Islam-Sympathisant ist am Mittwoch in Frankfurt zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht verurteilte den gebürtigen Afghanen wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Im Sommer 2010 hatte sich das Unglück in Frankfurt-Höchst ereignet. Der Angeklagte hatte Schwefelpulver von Streichhölzern im Küchenmixer zerkleinern wollen. Bei der Detonation wurde er erheblich verletzt.

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Die Polizei fand in der Wohnung zahlreiche Requisiten zum Bombenbau. Darüber hinaus hatte der Angeklagte auf diversen Internet-Plattformen radikalislamistische Thesen vertreten. „Sie haben versucht, ihre völlig verrückte Sichtweise der Dinge in die Gesellschaft hineinzubomben“, sagte der Vorsitzende Richter. So etwas sei nicht hinzunehmen. Eine Bewährungsstrafe, so wie sie die Verteidigung beantragt hatte, schied deshalb für das Gericht aus. In dem zweitägigen Prozess hatte der Angeklagte versucht, die Vorwürfe herunterzuspielen. Er habe nur Spaß an Feuerwerkskörpern. Das Gericht sah diese Einlassung aber als Schutzbehauptung an.

dpa

Quelle: op-online.de

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