Im Bordell heimlich EC-Karten kopiert

Frankfurt - Eine Prostituierte und ihre zwei Komplizen müssen für mehrere Jahre hinter Gitter. Das Trio kopierte in einem Frankfurter Bordell heimlich EC-Karten von Freiern und verursachte dadurch einen Schaden von etwa 70.000 Euro.

Ein Trio, das in einem Frankfurter Bordell heimlich die EC-Karten von Freiern kopierte, ist zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt kam am Freitag zu dem Schluss, dass die Angeklagten - eine Prostituierte und zwei Männer - mit den heimlich angefertigten Kopien der Karten einen Schaden von etwa 70.000 Euro verursachten.

Die höchste Strafe von vier Jahren und acht Monaten erhielt ein 34 Jahre alter Arbeiter. Er hatte sich im Zimmer der Prostituierten in einem Schrank verborgen, aus dem er erst entstieg, als sich die Frau mit den Freiern im Badezimmer aufhielt. Die Scheckkarten steckte er in ein Datenlesegerät. Der dritte Angeklagte fertigte mit diesen Informationen später neue Scheckkarten, die im gesamten Bundesgebiet verwendet wurden.

Die 28 Jahre alte Prostituierte wurde zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt, der Kartenhersteller zu zweieinhalb Jahren. Die Frau hatte vor allem die Einkäufe mit den gefälschten Karten getätigt. Sie kaufte Schmuck, teure Kleidung und Parfüm. Alle Angeklagten hatten vor Gericht umfangreiche Geständnisse abgelegt. Die Strafe für den Haupttäter war auf dessen lange Vorstrafenliste zurückzuführen. Auch während der Taten befand er sich auf der Flucht - er war zuvor dem offenen Strafvollzug entwischt.

dpa

Quelle: op-online.de

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