Bouffier kündigt Schallschutz-Paket an

Wiesbaden - Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) ist überzeugt, dass der Lärm am Frankfurter Flughafen reduziert werden kann. Bouffier kündigte heute nach dem zweiten „Fluglärmgipfel“ ein Paket zum aktiven und passiven Schallschutz für den 29. Februar an. 

Details wollte der Ministerpräsident nicht nennen, betonte aber: „Wir wollen nichts versprechen, was wir nicht halten können.“ Man werde daher mit Zeitangaben zur Reduzierung des Fluglärms vorsichtig sein. Es werde um schnelle sowie mittel- und langfristige Maßnahmen gehen. Ziel bleibe, die Zukunft von Deutschlands größtem Flughafen zu sichern und die Belastungen für die Bevölkerung zu mindern. „Wir können einen Weltflughafen in dicht besiedeltem Gebiet nicht betreiben ohne Belastungen“, schränkte Bouffier aber ein.

An dem „Arbeitsgespräch“ nahmen die Spitzen des Flughafenbetreibers Fraport, der Lufthansa und der Deutschen Flugsicherung teil. Das Bundesverkehrsministerium war durch Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle vertreten.

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Bouffiers Stellvertreter, Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP), sagte: „Es ist vollkommen klar, dass dieser Flughafen weiterhin ein Wachstum haben wird.“ Der Lärm dürfe jedoch „von der Summe her“ nicht nur steigen.

Die Proteste von Anrainern haben nach Eröffnung der neuen Nordwest-Landebahn im Oktober vergangenen Jahres massiv zugenommen. Die Demonstranten fordern nicht nur ein dauerhaftes Nachtflugverbot, sondern zum Teil auch eine Stilllegung der neuen Bahn.

dpa

Quelle: op-online.de

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