Regierungschef: Sicherungsaufwand ist zu groß

Bouffier will kein Castor-Lager in Hessen

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Wiesbaden - Im Streit um ein Castor-Endlager stemmt sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auch als Chef einer schwarz-grünen Landesregierung gegen die Aufnahme von Atommüll.

„Es erscheint mir nicht zielführend, Castor-Transporte aus dem britischen Sellafield, die wir mit tausenden Polizeibeamten absichern müssen, von der Küste aus Hunderte von Kilometern durchs Land zu schicken, nur damit auch ein unionsregiertes Land betroffen ist“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Die neue Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte mit Blick auf den Regierungswechsel von Schwarz-Gelb zu Schwarz-Grün in Wiesbaden die Hoffnung geäußert, dass sich die Haltung dort ändere. Es könne nicht sein, dass nur SPD-geführte Länder Atommüll aufnähmen. „Das ist doch völliger Unsinn“, sagte Bouffier. Auf keinen Fall werde in Biblis ein Endlager entstehen. Bund und Länder hatten sich im April 2013 darauf verständigt, ein geeignetes Atommüll-Endlager neu zu suchen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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