Mehrere Menschen verletzt

Großeinsatz: Flammen im Hochhaus und Dachstuhl

Marburg/Frankfurt - Feuer in einem Hochhaus in Marburg und einem Dachstuhl in Frankfurt: Durch die Flammen wurden mehrere Menschen verletzt.

Bei einem Feuer im Keller eines Marburger Hochhauses sind mindestens 20 Menschen verletzt worden. Alle Bewohner mussten am frühen Dienstagmorgen das elf Stockwerke hohe Gebäude im Stadtteil Richtsberg über Balkone und Drehleitern verlassen, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Gemeldet seien dort 280 Menschen. Rund 20 Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen und kamen ins Krankenhaus. Ein Feuerwehrmann hatte wegen der starken Hitze mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Geretteten wurde nach Verlassen des Hauses sofort untersucht. Unverletzte Bewohner wurden in Bussen zu einer eigens eingerichteten Betreuungsstelle gebracht. Wann sie zurückkehren können, war zunächst unklar.

Das Feuer war im Keller des Hochhauses aus zunächst unbekannter Ursache ausgebrochen. Rund 260 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Eine erste Polizeistreife habe das Gebäude wegen des starken Rauchs nicht betreten können und auf die Feuerwehr warten müssen, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr arbeitete sich dann Stockwerk für Stockwerk durch das Wohnhaus und brachte die Menschen in Sicherheit. Der Keller wurde von außen mit Löschschaum geflutet. Nachdem das Feuer gelöscht war, begann die Feuerwehr mit der Belüftung des Gebäudes. Während der Rettungsarbeiten musste eine Hauptstraße gesperrt werden, deshalb kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Drei Verletzte bei großem Dachstuhlbrand in Frankfurt

Ein Dachstuhlbrand in einem Frankfurter Wohnblock hat zudem gestern drei Menschen leicht verletzt. Die Flammen fraßen sich auf 40 Metern Breite unter den Dachziegeln entlang und mussten mit einem Großaufgebot von rund 100 Feuerwehrleuten bekämpft werden. Wie die Feuerwehr mitteilte, war der Brand in einer Wohnung im zweiten von drei Stockwerken ausgebrochen.

Die Bewohnerin konnte sich in eine Nachbarwohnung retten, schließlich wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Zwei andere Menschen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt. Etwa 70 Bewohner mussten das Gebäude im Stadtteil Ginnheim verlassen. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Feuerwehr auf etwa eine halbe Million Euro.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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