Bislang ein Dutzend Taten gestanden

Einhausen: Mutmaßlicher Feuerteufel ist Feuerwehrmann

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Ein Wagen der Feuerwehr steht vor dem verbrannten Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Einhausen.

Einhausen/Heppenheim - Der mutmaßliche Serienbrandstifter im südhessischen Einhausen ist Mitglied der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Der 19-Jährige habe bei Vernehmungen bislang mehr als ein Dutzend Taten gestanden, teilten die Ermittler heute mit.

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Der junge Mann war nach dem Brand von Strohballen in der Nacht zum Montag festgenommen worden. Wie die Polizei berichtet, beteiligte er sich, wie auch bei anderen Bränden an den Löscharbeiten und suchte selbst mit seinen Kameraden nach dem Brandstifter. In der rund 6000 Einwohner zählenden Gemeinde Einhausen war innerhalb der vergangenen zwölf Monate mehr als 40 Mal Feuer gelegt worden. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Der Schaden, der bei Brandserie entstand, wird auf eine halbe Million Euro geschätzt.

Der Täter steht nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis auch in dem Verdacht, für die weiteren Brände verantwortlich zu sein, die er bisher noch nicht eingeräumt hat. Das Amtsgericht Bensheim hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Dienstag die vorläufige Unterbringung des Beschuldigten in einer forensischen Klinik angeordnet, da sich in den Vernehmungen begründete Zweifel an der Schuldfähigkeit des 19-Jährigen ergeben hatten.

Bilder: Übung der Feuerwehr in Brandcontainern

Zumindest eine verminderte Schuldfähigkeit kann nicht ausgeschlossen werden. Zu den von ihm in den Vernehmungen angegebenen unterschiedlichen Motivlagen, die teils im sehr persönlichen Bereich liegen, wollen die Ermittler derzeit keine Angaben machen. 

(dpa/wac)

Quelle: op-online.de

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