Zusätzliche Polizeistreifen

Brandstiftung in Lorsch und Einhausen?

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Lorsch/Einhausen - Im südhessischen Lorsch gab es jahrelang Brände in Kleingärten. Nun stehen in der Gegend Lagerhallen von Landwirten in Flammen. Die Feuerwehr rät den Bauern, wie sie sich gegen Brandstiftung schützen können.

Nach einer Serie von ungeklärten Bränden in Kleingartenanlagen haben nun in Lorsch und Einhausen Lagerhallen in Flammen gestanden. In den direkt benachbarten Kommunen in Südhessen gab es kurz hintereinander drei solche Feuer. Der Schaden geht in die Hunderttausende. Polizei und Feuerwehr haben ihre Arbeit verstärkt. In Lorsch hatte es jahrelang Brände in Kleingärten gegeben - immer noch unaufgeklärt. "Die Brände in den Lagerhallen von Landwirten ereigneten sich in einem relativ engen Radius", erklärte eine Sprecherin der Polizei in Darmstadt. Selbstentzündung werde ausgeschlossen. "So etwas hatten wir hier noch nicht", betonte der Gemeindebrandinspektor von Einhausen, Christoph Röll. Die Polizei ermittelt und fährt mehr Streife.

Die Feuerwehr rät Bauern, wie sie sich vor einer Brandstiftung schützen können. "Es ist wichtig, der Bevölkerung die Angst zu nehmen", sagte der Bürgermeister von Einhausen, Helmut Glanzner (parteilos). "Damit wieder Ruhe einkehren kann." Die Feuerwehr Einhausen habe notiert, wo sich Feldbrunnen befinden, um an Löschwasser zu kommen und schnell reagieren zu können, berichtete Röll. Den Bauern sei vorgeschlagen worden, ihre Lagerhallen per Kamera zu überwachen und auch abzuschließen.

Technischer Defekt löst jüngsten Brand aus

Die neue Brandserie Lorsch/Einhausen hat noch kein allzu großes Ausmaß, erinnert aber durch das Feuer in den Kleingärten an eine lange Serie von Brandstiftungen im Odenwald. Das Landgericht Darmstadt schickte vor fast drei Jahren zwei Brüder für jeweils sieben Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Über 30 Taten waren angeklagt. Angezündet wurden Keller, Schuppen und Gartenhütten. Etwa 20 Menschen hatten Rauchvergiftungen erlitten, der Schaden lag bei rund 1,4 Millionen Euro.

Beim Brand einer Lagerhalle in Lorsch ist gestern Abend ein Mann leicht verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Das Feuer hatte sich nach einer Explosion rasch ausgebreitet und die Halle sowie mehrere Fahrzeuge zerstört, wie die Polizei heute mitteilte. Bei dem Versuch, den Brand noch im Keim zu ersticken, ging die Kleidung eines 50-jährigen Mitarbeiters des Baustoffhandels in Flammen auf. Der Mann konnte sich mit Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Anwohners der brennenden Kleidung entledigen. Er wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei geht in diesem Fall von einem technischen Defekt als Brandursache aus. (dpa)

Quelle: op-online.de

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