Fingierte Fälle

Untreue Buchhalterin kassiert 317.000 Euro 

Frankfurt - Eine Buchhalterin hat 83 Erstattungsfälle fingiert und damit insgesamt 317.000 Euro auf ihr eigenes Konto umgeleitet. Nun wurde sie zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Trotz einiger Ausreden.

Eine Buchhalterin, die mehr als 317.000 Euro abgezweigt hat, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden - daran hat auch die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Frankfurt nichts geändert. Der Schaden sei einfach zu hoch, um noch eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren vertreten zu können, hieß es am Dienstag im Urteil.

Die ehemalige Mitarbeiterin einer Betriebskrankenkasse hatte zwischen 2006 und Anfang 2011 in 83 Fällen Erstattungsfälle fingiert und die entsprechenden Beträge auf das eigene Konto umgeleitet. Der Schaden für die Kasse belief sich auf mindestens 317.000 Schaden. In erster Instanz war die 54-jährige deshalb vom Amtsgericht Frankfurt zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

Dabei blieb es nun auch in der Berufungsverhandlung beim Landgericht - die wegen Untreue angeklagte Frau kämpfte vergeblich um eine Bewährungsstrafe. Sie hatte auf ihre schwierige Situation verwiesen und erklärt, sie habe eine Krebserkrankung und die Trennung von ihrem Mann hinter sich. Von dem abgezweigten Geld hatte sie Reisen, Motorräder sowie Parfüm und Friseurbesuche bezahlt.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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