Benefiz-Veranstaltung in Büdingen

Drohbrief gegen Spenden-Triathlon mit Flüchtlingen

+
Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag hatte die rechtsextreme NPD in Büdingen mehr als 14 Prozent der Stimmen erhalten

Büdingen - Weil Flüchtlinge kostenlos beim Charity Triathlon im mittelhessischen Büdingen mitlaufen dürfen, haben die Organisatoren der Benefiz-Veranstaltung einen Drohbrief erhalten.

"Kein Asylbetrüger Triathlon in Büdingen. Wenn die starten, gibt's auf die Fresse", kündigen Unbekannte darin an, wie Mitorganisator Markus Reutzel heute sagte. Das Nachrichtenportal "hessenschau.de" hatte zuvor über den Fall berichtet. Nachdem er bereits vor fünf Wochen einen ersten Drohanruf erhalten habe, habe er nun Anzeige erstattet, sagte Reutzel.

Die Durchführung des für den 5. Juni geplanten Wohltätigkeits-Triathlons sei jedoch nicht gefährdet, sagte er. Die Polizei in Friedberg und in Büdingen bestätigte eine entsprechende Anzeige zunächst nicht. Im vergangenen Jahr durften zum ersten Mal Flüchtlinge ohne Startgeld zu bezahlen an der Veranstaltung teilnehmen - acht Sportler nahmen damals das Angebot an. Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben die Integration von Flüchtlingen in der Gesellschaft fördern. Mit dem Erlös der Veranstaltung sollen eine Selbsthilfegruppe für Multiple Sklerose und ein Verein für Kinderbetreuung unterstützt werden.

Büdingen war im Januar wegen eines von Rechten organisierten Fackelmarsches überregional in die Schlagzeilen geraten. Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag hatte zudem die rechtsextreme NPD mehr als 14 Prozent der Stimmen erhalten. In der Kleinstadt gibt es eine der größten Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Hessen. (dpa)

Hunderte protestieren gegen Neonazis in Büdingen

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion