Bündnis in Frankfurt

Aus Vernunftehe wird Liebe: CDU will Grünen treu bleiben

Frankfurt - Deutlich länger als auf Landesebene arbeitet in Frankfurt ein schwarz-grünes Bündnis zusammen. Das soll auch nach der nächsten Kommunalwahl so bleiben, sagt die CDU.

Frankfurts CDU-Chef Uwe Becker will nach der Kommunalwahl 2016 die schwarz-grüne Koalition in Hessens größter Stadt fortsetzen. "Wir sind die erfolgreichste Koalition der Nachkriegsgeschichte in der Stadt", sagte Becker, der auch Kämmerer ist, heute in Frankfurt. Das Bündnis besteht seit 2006. Die CDU werde allerdings keinen Koalitionswahlkampf führen, sondern ihre Positionen deutlich machen. Das Programm für "die wichtigste Wahl für Frankfurt" sollen CDU-Arbeitskreise in Diskussionen mit den Bürgern bis zu einem Themenparteitag Anfang 2016 erarbeiten. Die Koalition habe in der Zusammenarbeit mit SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann "mittlerweile einen professionellen Umgang miteinander gefunden", sagte Becker, der bei der nächsten OB-Wahl für die Union antreten will.

Eine Koalition mit den Sozialdemokraten könne er sich derzeit aber nicht vorstellen. Die Partei sei "sehr ideenlos" und in hohem Maße mit sich selbst beschäftigt. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Becker aus. "Die AfD ist kein denkbarer Partner." Mit den Freien Wählern sehe er in Frankfurt auch kein Potenzial. Der FDP, die am ersten schwarz-grünen Bündnis im Rathaus Römer beteiligt war, wünsche er, "wieder auf starke Beine zu kommen". Der neue Frankfurter CDU-Kreisgeschäftsführer, Michael Stöter (43), will mehr Mitglieder gewinnen. Mit knapp 3000 Mitgliedern sei der Kreisverband bereits jetzt nach Fulda der stärkste in Hessen.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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