Bürgerbefragung

Verkehrssituation und Wohungsmarkt ein Problem

Frankfurt - Die Mainmetropole ist gar nicht so schlecht zum Leben. Das zeigt eine Bürgerbefragung aus dem vergangenen Jahr. Doch die Verkehrssituation und der Wohnungsmarkt sind Gründe wegzuziehen.  

Die meisten Frankfurter leben gern in der größten Stadt Hessens. „Nur jeder Siebte würde lieber woanders wohnen", sagte Dezernent Volker Stein (FDP) heute bei der Vorstellung der Bürgerbefragung für das Jahr 2011. Allerdings sähen immer mehr den Wohnungsmarkt und den Fluglärm als großes Problem.

„Die Verkehrssituation“, antworten nach wie vor die meisten Frankfurter (jeder Vierte) auf die Frage nach dem Hauptproblem ihrer Stadt. Der Wohnungsmarkt (16 Prozent) und der Flughafen (13 Prozent) werden aber stärker als in den Vorjahren als eines der größten Probleme der Hessenmetropole wahrgenommen - sie haben 2011 die Themen Verhältnis von Deutschen zu Ausländern und Kriminalität von den vorderen drei Plätzen verdrängt.

„Flughafen war früher kein Problem“

„Der Wohnungsmarkt ist seit 15 Jahren erstmals wieder unter den Top 3 der größten Probleme“, sagte Stein. Seit dem Abzug der US-Streitkräfte habe das Thema nicht mehr so eine große Rolle gespielt. Zugleich steige die Zahl der Einwohner weiter, im Juni waren es erstmals mehr als 700.000. „Beim Wohnungsangebot ist die Schere zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit weiter auseinandergegangen.“ 46 Prozent äußerten sich unzufrieden, fast ein Viertel mehr als im Vorjahr.

„Der Flughafen ist nie ein großes Problem für die Frankfurter gewesen“, sagte Stein. Dies habe sich mit der neuen Landebahn insbesondere im Süden der Stadt aber deutlich verändert.

Die Kriminalität hält nur noch jeder Zehnte für das wesentliche Problem der fünftgrößten deutschen Stadt (minus vier Prozentpunkte). Gewachsen ist dagegen die Unzufriedenheit mit den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Fünf Prozent der Befragten sehen darin das Hauptproblem, im Vorjahr waren es nur drei Prozent. Schlechter als früher schneidet auch die „Sauberkeit der Luft“ ab. Gut jeder Dritte ist damit unzufrieden (plus acht Prozentpunkte).

Zwei drittel mit ihrer Stadt zufrieden

Gut zwei Drittel der Frankfurter sind nach wie vor mit ihrer Stadt zufrieden. Die ärztliche Versorgung führt diese Skala an, gefolgt von den öffentlichen Verkehrsmitteln. Platz drei teilen sich die Abfallbeseitigung/Müllabfuhr und Parks/Grünanlagen. Über 60 Prozent nennen auch die kulturellen Einrichtungen/Veranstaltungen. Am stärksten gewachsen ist aber die Zufriedenheit mit dem Radwegenetz (um fünf Punkte auf 36 Prozent).

dpa

Quelle: op-online.de

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