Waldreport 2016

BUND kritisiert Waldschutz im Ried und Spessart

Berlin - Die Umweltschutzorganisation BUND sieht teilweise massive Mängel bei der Bewahrung der Wälder - auch in Hessen.

Im hessischen Ried etwa habe es in einem rund zwei Hektar großen Gebiet 2013/2014 einen wahren Kahlschlag gegeben, hieß es in dem heute in Berlin vorgestellten Waldreport 2016 des Verbandes. Dabei seien in dem Schutzgebiet nach der Flora- Fauna-Habitat-Richtlinie der EU (FFH) alter Baumbestand abgeholzt und auch Bodenvegetation vollständig beseitigt worden. Es gehe dem Landesbetrieb Hessen-Forst dort nicht um die Erhaltung des Waldes, sondern um die Schaffung "eines Wirtschaftswaldes mit maximaler Ertragsperspektive".

Kritisch äußerte sich der BUND auch zum Verhalten des Forstamtes Jossgrund im hessischen Spessart. Dort gebe es gravierende Wildschäden, trotzdem werde der Abschlussplan für Rotwild in der Gegend nicht erhöht. Der Wald werde nachrangig behandelt und diene nur "als Kulisse für viel zu viele Hirsche und jagdliche Freuden". (dpa)

Quelle: op-online.de

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