Kritik an Skandal-Rapper

Bushido: Hahn fordert „Aufruhr der Anständigen“

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Wiesbaden - Der Ghetto-Rapper Bushido erregt mit seinem neuen Lied „Stress ohne Grund" weiter die Gemüter. Nun hat sich auch der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) zu Wort gemeldet.

Mit seinem heftig umstrittenen Song „Stress ohne Grund" hat Rapper Bushido nach Ansicht von Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) das Anrecht auf den Titel eines Bambi-Preisträgers verwirkt. Der Burda-Verlag sei ein Risiko eingegangen, als der Skandalmusiker 2011 den Bambi-Preis für Integration erhielt, sagte Hahn (FDP) gegenüber einem Nachrichtenportal. „Ein so renommierter Verlag wie Burda darf sich deshalb nicht einfach wegducken, sondern sollte die Verantwortung übernehmen", forderte der Minister.

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Gerade im Integrationsbereich gebe es viele Vereine, Persönlichkeiten und Institutionen, die täglich für ein Miteinander arbeiteten. „Eine Geste in diese Richtung wäre von Burda sicherlich nicht falsch", wird der FDP-Politiker zitiert. Hahn forderte angesichts der schwulenfeindlichen Passagen sowie Tötungs- und Gewaltfantasien des Rappers zur Gegenwehr auf: „Ich möchte einen Aufruhr der Anständigen haben", sagte er einem hessischen Radiosender. Bushido wolle mit seinem Text nicht nur Geld verdienen, sondern auch Politik machen. „Das ist ungehörig und das darf man nicht!", ärgerte sich Hahn: „Alles das passt nicht unser Weltbild hinein."

Auch andere Politiker und Prominente reagierten empört: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit kündigte gar an, den Rapper anzuzeigen. Der Sänger Heino forderte gar,Bushido ins Gefängnis oder in die Psychiatrie einzusperren.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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