Einnahmen in Hessen bei 82 Millionen Euro

Bußgelder gehen leicht zurück

Kassel -   Auf dem Land wird gerast und in den Städten falsch geparkt - dennoch haben Autofahrer 2014 in Hessen weniger Bußgeld bezahlt als in den Jahren zuvor. In Frankfurt aber stiegen die Bußgelder.

Die Einnahmen der Zentralen Bußgeldstelle (ZBS) im Regierungspräsidium Kassel sanken im vergangenen Jahr auf 62,9 Millionen Euro, wie Regierungspräsident Walter Lübcke gestern sagte. 2013 waren es noch 64,2 Millionen Euro gewesen, im Jahr davor sogar 67,7 Millionen Euro. Ein Grund für den Rückgang: Einige fest installierte Blitzer wurden außer Betrieb genommen, und auch einige mobile Blitzer wurden nicht eingesetzt. Die Ausgaben der ZBS blieben mit rund fünf Millionen Euro in etwa konstant.

Die ZBS ist für ganz Hessen zuständig, außer für die Stadt Frankfurt. Die Mainmetropole nahm laut städtischem Ordnungsamt im vergangenen Jahr rund 19 Millionen Euro ein und damit 1,4 Millionen Euro mehr als 2013. Die Zahl der in der ZBS eingegangenen Anzeigen blieb mit 1,24 Millionen etwa gleich (2013: 1,25 Millionen). Gut zwei Drittel davon (68 Prozent) waren wegen zu schnellen Fahrens, knapp jeder fünfte (19 Prozent) wegen Falschparkens.

Mehr Anzeigen im Rhein-Main Gebiet als in Nordhessen

Insgesamt gebe es mehr Anzeigen aus dem Rhein-Main-Gebiet als aus Nordhessen, dies liege aber vor allem an der höheren Verkehrsdichte. Während auf dem Land vor allem zu schnell gefahren wird, gibt es in den Städten viele Falschparker und überfahrene rote Ampeln - letztere 2014 besonders in Gießen.

In Frankfurt, das eine eigene Bußgeldstelle hat und deshalb nicht in die Bilanz des RP Kassel einfließt, wurden im vergangenen Jahr rund 955 000 Anzeigen geschrieben und damit 50 000 mehr als 2013. Der Großteil der Anzeigen bezog sich auf Falschparker, nämlich etwa 760 000 und damit 60 000 mehr als 2012. Dagegen gingen die Geschwindigkeitsverstöße um 20. 000 auf 151. 000 und die Zahl der bei Rot überfahrenen Ampeln um 850 auf 6500 zurück.

Die ZBS beklagte, dass immer mehr Verkehrssünder versuchen, sich über dubiose Schreiben aus der Verantwortung zu ziehen. „Oft werden lange Antworten aus dem Internet geladen. Damit kommt keiner davon“, sagte Dombois. Zudem verzeichnete die ZBS mehr Täuschungsversuche. So würde ein falscher Fahrer angegeben. „Das ist nicht zulässig und wird an die Staatsanwaltschaft weitergegeben“, betonte sie. 

dpa

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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