Chemie-Unfall im Industriepark Griesheim

Entwarnung nach Austritt von gefährlicher Salzsäure

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Der Industriepark Griesheim in der vergangenen Nacht. Weitere Motive vom Einsatz finden Sie in der Bildergalerie.

Frankfurt-Griesheim - Im Industriepark Griesheim in Frankfurt ist heute Morgen bei einem Unfall Salzsäure freigesetzt worden. Verletzt wird niemand.

Bei einem Chemieunfall im Industriepark Griesheim in Frankfurt ist heute am frühen Morgen Salzsäure freigeworden. Wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung wurde die Bevölkerung in den anliegenden Stadtteilen mit Sirenen gewarnt und aufgefordert, in den Gebäuden zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsgeräte abzuschalten. Nach rund drei Stunden gab es Entwarnung. Verletzt wurde niemand, ein Anwohner begab sich vorsorglich mit Atemwegsreizungen in ärztliche Behandlung, wie die Feuerwehr mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich in einem Unternehmen, das Vorprodukte für Pflanzenschutzmittel und Kunststoffe herstellt, wie der Industriepark auf seiner Homepage mitteilte. Bei dem ausgetretenen Stoff handelte es sich laut Feuerwehr um ein chemisches Vorprodukt, das an der Luft zu Salzsäure reagiert. Salzsäure ist eine ätzende Flüssigkeit, die stechend riecht.

Die Substanz sei im Inneren eines Gebäudes ausgetreten, wodurch sich die Dämpfe kaum in der Luft verbreiten konnten. Mit einem Wassernebel sei der Stoff in der Luft gebunden worden. Messungen im Umkreis hätten keine bedenklichen Werte ergeben, offenbar sei keine Salzsäure ins Freie gelangt. "Es hat zu keiner Zeit Lebensgefahr bestanden", sagte ein Feuerwehrsprecher. Der betroffene Firma äußerte sich auf der eigenen Homepage zu den Vorfällen. „Die Firma WeylChem bittet die Anwohner und Nachbarn für die entstandene Beeinträchtigung um Entschuldigung“, steht dort geschrieben.

Bilder: Chemie-Unfall im Industriepark Griesheim

dpa/dani

Quelle: op-online.de

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