Chronologie: Todesschüsse aus der Dienstwaffe

Bei Polizeieinsätzen in Hessen sind in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen getötet worden. Die Staatsanwaltschaft muss dabei stets klären, ob der Einsatz der Dienstwaffe gerechtfertigt war.

Mai 2011: Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung in einem Frankfurter Jobcenter hat eine Polizistin eine Frau niedergeschossen und tödlich verletzt. Die Frau soll zuvor einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und in den Arm und den Bauch gestochen haben.

Juli 2010: Polizisten erschießen in Frankfurt einen Mann, der sie mit einem Schwert attackiert hatte. Der 38-Jährige hatte nach ersten Ermittlungen selbst die Beamten alarmiert.

Januar 2010: Zwei Polizisten feuern im Hof eines Frankfurter Krankenhauses auf einen 28-Jährigen und verletzen ihn tödlich. Der Mann hatte die Beamten zuvor mit einem Messer attackiert.

November 2009: Ein 48 Jahre alter Mann wird in Frankfurt von zwei Polizeikugeln getötet. Er hatte wegen eines Unterhaltsstreits an der Haustür seiner Ex-Frau im Stadtteil Nieder-Eschbach randaliert und auf die von Nachbarn herbei gerufene Streife gezielt. Einer der beiden Polizisten wurde dabei schwer verletzt.

Dezember 2007: Ein depressiver 66 Jahre alter Mann wird am späten Heiligabend von Beamten eines Sondereinsatzkommandos (SEK) in Heppenheim erschossen. Der Mann hatte sich in der Küche verbarrikadiert, mit einem Sprung aus dem fünften Stock und einem Blutbad gedroht. Als das SEK nach Stunden die Wohnung stürmte, bedrohte der Mann die Beamten mit Messern. Dabei kam es zu den tödlichen Schüssen

August 2006: Auf einer Baustelle in Fürth im Odenwald wird ein 55 Jahre alter Randalierer erschossen, nachdem er die Besatzung eines Streifenwagens mit einer Axt angegriffen hatte.

August 2006: Ein Polizist erschießt in Gersfeld in der Rhön einen wegen Raubes gesuchten 28-Jährigen. Ein Einsatzkommando wollte den Russlanddeutschen in seiner Wohnung festnehmen. Der Mann kam den Beamten mit vorgehaltener Pistole entgegen.

Mai 2006: In Hanau wird ein Bankräuber von der Polizei erschossen, nachdem er auf seiner Flucht einen Beamten schwer verletzt hatte.

Juni 2004: Bei einem Schusswechsel in Schöneck bei Hanau erschießt ein Polizist einen Bankräuber. Als Beamte den Mann stellen, der mit 20.000 Euro Beute zu Fuß geflüchtet ist, schoss der Räuber.

Januar 2004: Bei einer Verkehrskontrolle in Frankfurt werden zwei Männer von Polizisten erschossen. Die beiden 22 und 31 Jahre alten Deutschen sollen das Feuer eröffnet und auf einen der Zivilbeamten geschossen haben.

Quelle: op-online.de

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