Belastungstest für den Rasen

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Der Rasen in der Commerzbank Arena in Frankfurt muss derzeit öfter ausgetauscht werden.

Frankfurt ‐ Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft, Kongress der Zeugen Jehovas am vergangenen Wochenende, Konzert von U 2, Boxkampf von Vitali Klitschko, Europameisterschaft der Footballer und natürlich Spiele der Frankfurter Eintracht - die Commerzbank Arena im Frankfurter Stadtwald ist gefragt wie nie. Von Peppi Schmitt

Die vielen Veranstaltungen lassen es in den Kassen klingeln, aber sie verursachen bei den Verantwortlichen auch ein wenig Kopfzerbrechen. Es ist der Rasen in der Arena, der gelitten hat in den vergangenen Wochen, in den nächsten Wochen weiter leiden wird und doch gerade für die Eintracht in gutem Zustand sein soll und muss. Und so wird in diesen Tagen ungefähr die Hälfte des Rasens ausgetauscht. Kostenpunkt: 40 000 Euro.

An den nächsten beiden Wochenenden werden nun Spiele der Football-EM auf dem „halbneuen“ Rasen ausgetragen. „Das ist aber nicht vergleichbar mit den früheren Spielen von Galaxy“, sagt Stadion-Chef Patrik Meyer, „bei der EM sind es Amateurspieler, die Noppenschuhe tragen“. Der Rasen soll also nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen werden wie einst bei den Football-Profis aus den USA. Schließlich soll er fürs Freundschaftsspiel der Eintracht gegen den FC Chelsea am 1.August in guter Verfassung sein.

Ein weitere Belastungsprobe ist dann das Konzert von U 2 am 10. August. Nach solchen Megakonzerten geht erfahrungsgemäß mit Fußball nicht mehr viel. Erinnert sei an den Alptraum aller Beteiligten, als vor zwei Jahren ein Spiel der Eintracht gegen Karlsruhe nach einem Konzert von Madonna abgesagt werden musste. Das soll nicht mehr passieren. Deshalb wird der Rasen nur zwei Tage nach dem Konzert komplett neu verlegt, was die Arena-Betreiber wieder rund 100 000 Euro kostet. „Die Kosten müssen durch die Einnahmen der Veranstaltungen getragen werden“, sagt Meyer. In der Vergangenheit hat das gut klappt.

Doch in diesem Sommer sind die Belastungen besonders hoch. Am 28. August bestreitet die Eintracht ihr erstes Heimspiel gegen den Hamburger SV und am 11. September boxt Wladimir Klitschko in der Arena gegen Alexander Povetkin um die Weltmeisterschaft. 54 000 Zuschauer sollen zum Boxkampf kommen, einige Tausend davon werden im Innenraum auf dem Rasen untergebracht, direkt am Ring. Patrik Meyer geht davon aus, „dass wir mit einer leichten Abdeckung den Rasen schützen und schonen können.“

Bis zum zweiten Heimspiel der Eintracht bleibt nach dem Klitschko-Kampf noch eine Woche Zeit, das Grün wieder in Ordnung zu bringen. Viel los also im Frankfurter Stadion. Und viel zu tun.

Quelle: op-online.de

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