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Coronavirus in Hessen: Absage der schriftlichen Haupt- und Realschulprüfungen droht - „Unmöglich“

Die Lehrergewerkschaft fordert die Absage der schriftlichen Haupt- und Realschulprüfungen und das Land veröffentlicht die neusten Corona-Zahlen.

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+++ 13.28 Uhr: Die schriftlichen Prüfungen für den Haupt- und Realschulabschluss sollten nach einer Forderung der hessischen Lehrergewerkschaft GEW in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt werden. „Der Abschluss sollte stattdessen ausnahmsweise ausschließlich auf der Grundlage der erzielten Zeugnisnoten sowie der bereits geleisteten Präsentationsprüfungen vergeben werden“, erklärte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am Mittwoch in Frankfurt.

Die schriftlichen Abiturprüfungen hatten in Hessen unter strengen Hygienevorschriften noch stattgefunden. „Ob unter den gegebenen, extrem erschwerten Bedingungen faire Abiturprüfungen für alle Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden können, muss sich noch zeigen“, gab die GEW-Landesvorsitzende Maike Wiedwald zu Bedenken. „Für die im Mai anstehenden schriftlichen Prüfungen für den Hauptschulabschluss und für den mittleren Abschluss halten wir dies aber für unmöglich.“

Hauptproblem sei, dass sich die Schüler seit drei Wochen nicht im regulären Unterricht auf diese Prüfungen hätten vorbereiten können. Nach Einschätzung der GEW kann das nicht durch Hausaufgaben kompensiert werden. „Gerade bei Schulen in einem schwierigen sozialen Umfeld ist davon auszugehen, dass für viele Schülerinnen und Schüler ein erfolgreiches Lernen zu Hause nicht möglich ist“, erklärte Wiedwald. Die zentralen Abschlussprüfungen in den Haupt- und Realschulen sind für 11. bis 15. Mai geplant.

Coronavirus in Hessen: Die aktuellen Zahlen – Politiker leisten sich peinlichen Fauxpas

+++ 11.51 Uhr: Heute Mittag sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über eine mögliche Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen. Dabei wird auch die Öffnung der Schulen in ganz Deutschland ein Thema sein. Schulen und Kitas sind seit Mitte März aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie geschlossen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) möchte eine schrittweise Öffnung der Schulen, beginnend mit den Abschlussklassen

Update vom Mittwoch, 15.04.2020, 9.58 Uhr: Firmen in Hessen können ab heute die KfW-Schnellkredite bei ihrer Hausbank beantragen. Die Förderbank KfW und der Staat übernehmen 100 Prozent des Ausfallrisikos dieser Kredite. Bei den Anträgen soll es keine lange Prüfung geben, die Banken sollen sie schnell durchwinken. Ausgezahlt wird das Geld dann wohl ab dem 28.04.2020. 

Für Unternehmen von 11 bis 49 Mitarbeitern gibt es maximal 500.000 Euro, für Unternehmen ab 50 Mitarbeitern 800.000 Euro. Ein paar Einschränkungen gibt es aber. Die Firmen, die einen Kredit beantragen, dürfen bis zum 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten gewesen sein und dürfen keine Insolvenzanträge am Laufen haben. Das Unternehmen muss zudem im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre einen Gewinn erwirtschaftet haben. 

Coronavirus in Hessen: Die aktuellen Zahlen – Politiker leisten sich peinlichen Fauxpas

+++17.42 Uhr: In Zeiten des Coronavirus haben sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) beim Besuch des Uni-Klinikums in Gießen einen Fauxpas erlaubt. Beide standen eng beieinander im Aufzug - trotz der Abstandsregeln wegen des Corona- Kontaktverbots

Kurze Zeit später war auch den Politikern der Schnitzer aufgefallen. „Da muss man nicht groß drumherum reden: Das hätte nicht passieren dürfen. Auch wenn alle Mundschutz tragen, in diesem Aufzug stehen zu viele Menschen“, sagte der hessisiche Regierungssprecher Michael Buser zu dem Corona-Fauxpas

Coronavirus in Hessen: Nicht jeder hält sich an das Corona-Kontaktverbot

+++ 17.11 Uhr: Nicht alle Hessen haben sich über Ostern an das Kontaktverbot angesichts der Corona-Pandemie gehalten. Wie das Innenministerium mitteilte mussten pro Tag rund 300 Strafen gegen Personengruppen ausgesprochen werden. Sie hatten das Kontaktverbot missachtet. Hinzu kamen noch täglich circa 25 Verstöße gegen die Corona-Regelungen zu Schließungen, beispielsweise von Bars und Restaurants in Hessen. 

Innenminister Peter Beuth ist dennoch sehr zufrieden, denn die meisten Hessen: „ haben friedlich Ostern gefeiert. Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis. Die hessische Polizei hat über die Osterfeiertage viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten“, erklärte er in einer Pressemitteilung.

Coronavirus in Hessen: Das sind die aktuellen Zahlen

+++ 16.17 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Dienstag (14.04.2020, Stand 10:30 Uhr) 6179 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 86 Fälle mehr als am Vortag (Montag, 13.04.2020).

Die Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg auf 147. Ein Anstieg von 11 im Vergleich zum Montag.

  • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 268, Todesfälle 1
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 298, Todesfälle 5
  • Landkreis Fulda - Infizierte 264, Todesfälle 5
  • Landkreis Gießen - Infizierte 185, Todesfälle 0
  • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 305, Todesfälle 3
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 173, Todesfälle 9
  • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 212, Todesfälle 2
  • Landkreis Kassel - Infizierte 214, Todesfälle 8
  • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 304, Todesfälle 9
  • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 220, Todesfälle 0
  • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 368, Todesfälle 7
  • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte  190, Todesfälle 4 
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 159, Todesfälle 1 
  • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 200, Todesfälle 23
  • Landkreis Offenbach - Infizierte 345, Todesfälle 14
  • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 176, Todesfälle 2 
  • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 349, Todesfälle 17
  • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 100, Todesfälle 4 
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 112, Todesfälle 2 
  • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte  98, Todesfälle 2 
  • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 206, Todesfälle 5 
  • Stadt Darmstadt - Infizierte 118, Todesfälle 0 
  • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 862, Todesfälle 13 
  • Stadt Kassel - Infizierte 149, Todesfälle 3
  • Stadt Offenbach 54, Todesfälle 2
  • Stadt Wiesbaden - Infizierte 250, Todesfälle 6 
  • Die Stadt Frankfurt hat weiterhin die meisten Coronavirus-Infektionen zu verzeichnen. Doch der stärkste Anstieg hinsichtlich der Infektionen liegt im Odenwaldkreis, eine besonders betroffene Region. Hier sind insgesamt 200 Menschen infiziert, ein Anstieg von 13 innerhalb eines Tages. Im Odenwaldkreis starben bisher auch die meisten Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19.

    Corona in Hessen: Volker Bouffier und Jens Spahn zu möglichen Lockerungen

    +++ 14.24 Uhr: In Hessen war der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Gast beim Corona-Kabinett. Bei einer Abschließenden Pressekonferenz unterstrich Spahn, dass es im Hinblick auf Lockerungen besonders wichtig sei, abzuwägen zwischen Gesundheitsschutz und der Wirtschaft.

    Auch Ministerpräsident Volker Bouffier machte noch einmal Angaben zu potenziellen Lockerungen der C orona-Beschränkungen in Hessen. Er unterstrich noch einmal, dass er die Empfehlungen der Leopoldina nicht überzeugend fand. Statt erst die Grundschulen zu öffenen, plane er, mit den Abschlussklassen zu beginnen. Denn bei älteren Schülern könnten die wichtigen Hygienemaßnahmen besser durchgesetzt werden. 

    Im Hinblick auf Ladenöffnungen im Einzel- und Großhandel gibt sich der Ministerpräsident offen. Welche Läden genau öffnen dürften, würde morgen besprochen, bei dem Treffen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Coronavirus in Hessen: Bouffier zu Lockerung der Corona-Maßnahmen

    +++ 12.45 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier hält Lockerung der Corona-Beschränkungen in Hessen für möglich. Bei seinem Besuch mit Jens Spahn am Uniklinikum Gießen sagte er, es könne zwar nicht "frühlingshaft" alles wieder geöffnet werden, aber er sehe die Möglichkeit für Lockerungen im Einzelhandel.

    Einen Vorschlag der Leopoldina steht der Ministerpräsident von Hessen allerdings kritisch gegenüber: Die Nationale Akademie der Wissenschaften hatte empfohlen, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen. Dabei müssten die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Bouffier kann sich nicht vorstellen, dass Hessen diesen Weg gehen werde.

    Coronavirus in Hessen: Bad Hersfelder Festspiele abgesagt

    +++ 12.20 Uhr: Die Bad Hersfelder Festspiele finden wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht statt. Das haben Stadt und Intendanz jetzt mitgeteilt. Ausgerechnet die 70. Jubiläumssaison des Theaterfestivals wird in diesem Jahr ausfallen. Unsicherheiten bestehen außerdem wegen den finanziellen Folgen.

    „Das trifft uns alle sehr hart“, unterstreicht Bürgermeister Thomas Fehling in der Pressemitteilung, „die Festspiele sind im Sommer das Herz unserer Stadt, es ist unfassbar, dass es gerade im Jubiläumsjahr, in dem ganz besonders gefeiert werden sollte, stillsteht. Für die Hotels, die Gastronomiebetriebe, die vielen Geschäfte und unsere Stadt ist die Absage katastrophal, die Festspiele sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Bad Hersfeld.“

    Coronavirus in Hessen: Jens Spahn in Gießen

    +++ 10.23 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie informiert sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die Lage in Hessen. Am heutigen Dienstag (14.04.2020) ab 9.30 Uhr ist der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Gast beim Uniklinikum Gießen und Marburg. Auch Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister von Hessen Kai Klose werden dabei sein, sowie, laut der Hessischen Staatskanzlei, der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun.

    Mit Ärzten, Studenten und dem Pflegepersonal werde über die Corona-Krise und damit einhergehende Herausforderungen gesprochen. Außerdem wird die aktuelle Lage in Hessen zentrales Thema beim Besuch des Gesundheitsministers Jens Spahn beim Uniklinikum Gießen und Marburg sein.

    Corona-Krise in Hessen: Straßenbauprojekte nicht in Gefahr

    Update von Dienstag, 14.04.2020, 07.30 Uhr: Trotz der Corona-Krise sollen die hessischen Straßenbauprojekte nicht in Gefahr sein. „Unsere Investitionen in den Ausbau und die Sanierung laufen wie geplant weiter“, sagte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. „Mehr als eine Milliarde Euro sollen in diesem Jahr in hessische Straßen fließen. Daran halten wir fest.“

    Corona in Hessen: Ein Kreis meldet starken Anstieg der Todesfälle innerhalb eines Tages

    +++ 16.21 Uhr: Im Odenwaldkreis sind innerhalb von 24 Stunden fünf Menschen in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Dies geht aus den Zahlen hervor, die der Kreis am Montag (13.04.2020) veröffentlichte. Damit bleibt der Odenwald weiterhin die Region in Hessen, die das Coronavirus Sars-CoV-2 am stärksten trifft.

    Besonders Alte und Schwache sind betroffen: Von den nun insgesamt 28 Corona-Toten im Kreis, kamen 20 aus Pflegeheimen. 192 Infizierte aus dem Odenwald sind den Behörden bekannt, 27 werden im Krankenhaus behandelt. Auf der Intensivstation ligen sieben Menschen.

    Die Zahlen aus dem stark betroffenen Odenwaldkreis machen deutlich, dass die offiziellen Zahlen des Hessischen Ministerium für Soziales und Integration oft hinterherhinken. Das Minsterium gibt die Zahl der Infizierten im Kreis mit 187 und die Todesfälle mit 22 an.

    Coronavirus in Hessen: Sozialministerium mit offiziellen Zahlen

    +++ 16.00 Uhr: In Hessen verbreitet sich das Coronavirus Sars-CoV-2 weiter. Dies belegen die offiziellen Zahlen des Hessischen Sozialministeriums. Demnach gab es am Ostermontag (13.04.2020) 6093 Infizierte, am Vortag waren es 90 weniger. Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 136.

    Coronavirus in Hessen: Viele Infizierte in Frankfurt

    Mit großem Abstand hat die Stadt Frankfurt weiterhin die meisten Menschen, die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind. Im Odenwaldkreis starben die meisten Covid-19-Patienten.

    Die Zahlen des Hessischen Sozialministeriums unterscheiden sich – teils stark – von den Veröffentlichungen der zuständigen Kreise und Städte. Nach Ostern ist mit einem stärkeren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da es bei der Übermittlung der Fälle über die Wochenenden zu Verzögerungen kommen kann.

    +++ 14.18 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind 3700 Menschen in Hessen, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben, wieder genesen. Damit sind mehr als die Hälfte der Corona-Patienten in Hessen wieder gesund – das Hessische Sozialministerium bezifferte die Gesamtzahl der Infizierten auf 6003 (Zahlen vom 12.04.2020).

    Corona-Krise: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besucht Hessen

    +++ 13.04.2020, 12.04 Uhr: Am Dienstag (14.04.2020) wird der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zusammen mit Volker Bouffier und dem Gesundheitsminister von Hessen Kai Klose das Uniklinikum Gießen und Marburg besuchen. Jens Spahn wird dort mit Ärzten, Studenten und dem Pflegepersonal über die Corona-Krise und damit einhergehende Herausforderungen sprechen, so eine Pressemitteilung.

    Anschließend wird der Ministerpräsident von Hessen eine digitalen Pressekonferenz abhalten. Schwerpunkt werden die Erwartungen von Volker Bouffier an die kommenden Gespräche von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder sein. Am Mittwoch (15.04.2020) wird über das weitere Vorgehen angesichts der Corona-Pandemie beraten.

    Corona in Hessen: Großteil hält sich ans Kontaktverbot 

    +++  17.07 Uhr: Wegen Corona ist Ostern 2020 ganz anders als sonst. Es stellt die Menschen in Hessen auf die Probe. Doch trotz Ausflugswetters hielten sich nach Angaben der Polizeidirektionen in Hessen die meisten Menschen an die Kontaktbeschränkungen, die wegen des neuartigen Coronavirus verhängt worden waren. „Der Großteil verhält sich absolut vorbildlich“, sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Natürlich gebe es permanent Anrufe, größere Sachen seien aber nicht dabei, hieß es in Darmstadt. Auch in Wiesbaden meldeten die Beamten immer wieder Hinweise, es sei aber „alles ruhig“.

    Corona in Hessen: Kirchenvertreter sprechen Menschen in Hessen Mut zu angesichts der Corona-Krise

    Hohe Kirchenvertreter haben in der Corona-Krise den Gläubigen in Hessen zu Ostern Mut zugesprochen und Hoffnung gemacht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, sagte sogar, die Krise könnte zum "Glücksfall der Geschichte" werden. „Hoffentlich lehrt uns diese Krise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind“, sagte der Bischof am Sonntag in einer Ostermesse im Limburger Dom nach einem vorab von der DBK verbreiteten Predigttext. Wegen der Corona-Epidemie und der Ansteckungsgefahren blieben die Kirchen am Osterwochenende leer - Gottesdienste wurden unter anderem im Internet übertragen.

    Corona in Hessen: Mehr Infizierte über Ostern - ein Landkreis meldet besonders viele Todesfälle

    +++ 12.04.2020, 15.25 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter im Bundesland Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Ostersonntag (12.04.2020) 6003 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 188 Fälle mehr als am Vortag (Samstag, 11.04.2020). Von Freitag auf Samstag hatte es 138 neue Fälle gegeben.

    Bei den Todesfällen in Hessen vermeldet das Ministerium am Sonntag (12.04.2020) 133. Im Vergleich zum Samstag sind das 13 mehr. Insgesamt sind in Deutschland inzwischen 2673 Menschen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Hier die aktuellen Corona-Zahlen der Kreise Hessens in der Übersicht: 

    • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 260, Todesfälle 1 
    • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 292 Todesfälle 5 
    • Landkreis Fulda - Infizierte 263, Todesfälle 5 
    • Landkreis Gießen - Infizierte 185, Todesfälle 0 
    • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 305, Todesfälle 3 
    • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 160, Todesfälle 8 
    • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 211, Todesfälle 2 
    • Landkreis Kassel 197, Todesfälle 6 
    • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 294, Todesfälle 6 
    • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 216, Todesfälle 0 
    • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 355, Todesfälle 6 
    • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte  190, Todesfälle 4 
    • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 154, Todesfälle 1 
    • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 187, Todesfälle 22 
    • Landkreis Offenbach - Infizierte 321, Todesfälle 11 
    • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 176, Todesfälle 2 
    • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 340, Todesfälle 16 
    • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 100, Todesfälle 4 
    • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 112, Todesfälle 1 
    • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte  81, Todesfälle 2 
    • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 204, Todesfälle 5 
    • Stadt Darmstadt - Infizierte 116, Todesfälle 0 
    • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 837, Todesfälle 12 
    • Stadt Kassel - Infizierte 146, Todesfälle 3
    • Stadt Offenbach 54, Todesfälle 
    • Stadt Wiesbaden - Infizierte 247, Todesfälle 6 

    Besonders viele Infizierte gibt es in der Stadt Frankfurt am Main, danach kommen der Main-Kinzig-Kreis und der Schwalm-Eder-Kreis sowie der Landkreis Offenbach und Groß-Gerau. Die meisten Todesfälle gibt es mit 22 Toten im Odenwaldkreis in Südhessen. 

    Nach Ostern ist mit einem stärkeren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da es bei der Übermittlung der Fälle über die Wochenenden zu Verzögerungen kommen kann.

    Corona in Hessen: Mann aus Bad Nauheim besorgt Schutzausrüstung im Wert von 500.000 Euro 

    +++ 12.04.2020, 14.05 Uhr: Großzügige Spende im Kampf gegen Corona in Hessen: Ein Unternehmer aus Bad Nauheim im Wetteraukreis hat Schutzkleidung im Wert von 500.000 Euro gespendet. Wie die Hessenschau am Ostersonntag berichtet, wollte der Unternehmer Thomas Wolf helfen. Er lebt und arbeitet seit Jahren in Asien und schickte von dort aus Corona-S chutzmasken und -Kleidung in seine Heimat. Die erste Fuhre bekommt das Krankenhaus in Lich

    Corona in Hessen: Fahrschulen leiden unter Corona-Krise 

    +++ 12.4.2020, 7.45 Uhr: Die Corona-Krise hat auch die etwa 1000 Fahrschulen in Hessen hart getroffen. „Das gab es noch nie, dass man von heute auf morgen abschließen muss und damit von heute auf morgen keine Umsätze mehr generiert werden“, sagt Frank Dreier, der Vorsitzende des Landesverbands der hessischen Fahrlehrer. 

    Das sei eine enorme Kraftanstrengung für die Branche. „Besonders hart trifft es Betriebe, die vor der Krise große Investitionen gemacht haben oder die gerade erst eröffnet haben und noch keine Chancen hatten, Rücklagen zu bilden.“

    Corona in Hessen: Polizei verstärkt an Ostern Präsenz - hier wird kontrolliert 

    +++ 16.27 Uhr: Die Menschen in Hessen halten sich in der Corona-Krise nach Beobachtungen der Polizei weitgehend an die erlassenen Kontaktverbote im Zuge des Coronavirus. Mehrere Polizeipräsidien in größeren Städten Hessens meldeten am Samstag (11.04.2020) auf Anfrage, dass es keine Anhäufung von Verstößen oder Besonderheiten gebe. „Die Bürger halten sich weitgehend an die Regeln. Es gibt keine Auffälligkeiten. Das ist erfreulich“, sagte etwa ein Sprecher der Frankfurter Polizei. 

    Covid19 in Hessen: Hier kontrolliert die Polizei jetzt verstärkt wegen Corona

    Die Polizei kontrolliert am Osterwochenende verstärkt auch in Parks, Grünanlagen und an Ausflugszielen. In Hessen gilt seit ein paar Tagen ein Bußgeldkatalog, mit dem Verstöße gegen das Kontaktverbot geahndet werden können. Wer sich nicht an die strengen Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie hält, dem droht ein Bußgeld zwischen 200 und 5000 Euro. Hessen, die am Samstag noch Einkäufe für die Feiertage zu erledigen hatten, mussten zum Teil viel Geduld mitbringen. Vor Supermärkten bildeten sich mitunter lange Schlangen mit wartenden Kunden, so etwa in der Frankfurter Innenstadt.

    Corona in Hessen: Die tagesaktuellen Fallzahlen

    +++ 14.46 Uhr: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiter in Hessen aus, mittlerweile gibt es 5815 bestätigte Corona-Infektionen im Bundesland, teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Samstagmittag (11.04.2020) mit. Das sind 138 neue Fälle im Vergleich zum Vortag – von Donnerstag auf Freitag waren zuletzt 293 neue Fälle gemeldet worden, am Tag davor 270.

    Hinsichtlich der durch die Corona-Krise in Hessen bedingten Todeszahlen vermeldete das Ministerium einen Anstieg um acht Covid-19-Todesfälle. Insgesamt sind nun 120 Menschen an den Folgen der Lungenkrankheit in Hessen gestorben. An den vergangenen vier Tagen lagen die Zahlen der Infizierten und der Todesfälle höher. Bundesweit sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 2544 Menschen gestorben, 117.658 haben sich infiziert. Hier die aktuellen Corona-Zahlen der Kreise Hessens in der Übersicht:

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 259, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 290, Todesfälle: 5
  • Kreis Fulda – Infizierte: 262, Todesfälle: 5
  • Kreis Gießen – Infizierte: 181, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 300, Todesfälle: 3
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 152, Todesfälle: 7
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 211, Todesfälle: 2
  • Kreis Kassel – Infizierte: 170, Todesfälle: 5
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 294, Todesfälle: 6
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 215, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 328, Todesfälle: 5
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 184, Todesfälle: 4
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 154, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 182, Todesfälle: 22
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 314, Todesfälle: 10
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 176, Todesfälle: 1
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 328, Todesfälle: 16
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 100, Todesfälle: 2
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 112, Todesfälle: 1
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 66, Todesfälle: 1
  • Wetteraukreis – Infizierte: 193, Todesfälle: 3
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 114, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 796, Todesfälle: 10
  • Stadt Kassel – Infizierte: 136, Todesfälle: 2
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 53, Todesfälle: 2
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 245, Todesfälle: 6
  • Weiterhin stark von der Corona-Krise in Hessen ist demnach der Odenwaldkreis betroffen: Dort gibt es vier weitere Todesfälle und nun insgesamt 22. Auch der Kreis Fulda meldete zwei neue Covid-19-Tote.

    Corona in Hessen: Fahrradinitiativen fordern mehr Platz für Radler

    +++ 13.55 Uhr:In der Corona-Krise meiden auch in Hessen viele Bus und Bahn und suchen Alternativen: Fahrradinitiativen in Kassel fordern nun, angesichts der Corona-Krise mehr Platz für Radler auf den Straßen zu schaffen. „Um der Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Weg zu gehen, setzen viele Menschen auf das Fahrrad als Transportmittel“, teilten der Kasseler Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sowie die Initiative Radentscheid Kassel am Samstag (10.04.2020) mit. Das führe auf stark frequentierten Wegen dazu, dass die Corona-Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, „insbesondere auf den im Stadtgebiet häufig anzutreffenden schmalen gemischten Geh- und Radwegen“. 

    Es gebe bereits Beispiele aus anderen Städten, um die Situation zu entschärfen und die Wege „infektionssicher“ zu machen. Dabei würden etwa Straßen, auf denen derzeit weniger Autos unterwegs seien, temporär zu Radwegen umgewidmet. Das Ausweisen von temporären geschützten Radfahrstreifen - „Popup-Bikelanes“ - sei angesichts der aktuellen Lage „rechtlich einwandfrei umsetzbar, analog zu Busspuren für den Schienenersatzverkehr“. Ein ähnliches Projekt gibt es bereits in der österreichischen Hauptstadt Wien. Dort ist seit Freitag (10.04.2020) mehr Platz für Fahrradfahrer und Fußgänger vorgesehen, wie ein Beitrag von „Radio Wien“ auf Twitter zeigt.

    Corona in Hessen: Polizei erhöht an Ostern Präsenz in Parks

    +++ 10.10 Uhr: Das Oster-Wochenende ist angebrochen, auch nach den Feiertagen haben viele Menschen in Hessen trotz oder gerade wegen der Corona-Krise frei: Die Polizei in Hessen will jetzt verstärkt kontrollieren, ob sich die Menschen an die Corona-Kontaktsperre halten. Natürlich habe man ein Auge darauf, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Frankfurt am Samstag (11.04.2020). Via Twitter rief die Polizei zur Einhaltung der Maßnahmen auf und schrieb: „Bleibt zu Hause und rettet Leben!“

    Teilweise sind auch mehr Beamte im Einsatz als sonst, etwa im Bereich des Polizeipräsidiums Kassel. Um die Ausbreitung des Coronavirus in Hessen weiter einzudämmen, sollen die Streifen „neuralgische Punkte“ wie Parks anfahren, sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Die Hessen halten sich demnach aber größtenteils an die Beschränkungen – am Karfreitag (10.04.2020) wurden keine größeren Verstöße bekannt. „Da stehen mal ein paar Jugendliche zusammen, aber die gehen dann auch auseinander“, hatte etwa die Frankfurter Polizei berichtet.

    Corona-Krise bremst in Hessen Ausbau der Mobilfunkmasten

    +++ 11.4.2020, 8.00 Uhr: Hessen treibt den Mobilfunk- und Breitbandausbau gerade in den ländlichen Regionen des Landes voran. Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise sorgten jedoch dafür, dass die Bautrupps nicht wie gewohnt arbeiten können, erklärte Digitalministerin Kristina Sinemus (parteilos) in Wiesbaden. 

    Diese Entwicklung betreffe ganz Europa. Neue oder neu ausgerüstete Masten habe es dennoch etwa in Lindenfels im Odenwald, Grasellenbach im Kreis Bergstraße, Gambach und Münzenberg in der Wetterau sowie in Weilmünster im Landkreis Limburg-Weilburg gegeben. Die Bundesregierung hatte zuletzt einen Vorstoß zusammen mit den Kommunen angekündigt, mehr Verständnis bei Bürgern für den Bau neuer Mobilfunkmasten zu erreichen und „5G-Skeptiker“ zu überzeugen.

    +++ 19.54 Uhr:  Rund 1000 Verstöße hat es in Hessen seit dem 3. April gegen die Corona-Kontaktregeln gegeben. Wie das Innenministerium mitteilte, fielen der Polizei 919 Personengruppen auf, die sich nicht an das Kontaktverbot hielten. Im gleichen Zeitraum wurden 79 Verstöße gegen die Schließungen von zum Beispiel Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen festgestellt. Alle Betroffenen müssen wegen ihrer Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln jetzt mit einem Bußgeld rechnen.

    Coronavirus: Neue Zahlen zu Infizierten in Hessen

    +++ 14.59 Uhr: Erneut sind in Hessen mehr Coronavirus-Infektionen bekannt geworden, als am Vortag. Am Freitag (10.04.2020) zählte des Hessische Ministerium für Soziales und Integration 293 neue Ansteckungen mit dem Virus. Am Tag zuvor waren es noch 270 Neuansteckungen gewesen. Damit sind in Hessen mit Stand am Freitagnachmittag 5677 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 112 Menschen sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, die durch das Virus ausgelöst wird. 

    Nach wie vor ist der Odenwaldkreis am stärksten betroffen, mit 67 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Die meisten Fälle gibt es in Frankfurt mit 796 Coronavirus-Infizierten. Die Zahlen zu den Kreisen und Städten in Hessen im Einzelnen:

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 253, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 285, Todesfälle: 5
  • Kreis Fulda – Infizierte: 256, Todesfälle: 3
  • Kreis Gießen – Infizierte: 176, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 283, Todesfälle: 3
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 145, Todesfälle: 7
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 208, Todesfälle: 1
  • Kreis Kassel – Infizierte: 170, Todesfälle: 5
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 285, Todesfälle: 6
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 212, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 311, Todesfälle: 5
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 184, Todesfälle: 4
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 154, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 177, Todesfälle: 18
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 306, Todesfälle: 10
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 176, Todesfälle: 1
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 319, Todesfälle: 16
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 96, Todesfälle: 2
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 109, Todesfälle: 1
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 56, Todesfälle: 1
  • Wetteraukreis – Infizierte: 186, Todesfälle: 3
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 108, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 796, Todesfälle: 10
  • Stadt Kassel – Infizierte: 136, Todesfälle: 2
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 52, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 238, Todesfälle: 6
  • Aufgrund der Ansteckungsgefahr ruft das Ministerium für Soziales und Integration die Hessen dazu auf, auch an Ostern zuhause zu bleiben. Wie gut sich an diesen Aufruf gehalten wird, wird aber erst nach den Feiertagen bekannt sein.

    Coronavirus-Infektionen in Pflegeheim im Main-Kinzig-Kreis

    +++ 13.39 Uhr: In Bad Soden-Salmünster im Main-Kinzig-Kreis hat es einen Covid-19-Ausbruch in einem Pflegeheim gegeben. 13 Bewohner und fünf Personen des Pflegepersonals sind am Freitagmittag von der Ansteckung mit dem Coronavirus betroffen.

    Bereits in der vergangenen Woche hatte es ein positives Testergebnis auf das Coronavirus gegeben. Daraufhin wurden von bereits verschärfte Sicherheitsmaßnahmen erlassen. Diese konnten aber die Ausbreitung des Coronavirus in dem Heim in Bad Soden-Salmünster nicht verhindern. Nach einem zweiten positiven Test wurden auf Veranlassung des Gesundheitsamtes alle 37 Bewohner des Hauses im Main-Kinzig-Kreis und das Pflegepersonal getestet.

    Das Ergebnis des Tests von Donnerstagabend zeigte die jetzt bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen. Der Verlauf sei überwiegend mild, nur eine Person befindet sich in stationärer Behandlung, teilte der Main-Kinzig-Kreis mit.

    Corona in Hessen: Stadt setzt Aprilscherz um

    +++ 10.26 Uhr: Die Stadt Taunusstein im Süden von Hessen geht ungewöhnliche Wege, um die Tafel während der Corona-Krise zu unterstützen - und setzt dabei auf ein derzeit seltenes Gut. So gibt es in Taunusstein jetzt Klopapierrollen mit dem Stadtlogo zu kaufen. Für fünf Euro können die Rollen bestellt werden, der Betrag kann beliebig um eine Spende erhöht werden. 

    „Das war natürlich tatsächlich nur als spontaner Aprilscherz geplant“, erklärt Bürgermeister Sandro Zehner (CDU). „Aber die Resonanz war so positiv, wir haben hier offenbar einen Nerv getroffen.“ Der gesamte Erlös der Aktion anlässlich der Corona-Krise soll der Tafel in Taunusstein zugute kommen.

    +++ Freitag, 10.04.2020, 6:15 Uhr: Das Land Hessen hat eine Verordnung zur Umsetzung der neuen Quarantäne-Bestimmungen auf den Weg gebracht. Ab heute gilt eine 14-tägige häusliche Qurantäne. Damit folgt das Land den Vorgaben, die sich aus einem Beschluss des „Corona-Kabinetts“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel ergeben.

    Fünfte Corona-Verordnung in Hessen in Kraft

    +++21.04 Uhr: Neue Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Das hessische Sozialministerium berichtet am Donnerstag (09.04.2020) über neue Regelungen, die mit der fünften Corona-Verordnung in Hessen in Kraft treten. 

    Damit gibt es ab dem 10. April neue Quarantänebestimmungen für Ein- und Rückreisende: Für jeden, der aus dem Ausland nach Hessen einreist, wird eine generelle 14-tägige häusliche Quarantäne festgelegt. Außerdem muss bei einer Einreise nach Hessen aus dem Ausland unverzüglich das Gesundheitsamt informiert werden. Ausnahmen gelten für Personen- und Berufsgruppen, die 

    • für die Versorgung der Bevölkerung mit Waren 
    • für den Personentransport 
    • und für das Gesundheitswesen
      wichtig sind. 

    Außerdem gilt eine Sonderregelung für Einsatzkräfte, wie zum Beispiel Polizisten, und Saisonarbeitskräfte unter bestimmten Bedingungen. 

    Corona-Verordnung in Hessen: Zugang zur Notbetreuung für weitere Berufsfelder 

    Außerdem teilte das Sozialministerium mit, dass die Gruppe der Berufsgruppen, die die Notbetreuung nutzen können, erweitert wird. Hinzu kommen

    • Beratungsdienste der psychosozialen Notfallversorgung 
    • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schutzeinrichtungen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt 
    • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
    • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen 
    • Beschäftigte in Einrichtungen der Jugendhilfe
      Das Ministerium zeigt sich mit den bisherigen Ergebnissen der Corona-Maßnahmen zufrieden. „Die in den letzten Wochen ergriffenen Maßnahmen, insbesondere die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in sämtlichen Bundesländern, zeigen Wirkung. Es ist gelungen, den exponentiellen Anstieg der Infektionen zu verlangsamen, Entwarnung kann aber nicht gegeben werden“, erklärt der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose. „Wir bewerten die Situation weiterhin ständig neu.“

    Coronavirus: Zwei Todesfälle im Wetteraukreis

    +++18.11 Uhr: Im Wetteraukreis ist ein Corona-Infizierter gestorben. Wie Kreispressesprecher Michael Elsaß am Donnerstag (09.04.2020) mitteilte, handelt sich um einen 80-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Damit wurde der zweite Corona-Todesfall im Wetteraukreis bestätigt.* In der vergangenen Woche war ein 79-Jähriger verstorben. 

    Insgesamt befinden sich im Wetteraukreis aktuell 29 Menschen mit der Diagnose Covid-19 in stationärer Behandlung. Zehn von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 

    Corona in Hessen: Fast 1000 Verstöße gegen das Kontaktverbot

    +++ 16.48 Uhr: Seit Einführung eines einheitlichen Bußgeldkatalogs für Hessen am Freitag (03.04.2020) hat die Polizei in Hessen rund 1000 Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln registriert. Wie das Innenministerium am Donnerstag (09.04.2020) in Wiesbaden mitteilte, fielen den Beamten 919 Personengruppen auf, die sich nicht an das Kontaktverbot hielten. 

    Im gleichen Zeitraum wurden 79 Verstöße gegen die Schließungen von zum Beispiel Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen festgestellt. Die Betroffenen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. 

    Seit dem 23. März 2020 dürfen sich Menschen nur noch allein oder zu zweit in der Öffentlichkeit aufhalten. Ausnahmen sind erlaubt, wenn die Personen zu einem gemeinsamen Hausstand zählen. Wer gegen die strengen Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstößt, dem droht ein Bußgeld zwischen 200 Euro und 5000 Euro. 

    Bouffier macht den Hessen in der Corona-Krise Mut

    +++ 15.43 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Hessen in der Corona-Krise Mut gemacht. „Unser Alltag steht in der Corona-Krise Kopf. Ich weiß, wie schwierig und belastend das für viele ist“, versicherte der Regierungschef am Donnerstag (09.04.2020) in Wiesbaden. „Deshalb ist es mir wichtig, Ihnen auf diesem Weg Mut zu machen“, erklärte Bouffier in einer Videobotschaft anlässlich der Osterfeiertage.

    „Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Das zeigt unter anderem die Entwicklung der Fallzahlen.“ Trotzdem sei es nach wie vor wichtig, die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu reduzieren. Deshalb sei es auch nötig, die Einschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien aufrecht zu erhalten. „Nur, wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen und unsere persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken, gelingt es uns, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“

    Coronavirus in Hessen: Jetzt über 100 Todesfälle

    +++ 14.16 Uhr: Die Anzahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus in Hessen infiziert haben, steigt weiter an. In den letzten 24 Stunden meldet das Sozialministerium 270 Neuinfektionen mit Corona, 24 Menschen sind seit gestern mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Insgesamt haben sich in Hessen 5384 Personen infiziert.

    Von der Corona-Pandemie sind vor allem der Schwalm-Eder-Kreis mit 306 Infektionen und die Stadt Frankfurt mit 730 Infektionen betroffen. Mit aktuell 16 Toten im Zusammenhang mit Corona ist der Odenwaldkreis besonders betroffen. Insgesamt sind 103 Menschen in Hessen laut Sozialministerium nach einer Covid-19-Infektion gestorben. 

    Nach einer kurzen Entspannung sind am Mittwoch (08.04.2020) die Fallzahlen wieder stark angestiegen.

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 251, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 268, Todesfälle: 5
  • Kreis Fulda – Infizierte: 247, Todesfälle: 3
  • Kreis Gießen – Infizierte: 176, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 271, Todesfälle: 3
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 142, Todesfälle: 5
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 206, Todesfälle: 1
  • Kreis Kassel – Infizierte: 153, Todesfälle: 5
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 265, Todesfälle: 6
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 204, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 294, Todesfälle: 5
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 177, Todesfälle: 3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 150, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 166, Todesfälle: 16
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 289, Todesfälle: 10
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 173, Todesfälle: 1
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 306, Todesfälle: 15
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 91, Todesfälle: 2
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 103, Todesfälle: 1
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 34, Todesfälle: 0
  • Wetteraukreis – Infizierte: 178, Todesfälle: 1
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 103, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 730, Todesfälle: 10
  • Stadt Kassel – Infizierte: 127, Todesfälle: 2
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 49, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 231, Todesfälle: 6
  • In Limburg kommt es derweil immer wieder zu Verstößen gegen das Kontaktverbot*. Die Polizei muss häufig eingreifen. 

    Das Coronavirus hat Hessen fest im Griff. Die Zahl an Toten und Infizierten steigt.

    Coronavirus in Hessen: Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit fast verdoppelt

    +++ Donnerstag, 09.04.2020, 12.11 Uhr: Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld bei den hessischen Arbeitsagenturen ist wegen der Corona-Krise ungebrochen. Innerhalb einer Woche ist die Zahl der Anträge noch einmal um rund 20.000 auf 52.000 Betriebe gewachsen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtet. Erfasst wurden Anträge bis einschließlich dem 3. April. 

    Unternehmen fast aller Branchen und Größen sind betroffen. In Hessen haben auch große Firmen wie Lufthansa, Fraport, Condor oder Opel wegen der Corona-Pandemie Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter angemeldet. Frank Martin, Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur, rechnet mit steigenden Arbeitslosenzahlen - und bei einem längeren Andauern der aktuellen Restriktionen mit einer Pleitewelle. „Umso länger die Situation anhält, je weniger Umsatz gemacht wird, umso schwieriger wird es, einen Geschäftsbetrieb langfristig am Leben zu erhalten.“

    Awo-Zentrum in Hessen: 21 bestätigte Corona-Fälle

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 17.23 Uhr: In dem Frankfurter Altenzentrum, in dem in der vergangenen Woche zwei Mitarbeiter und zwei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sind nun mehrere weitere Fälle bekannt: Inzwischen liegen 21 bestätigte Fälle vor - elf Bewohner und zehn Mitarbeiter wurden positiv getestet, wie ein Sprecher der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) mitteilte. Für die Mitarbeiter des August Stunz-Zentrums der Johanna-Kirchner-Stiftung habe das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet. Die Bewohner des Zentrums würden weiter in der Pflegeeinrichtung unter verschärften Schutzmaßnahmen betreut, solange sie keine Symptome aufweisen.

    Nach Bekanntwerden der ersten Fälle waren rund 120 Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohnbereiche getestet worden. Am Dienstagabend trafen nun die letzten Ergebnisse dieser Testreihe ein. Am Mittwoch gab es den Angaben zufolge weitere Tests im Awo-Heim.

    Coronavirus in Hessen: Awo-Altenzentrum besonders stark betroffen

    Insgesamt wurden am Morgen weitere 170 Mitarbeiter und 142 Bewohner getestet, hieß es. Das Awo-Zentrum sei damit eine der ersten Stationen eines rollenden Testzentrums gewesen, das die Stadt Frankfurt am Montagabend zur flächendeckenden Testung von Bewohnern und Mitarbeitern der Alten-und Pflegezentren angekündigt hatte.

    „Wir müssen eine weitere Übertragung innerhalb der Bewohnerschaft, aber auch der Mitarbeiterschaft unbedingt vermeiden“, betonte Jörg Wilhelm, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung. „Dafür brauchen wir einen Status quo, um für alle eine akzeptable Situation herbeiführen zu können.“

    Coronavirus in Hessen: 13 neue Todesfälle

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 15.00 Uhr: Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in Hessen steigt weiter an. Wie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration meldet (Stand 08.04.2020, 14 Uhr), sind 92 Menschen an den Folgen einer Covid-19- Erkrankung gestorben. Das sind 13 mehr als am Dienstag (07.04.2020). Die Zahl der Infizierten in Hessen stieg um 269, auf nun insgesamt 5.114 erkrankte Personen an.

    Coronavirus in Hessen: Künstler leiden besonders

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 14.25 Uhr: In der Corona-Krise leiden Kulturschaffende besonders. Künstler fallen bei der Corona-Soforthilfe in Hessen nämlich durchs Raster. Die Landesregierung in Hessen verweist Musiker und Künstler nun auf die Grundsicherung, um ihren Lebensunterhalt in der Corona-Krise zu decken.

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 11.56 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Hanau hat sich dazu entschieden, vorsorglich weitere Veranstaltungen abzusagen. „Auch wenn sich die Bundes- und Landesregierung erst nach Ostern erklären wollen, ob und wie die Schutzmaßnahmen verlängert werden, haben wir entschieden, dass in Hanau bis zum 30. Juni keine Veranstaltungen stattfinden sollen“, erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 10.53 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer verteidigt im Gespräch mit der „Hessenschau“ die derzeitigen Kontaktverbote in Deutschland: „Ich möchte nicht wissen, wie es sich entwickelt hätte, wenn die Maßnahmen nicht getroffen worden wären. Italien und Spanien geben uns ja eine Ahnung davon. Und wir wissen ja nicht, wo es noch hingeht.“

    Der Virologe aus Frankfurt blickt verhalten optimistisch auf den Stichtag: „Es spricht viel dafür, dass die Zahl der Neuinfektionen gesunken sein wird und wir die Lockdown-Maßnahmen ändern können. Die Regierungsverantwortlichen werden dann auch eine Exitstrategie haben und nicht erst zu diskutieren beginnen. Da bin ich mir sicher.“

    Für den Frankfurter Virologen ist etwas anderes als Schutzmasken entscheidend: „Wesentlich für die Strategie wird sein, was laufende repräsentative Antikörper-Tests ergeben. Dann haben wir eine Idee davon, wie viele Menschen das Coronavirus tatsächlich schon gehabt haben“, so Stürmer.

    Coronavirus in Hessen: Zunehmend Klagen gegen Kontaktverbot

    +++ Mittwoch, 08.04.2020, 7.33 Uhr: In Hessen wehren sich immer mehr Menschen auf dem Rechtsweg gegen behördliche Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel sind mehrere Verfahren anhängig. 

    „Beim 8. Senat ist mittlerweile ein weiterer Eilantrag eingegangen, der sich gegen sämtliche Beschränkungen der einschlägigen Verordnungen richtet“, sagt ein VGH-Sprecher. Wann darüber entschieden werde, sei noch unklar.

    Am Dienstag (07.04.2020) hatte in Hessen der Gerichtshof den Eilantrag eines Katholiken abgelehnt, der sich gegen das Gottesdienstverbot an Ostern wehrte. Noch am Laufen ist ein Eil-Verfahren, mit dem sich der Betreiber eines Fitnessstudios gegen die Corona-Beschränkungen wehrt. Auch an den Verwaltungsgerichten sind noch Verfahren anhängig.

    Coronavirus in Hessen: Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter – 15 neue Todesfälle

    +++ 15.01 Uhr: In seinem täglichen Coronavirus-Bulletin meldet das Hessische Sozialministerium einen weiteren Anstieg der Fallzahlen. 4845 Menschen sind demnach in Hessen am Coronavirus erkrankt. Das entspricht einem Anstieg von 177 gemeldeten Infektionen im Vergleich zu Montag (06.04.2020). Verstorben sind am Coronavirus in Hessen bisher 79 Menschen, 15 mehr als am 06.04.2020.

    Den höchsten Anstieg der Fallzahlen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) gab es im Odenwaldkreis. Dort wurden in dieser Zeit 70,1 neue Coronavirus-Infizierte pro 100.000 Einwohner gemeldet. Auch die meisten Todesfälle vermeldet der Odenwaldkreis. 14 Menschen sind dort bisher nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums am Coronavirus gestorben. Der Kreis selbst meldet bereits 15 Tote. Die meisten Infizierten gibt es nach wie vor in Frankfurt mit 643 Fällen, gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis mit 267 bestätigen Coronavirus-Fällen.

    +++ 14.08 Uhr: Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau schließt trotz der Corona-Krise Besuche von Seelsorgern oder Pfarrern in Alten- und Pflegeheimen nicht grundsätzlich aus. „Alle Seelsorger sind angehalten, vor Ort zu schauen, welche Kontakte möglich sind", sagte Kirchenpräsident Volker Jung am Dienstag - auch mit Blick auf die Osterfeiertage. Dies müsse aber mit den Einrichtungen geklärt und „mit Bedacht geregelt“ werden, so Jung.

    Kirchen würden aber für Gottesdienste über Ostern definitiv nicht aufgemacht. Da gebe es große Unterschiede zum Beispiel zu Supermärkten, wo die Menschen Abstand halten könnten. „Ich halte es für unverantwortlich zu sagen: ,Findet Formen, um Gottesdienste zu feiern‘", betonte Jung.

    Kontaktverbot wegen Corona: Hessische Wirtschaft fordert Rückkehr zur Normalität

    +++ 13.42 Uhr: Die hessische Wirtschaft drängt auf eine Lockerung der Corona-Einschränkungen nach den Osterferien. Man hoffe auf eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Restaurants sowie von Kindertagesstätten und Schulen ab dem 20. April, teilte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) am Dienstag in Frankfurt mit. Voraussetzung sei, dass der Infektionsschutz dies erlaube. Die Wirtschaft solle schrittweise, aber schnellstmöglich zur Realität zurückkommen, um Schäden zu begrenzen.

    Konkret schlägt die VhU vier Phasen der Lockerung des Kontaktverbots vor:

    1. Geschäfte, Restaurants und Cafés könnten unter Auflagen (Abstand, Kundenzahl) wieder öffnen. Auch bei Schulen und Kindertagesstätten müsse die Regierung das prüfen. 

    2. Das Kontaktverbot könnte von zwei auf fünf Personen ausgedehnt werden. Auch Tourismus für Alleinreisende und kleine Gruppen solle erlaubt werden. 

    3. Danach könnten erste Kulturangebote wieder erlaubt sein und der Tourismus uneingeschränkt anlaufen. 

    4. In der letzten Phase könnten Diskotheken, Kneipen, Kinos, Theater oder Konzerthäuser wieder regulär öffnen.

    Trotz Corona: Viele Betten in hessischen Krankenhäusern frei

    +++ 11.59 Uhr: Die Krankenhäuser in Hessen wappnen sich weiter für eine Verschlimmerung der Corona -Pandemie. Wie das Hessische Sozialministerium mitteilt, ist die Zahl der Beatmungsgeräte in den vergangenen Wochen „massiv ausgeweitet“ worden. Statt bisher rund 1200 verfügbaren Betten mit Beatmung stehen nun mehr als 1900 zur Verfügung. Mithilfe eines zehn Millionen Euro schweren Beschaffungsprogramms sollen in den nächsten Tagen zirka 380 weitere Beatmungsgeräte hinzukommen.

    Wie der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) gestern bereits erwähnt hatte, stehen für Covid-19-Patienten in Hessen zurzeit als 755 Betten mit Beatmungsmöglichkeit zur Verfügung. Die Gesamtzahl der Corona-Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt (Stand: 06.04.2020) bei 951, davon sind 250 beatmungspflichtig und liegen auf der Intensivstation. Weitere 58 Personen sind intensiv-überwachungspflichtig, müssen jedoch nicht beatmet werden. Insgesamt sind in den hessischen Krankenhäusern laut Sozialministerium momentan 13.272 Betten frei.

    Coronavirus in Hessen: Hilferufe aus den Zahnarztpraxen

    +++ Dienstag, 07.04.2020, 06.29 Uhr +++ Die Zahnarztpraxen in Hessen sehen sich bei der Versorgung mit Schutzausrüstung und bei der finanziellen Absicherung benachteiligt. Täglich erreichen Michael Frank, den Präsidenten der Landeszahnärztekammer Hessen, „Hilferufe“ von Kollegen auf der Suche nach Schutzmasken, Handschuhen oder Desinfektionsmittel. „Wir werden jeden Tag weiter vertröstet. Es ist frustrierend“, sagte Frank.

    Wenn sich die Corona-Krise nicht entspanne, „könnte das dazu führen, dass Praxen Behandlungen ablehnen müssen, weil ihnen das Material ausgeht“, sagte Frank. Bisher sei das noch nicht der Fall: „Die Versorgung ist sichergestellt.“ 

    Dass FFP2-Masken den Kliniken während der Corona-Krise vorbehalten sind, versteht Frank. Dass aber immer mehr Menschen in Hessen auf der Straße Schutzmasken tragen, sieht er kritisch: Medizinische Masken sollten aus seiner Sicht medizinischem Personal vorbehalten sein.

    Corona-Krise (Covid 19): In Hessen mangelt es an Schutzmasken - Vereine sollen gefördert werden

    +++19.25 Uhr: Das Präsidium des Landessportbundes Hessen hat eine sofortige Sportförderung in Höhe von 472.000 Euro bewilligt und damit in der Corona-Krise ein positives Signal an die rund 7600 hessischen Sportvereine gesendet. 

    „Der ruhende Sportbetrieb bringt viele unserer Vereine auch in finanzielle Not. Gerade diejenigen, die vor Kurzem viel investiert haben, um sich neue Sportgeräte anzuschaffen oder ihre Vereinsanlagen zu erneuern, trifft es besonders hart“, sagte lsb-h-Präsident Rolf Müller. Daher sollen nun zuerst bereits gestellte Zuschussanträge schnellstmöglich bearbeitet und ausgezahlt werden. Außerdem hat das Land Hessen hat ein Programm für Soforthilfe für gemeinnützige Sportvereine in Ergänzung des Bund-Länder-Programms für Kleinbetriebe in Aussicht gestellt.

    Corona (Covid 19) in einem Pflegeheim in Nordhessen: Viele Bewohner und Pflegekräfte infiziert

    +++19.13 Uhr: In einem Pflegeheim im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen) herrscht wegen Corona Notstand: Viele Bewohner und fast die Hälfte der Pflegekräfte sind infiziert. Nun wendet sich das Pflegeheim mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit

    Corona in Hessen: Mann in Limburg beim Haare schneiden im Hof festgenommen

    +++19.06 Uhr: Durch die Einschränkungen in der Corona-Krise ist in vielen Bereichen des Alltags Kreativität gefordert. So auch, wenn es um neue Frisuren geht, denn Friseure bleiben im Zuge der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Am Freitagnachmittag (03.04.2020) hat ein Mann in Limburg in Gesellschaft mehrerer anderer Männer in einem Hof in der Weiersteinstraße anderen Menschen die Haare geschnitten. Als der Mann von einer Motorradstreife der Limburger Polizei mit dem Hinweis auf die Corona-Verordnung angesprochen wurde, kam es zu einem Streit zwischen dem 29-Jährigen und dem Polizeibeamten. 

    Ein 35-jähriger Mann aus einem gegenüberliegenden Imbiss verteidigte den mutmaßlichen Friseur. Die beiden Männer weigerten sich gegenüber der Polizei ihre Personalien anzugeben. Als sich der „Hinterhof-Friseur“ im Anschluss an den Streit im Imbiss versteckte, soll es noch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Gegen die beiden Männer wurde nun Anzeige wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte erstattet. Ob der private Friseurtermin einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz in Corona-Zeiten darstellt, wird noch geprüft.

    Coronavirus in Hessen: Zwei weitere Todesopfer im Lahn-Dill-Kreis

    +++18.41 Uhr: Die Folgen des Coronavirus und der Lungenkrankheit Covid-19 haben im Lahn-Dill-Kreis zwei weitere Todesopfer gefordert: Am vergangenen Wochenende sind zwei mit dem Corona-Virus infizierte Bewohnerinnen im DRK-Altenpflegeheim in Herborn gestorben. Wie der Kreis am Montag (06.04.2020) mitteilte, seien die 86 und 93 Jahre alten Frauen bereits durch andere Erkrankungen vorbelastet gewesen.

    Damit steigt die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen im Lahn-Dill-Kreis auf vier. Die Gesamtzahl der Menschen, die sich im Landkreis bisher mit dem Coronavirus infiziert haben, beträgt nach Angaben des Lahn-Dill Kreis 266. 76 von ihnen würden inzwischen als genesen gelten. Insgesamt befänden sich im Lahn-Dill-Kreis aktuell 617 Personen in Quarantäne (Stand: 6. April 2020, 12 Uhr), teilte Kreissprecherin Nicole Zey mit.

    Toilettenpapier-Spenden retten Altenheime über die Osterfeiertage in der Corona-Krise

    +++18.30 Uhr: Ein Online-Spendenaufruf für Toilettenpapier hat mehreren Altenheimen in Hessen aus der Klemme geholfen. Nachdem der eigene Großhändler aufgrund der großen Nachfrage in der Corona-Krise nicht ausreichend Klopapier liefern konnte, startete der St. Elisabeth-Verein Marburg einen Aufruf auf Facebook: „Wir haben Mundschutze, wir haben Schutzbrillen, wir haben Schutzkittel, wir haben Visiere, wir haben Desinfektionsmittel und was fehlt?? Das Klopapier.“

    „Wir haben mit so einer großen Resonanz nicht gerechnet“, berichtete Oliver Pappert, der Geschäftsbereichsleiter „Stationäre Altenhilfe“ beim St. Elisabeth Verein Marburg, am Montag (06.04.2020). Zuvor hatte darüber die "Oberhessische Presse" berichtet.  

    Bereits einen Tag später waren einige Spenden eingelaufen und der Verein meldete, dass man nun über die Feiertage komme. 

    Coronavirus in Hessen: Infizierter türmt aus Klinik – Angriff nach Kontaktverbot-Streit

    +++ 16.54 Uhr: Offenbar weil er sie darauf hinwies, dass sie sich nicht an das Kontaktverbot wegen des Coronavirus hielten, haben drei Jugendliche in Erbach (Odenwaldkreis) einen 79-Jährigen angegriffen. Laut Polizei war der Mann am Freitag (03.04.2020) mit seinem Hund unterwegs, als ihm die Jugendlichen auffielen, die zu dritt auf einer Parkbank an der Mümling saßen. Nach einem kurzen Wortwechsel soll einer der Jugendlichen dem Mann ins Gesicht geschlagen haben. Danach rannten die drei Verdächtigen davon. Die Polizei in Hessen hat die Ermittlungen aufgenommen. 

    +++ 16.48 Uhr: Die Polizei inSüdhessen hat am Wochenende insgesamt 34 Fälle gezählt, bei denen in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg gegen die Corona-Kontaktverbote verstoßen wurde. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung halte sich an die Regelungen, hieß es. 

    Einer der Fälle lässt jedoch aufhorchen: Am Freitagnachmittag (03.04.2020) türmte ein 21-Jähriger, der mit dem Coronavirus infiziert ist, aus dem Klinikum in Darmstadt. Die Polizei musste sich auf die Suche nach dem Mann machen. Sie fand ihn in dessen Wohnung, von wo sie ihn umgehend ins Krankenhaus zurückbrachte. 

    Coronavirus in Hessen: 4000-Corona-Tests pro Tag – 700 freie Betten

    +++16.40 Uhr: In Hessen werden nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums rund 4000 Tests auf das Coronavirus pro Tag durchgeführt. Auf diese Zahl komme man, wenn man davon ausgehe, dass im Durchschnitt 200 neue Infektionen pro Tag nachgewiesen werden und zugrunde lege, dass zwischen drei und zehn Prozent der Testergebnisse positiv seien. 

    Tests werden in Hessen laut Ministerium in der Virologie der Universität Marburg, der Virologie der Universitätsklinik Frankfurt sowie im Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen vorgenommen. Außerdem testen private Anbieter - auch in Laboren außerhalb des Bundeslandes - für Praxen und Abstrichstellen in Hessen. "Ein Gesamtüberblick über die Fallzahl der Tests pro Tag liegt uns daher nicht vor."

    Coronavirus in Hessen: Aktuell mehr als 700 freie Betten mit Beatmungsmöglichkeit in Hessen

    +++16.35 Uhr: Zu den Versorgungskapazitäten für schwer an Covid-19 erkrankte Patienten sagte Gesundheitsminister Klose in einer Pressekonferenz am Montag (06.04.2020): Aktuell (Stand 11 Uhr) stünden in Hessen 755 freie Betten mit Beatmungsmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem würden zur Zeit etwa zehn französische Corona-Patienten in hessischen Krankenhäusern behandelt werden. Eine Hilfsanfrage aus Italien bestehe nicht mehr, nachdem im Land selbst ausreichend Kapazitäten gefunden worden waren. 

    Die zwei Millionen Mund-Nase-Masken, die der Medizintechnik-Hersteller B.Braun aus Melsungen, in Zusammenarbeit mit dem Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo an die Landesregierung von Hessen geliefert hat, wurden bereits an Kliniken oder Einrichtungen der Altenpflege verteilt, sagte Klose. "Alles, was wir kriegen, geben wir so schnell wie möglich weiter."

    Corona in Hessen: Gesundheitsminister Klose warnt vor voreiliger Lockerung der Maßnahmen

    +++14.51 Uhr: Gesundheitsminister Kai Klose teilte am Montag (06.04.2020) auf einer Pressekonferenz mit, dass aktuell in Hessen 4668 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt wurden. Das ist ein Anstieg von 101 Fällen im Vergleich zum Vortag. Außerdem gibt es fünf neue Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronacirus Sars-Cov-2 in Verbindung gebracht werden können. Insgesamt sind in Hessen nun 67 Corona-Todesfälle bestätigt. 

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 224, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 237, Todesfälle: 3
  • Kreis Fulda – Infizierte: 217, Todesfälle: 2
  • Kreis Gießen – Infizierte: 169, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 246, Todesfälle: 1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 112, Todesfälle: 4
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 184, Todesfälle: 0
  • Kreis Kassel – Infizierte: 117, Todesfälle: 3
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 238, Todesfälle: 3
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 201, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 251, Todesfälle: 3
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 163, Todesfälle: 3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 122, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 135, Todesfälle: 9
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 248, Todesfälle: 7
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 147, Todesfälle: 0
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 265, Todesfälle: 8
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 78, Todesfälle: 2
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 94, Todesfälle: 0
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 29, Todesfälle: 0
  • Wetteraukreis – Infizierte: 154, Todesfälle: 1
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 93, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 590, Todesfälle: 6
  • Stadt Kassel – Infizierte: 103, Todesfälle: 2
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 43, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 208, Todesfälle: 4
  • 67 Corona-Todesfälle in Hessen - Drei Fälle fehlen aktuell noch in der Statistik des Hessischen Sozialministeriums

    Außerdem, ist eine Person aus dem Landkreis Limburg-Weilburg, die zur Risikogruppe gehörte, an den Folgen einer Infizierung mit dem Coronavirus verstorben. Das teilte die Kreisverwaltung bereits am 26. März mit. Dieser Corona-Todesfall fehlt in der Statistik. Außerdem meldete der Odenwaldkreis am Mittag (06.04.2020) elf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In der Statistik des Ministeriums sind derzeit erst neun Fälle erfasst. 

    Coronavirus in Hessen:  Gesundheitsminister Klose warnt vor Lockerung der Maßnahmen

    +++ 14.32 Uhr: Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) aufgrund der erneut gestiegenen Infizierten- und Todesfall-Zahl in Hessen noch einmal deutlich vor zu frühen Lockerungen der Kontaktsperren gewarnt. Im Vergleich zum Wochenende seien die Corona-Zahlen zwar langsamer gestiegen, da spielten aber auch Faktoren in der Erfassung eine Rolle. Am Wochenende gebe es weniger Testungen, die Kommunen könnten vielleicht noch nicht alle Fälle im Meldesystem registrieren. 

    "Wir sind noch nicht in dem Bereich, der uns beruhigen könnte. Die Dinge, die wir veranlasst haben, müssen fortgesetzt werden." Doch schon in etwa einer Woche, könnten wohl weitreichendere Schlussfolgerungen gezogen werden. "Rund um Ostern werden wir sehen, inwieweit unsere Maßnahmen gegriffen haben." 

    Der Ärztliche Direktor der Frankfurter Universitätsklinik,Professor  Jürgen Graf, erklärt bei der Pressekonferenz am Montag, er sehe das hessische Gesundheitswesen gut gerüstet für die Versorgung aller Patientinnen und Patienten in Hessen.

    Coronavirus in Hessen: Luftqualität verbessert sich stark

    +++ 12.26 Uhr: Durch den massiven Rückgang des Auto- und Flugverkehrs in der Corona-Krise hat sich die Luftqualität in Hessen stark verbessert. Derzeit würden an allen Messstationen deutlich niedrigere Werte des schädlichen Stickstoffdioxids (NO₂) als noch in der ersten Märzhälfte 2020 beobachtet, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie am Montag (06.04.2020) mit.

    An den Messstellen in Straßennähe ergebe sich zurzeit ein Minus bei der NO₂-Konzentration von 40 Prozent. Dieser Rückgang sei allein der geringeren Verkehrsmenge zuzurechnen, teilte das Amt mit. Auch beim Ultrafeinstaub werde in Hessen ein Rückgang von rund 40 Prozent registriert. 

    Aktuell liegen die Verkehrszahlen in den hessischen Großstädten nach Angaben des Landesamtes bei rund 50 bis 60 Prozent der üblichen Menge. Am Flughafen Frankfurt finde nur etwa ein Fünftel des üblichen Flugverkehrs statt. 

    Trotz Corona: Sommersemester soll am 20. April starten

    +++ 11.38 Uhr: Das Sommersemester an den hessischen Hochschulen soll trotz Corona-Krise am 20. April starten. Das teilten Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) und die Präsidien der Hochschulen am Montag (06.04.2020) in einem gemeinsamen Schreiben mit. Vorlesungen sollen zunächst nur auf digitalem Weg stattfinden. Das Ende der Vorlesungszeit können die Universitäten je nach Bedarf nach hinten verschieben. 

    „Je nach behördlichen Anordnungen“ würden im Lauf des Sommersemesters voraussichtlich auch wieder Präsenzveranstaltungen hinzukommen, heißt es. Gemeinsames Ziel sei, dass „möglichst alle, die das Semester absolvieren wollen, dies soweit wie möglich auch können“.

    Hessen: Al-Wazir befürchtet wegen Corona Milliarden-Einbruch beim Bruttoinlandsprodukt

    +++ 10.17 Uhr: Die Corona-Krise könnte die Wirtschaft in Hessen deutlich härter treffen als bislang gedacht. Das sagte der hessische Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir in Wiesbaden. 

    Nach Einschätzung des Grünen-Politikers könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um bis zu zehn Prozent einbrechen. Das hieße für Hessen, dass von den 300 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung dieses Jahr 30 Milliarden Euro fehlen. „Wovor ich Sorgen habe ist, dass die Tiefe des Einschnitts, den wir gerade erleben, noch nicht verstanden wurde“, so Al-Wazir.

    Corona-Krise: Ärzte aus Hessen vor Problemen

    +++ 08.21 Uhr +++ Die Corona-Krise in Hessen bringt auch die Ärzte im Kreis Limburg-Weilburg an ihre Belastungsgrenze*, berichtet fnp.de. Ihren Bedarf an Schutzausrüstung gegen das Coronavirus – zum Beispiel Masken – können sie teils nur über den Schwarzmarkt decken. Gleichzeitig wird in den Arztpraxen gestohlen: Nicht nur Desinfektionsmittel kommen weg, sogar Toilettenpapier wurde schon geklaut.

    Corona-Krise in Hessen: Feuerwehr in Quarantäne

    +++ Montag, 06.04.2020, 06.32 Uhr +++ Wegen der Corona-Krise in Hessen hat die Feuerwehr in Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis) ihre Abteilung geteilt und die Leute in freiwillige Quarantäne geschickt. Sollte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr jemand mit dem Coronavirus infizieren, sei die andere Gruppe immer noch einsatzfähig und so der Brandschutz gesichert, sagte Stadtbrandinspektor Marco Richter. Einige Einsatzkräfte wohnen und arbeiten deshalb vorübergehend in der Feuerwache oder im städtischen Bauhof. 

    Ausgenommen von dieser Regelung sind unter anderem die Feuerwehrleute, die selbst zu einer Risikogruppe gehören. Wie viele Feuerwehren in Hessen so wie in Schwalbach verfahren, ist dem Landesfeuerwehrverband in Kassel nicht bekannt. Im Land gibt es neben den Berufsfeuerwehren 2600 Freiwillige Feuerwehren mit 72.000 Mitgliedern.

    Coronavirus in Hessen: Nicht alle halten sich an das Kontaktverbot

    +++ 17.31 Uhr: Nicht alle Hessen halten sich angesichts der Corona-Krise an die Kontaktregeln. Am heutigen Sonntag (05.04.2020) kam es zu einer Demonstration am Mainufer in Frankfurt. Am Mainkai hatten nach Angaben der Polizei zwischen 250 und 300 Menschen eine Menschenkette gebildet. Die Polizei schritt ein, verteilte Platzverweise und nahm Personalien auf.

    Auch in Wiesbaden kam es zu einem größeren Polizeieinsatz. Am Samstag (04.04.2020) musste die Polizei auf einem Platz in der Innenstadt eine Versammlung von rund 25 Menschen auflösen. Die Männer und Frauen waren teils betrunken und aggressiv. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Der Abend endete mit vier Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, einer Anzeige wegen Drogenbesitzes und mehreren Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Kontaktregeln

    Und auch am Sonntag (05.04.2020) musste die Polizei in Wiesbaden wieder ausrücken. Gegen 14.45 Uhr hatten sich circa 15 Personen zu einer Demonstration im Kurpark versammelt. Laut Polizei wurden die Demonstranten  eindringlich auf die Problematik bezüglich der Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus hingewiesen. Anschließend verteilte die Polizei Platzverweise, denen die Demonstranten nachkamen.

    Coronavirus in Hessen: Elf Tote und 242 Infizierte an einem Tag meldet das Sozialministerium

    +++ 15.37 Uhr: Wieder sind in den letzten 24 Stunden elf Menschen in Hessen an den Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Todesfälle in Hessen auf insgesamt 59, meldete das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in einer Pressemitteilung. Die Zahl der Infizierten nahm um 242 zu und liegt jetzt bei insgesamt 4567 (Stand 05.04.2020, 10:30). 

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 218, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 231, Todesfälle: 3
  • Kreis Fulda – Infizierte: 217, Todesfälle: 2
  • Kreis Gießen – Infizierte: 169, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 244, Todesfälle: 1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 112, Todesfälle: 4
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 177, Todesfälle: 0
  • Kreis Kassel – Infizierte: 114, Todesfälle: 2
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 216, Todesfälle: 3
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 194, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 246, Todesfälle: 3
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 163, Todesfälle: 3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 122, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 132, Todesfälle: 9
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 241, Todesfälle: 6
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 147, Todesfälle: 0
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 264, Todesfälle: 6
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 76, Todesfälle: 2
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 90, Todesfälle: 0
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 28, Todesfälle: 0
  • Wetteraukreis – Infizierte: 153, Todesfälle: 1
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 92, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 578, Todesfälle: 5
  • Stadt Kassel – Infizierte: 103, Todesfälle: 2
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 35, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 205, Todesfälle: 4 
  • Die Hessenschau geht derweil von 60 Corona-Toten in Hessen aus. Denn ein Toter aus dem Kreis Limburg-Weilburg, der bereits letzte Woche starb, sei in der Statistik nicht aufgeführt.

    Coronavirus in Hessen: Zufahrt zum Feldberg bisher frei

    +++ 14.15 Uhr: Auch heute lädt das sommerliche Wetter wieder zu einem Ausflug ins Grüne ein, doch in Zeiten des Coronavirus muss auch gewährleistet sein, dass das Kontaktverbot eingehalten wird. Wegen des großen Andrangs wurde bereits am Samstag (04.04.2020) bereits am Vormittag die Zufahrt zum Großen Feldberg, die L3024, gesperrt. Wie die Polizei mitteilte kam es zu keinen Vorfällen oder Verstößen gegen das Kontaktverbot.

    Am heutigen Sonntag musste die Polizei keine derartig strikten Maßnahmen anwenden –zumindest bisher. Lediglich das Feldbergplateau wurde, wegen seiner wenigen Parkmöglichkeiten, bereits ab 10.00 Uhr für Autofahrer und Motorradfahrer gesperrt. Die Anderen Parkplätze, swie die L3024 sind bisher nach wie vor für den Verkehr geöffnet.

    Corona-Krise in Hessen: Anträge auf Corona-Soforthilfen aus sämtlichen Branchen

    +++ Update von Sonntag 05.04.2020, 09.50 Uhr: Die Corona-Krise bedeutet für viele einen Kampf um die Existenz. Nach Angaben des Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) kommen aus sämtlichen Branchen des Landes Anträge auf staatliche Corona-Soforthilfen. „Es geht quer durch die gesamte Wirtschaft“, so der Minister der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Das ist der große Unterschied zu früheren Krisen. Eine solche Vollbremsung hat es noch nie in der Geschichte Deutschlands gegeben.“ 

    Besonders betroffen seien Kleinstunternehmen, also Solo-Selbstständige oder Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern. „Das ist die Kneipe an der Ecke, das Kosmetikstudio, das kleine Hotel - alle diese Bereiche haben große Schwierigkeiten.“, erklärte Al-Wazir. Deutlich weniger Anträge seien von Betrieben ab sechs Beschäftigten und über elf Mitarbeiter gestellt worden.

    Die Corona-Soforthilfe soll kleinen Unternehmen und Selbstständigen über die Krise hinweg helfen. Wird der Antrag gewährt, folgt ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss. Dieser variiert je nach Mitarbeiter Anzahl des Betriebes zwischen 10.000 Euro und 30.000 Euro.

    Coronavirus in Hessen: Sonnen und Picknicken doch nicht pauschal verboten

    +++19.00 Uhr: Es ist fantastisches Wetter und nun wurde von einem Sprecher des hessischen Innenministeriums bestätigt, dass Picknicken im Freien nicht pauschal verboten ist.

    Zu Beginn des Wochenendes herrschte Unsicherheit darüber, was in der Öffentlichkeit noch erlaubt ist und was nicht. Der Berichterstattung der Hessenschau zufolge gehört Picknicken, unter der Voraussetzung der Einhaltung der Personenzahl und der Abstandsregeln, zu den erlaubten Aktivitäten. Auch das Sonnen in Parkanlagen ist unter den gleichen Bestimmungen noch gestattet.

    Coronavirus in Hessen: Menschen im Gesundheitswesen besonders gefährdet 

    +++ 17.30 Uhr: Die im Gesundheitswesen arbeitenden Menschen sind aktuell aufgrund des engen Kontaktes mit vielen Patienten besonders gefährdet, sich mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zu infizieren. Momentan lässt sich jedoch schwer sagen, wie viele Menschen in diesen Berufen sich infiziert haben, da keine exakten Zahlen vorliegen. Wie die Hessenschau berichtet, möchte der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) diesen Zustand nun ändern.

    In einem Interview mit hr-iNFO soll sich Klose folgendermaßen zu der Thematik geäußert haben: „Die gesonderte Meldung von Gesundheitspersonal ist keine Pflichteintragung. Ich lasse im Moment prüfen, inwiefern man das zu einer Pflichteintragung machen kann.“ Eine solche Plfichteintragung könne man auch in Zukunft nicht wissen, ob Personen, die im Gesundheitssystem tätig sind, besonders häufig von einer Infektion mit dem Corona-Virus betroffen sind. 

    Coronavirus: Die Corona-Fallzahlen des Sozialministeriums für Hessen

    +++ 15.00 Uhr: Wieder mehr Tote durch das Coronavirus in Hessen. Wie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration meldet (Stand 04.04.2020, 14 Uhr), sind 48 Menschen an den Folgen der Covid-19- Erkrankung gestorben. Das sind 11 Mehr als am Freitag (03.04.2020). Die Zahl der Infizierten in Hessen stieg um 228 an, auf nun insgesamt 4325 erkrankte Personen.

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 203, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 223, Todesfälle: 2
  • Kreis Fulda – Infizierte: 209, Todesfälle: 2
  • Kreis Gießen – Infizierte: 162, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 236, Todesfälle: 1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 83, Todesfälle: 4
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 177, Todesfälle: 0
  • Kreis Kassel – Infizierte: 112, Todesfälle: 2
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 193, Todesfälle: 0
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 194, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 228, Todesfälle: 3
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 157, Todesfälle: 3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 122, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 113, Todesfälle: 6
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 232, Todesfälle: 6
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 147, Todesfälle: 0
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 239, Todesfälle: 5
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 73, Todesfälle: 1
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 86, Todesfälle: 0
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 26, Todesfälle: 0
  • Wetteraukreis – Infizierte: 146, Todesfälle: 1
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 87, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 545, Todesfälle: 5
  • Stadt Kassel – Infizierte: 100, Todesfälle: 1
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 34, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 198, Todesfälle: 3
  • Die Hessenschau geht sogar von 49 Corona-Toten in Hessen aus. Denn ein Toter aus dem Kreis Limburg-Weilburg, der bereits letzte Woche starb, sei in der Statistik nicht aufgeführt.

    Corona-Krise in Hessen: Polizei sperrt Zufahrt zum Großen Feldberg

    +++ 14.01 Uhr: Die Polizei sperrte am Samastagmorgen (04.04.2020) die Zufahrt zum Großen Feldberg. Wieder steht Hessen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein sonniges Wochenende bevor. Viele wollen gerade in Zeiten des Coronavirus das Haus am Wochenende besonders gerne verlassen. Doch wie die Hessenschau meldet, sorgte das bereits am Samstagmorgen gegen 10.00 Uhr für ein zu hohes Aufkommen auf dem Großen Feldberg. Als Reaktion sperrte die Polizei die Zufahrt auf der L3024 und rät Ausflugshungrigen den Großen Feldberg auch am Sonntag zu meiden, denn auch da wird ein starker Andrang erwartet.

    Coronavirus in Hessen: Wissenschaftler aus Marburg entwickeln Corona-Online-Check

    +++ 12.24 Uhr: Wissenschaftler aus Marburg haben jetzt einen Online-Check entwickelt, mit dem sich ermitteln lässt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung mit dem Coronavirus ist. Auf der Webseite Covid-Online kann ein Fragebogen zu den persönlichen Symptomen ausgefüllt werden. Daraufhin wird die Risikodisposition eingeschätzt und eine individuelle und regionale Handlungsempfehlung gegeben. 

    Das Entwicklerteam des Online-Checks Covid-Online besteht aus Medizinern und IT-Spezialisten. Sie geben an, dass bei der Programmierung der Fragen-Algorithmen unter anderem klinische Erfahrungen aus China, Italien und Spanien eingebracht wurden. Der Online-Check kann in ganz Hessen verwendet werden. Aber lokale Hilfsangebote werden nur für den Landkreis Marburg-Biedenkopf angeboten. Dennoch ersetzt ein solcher Onlinecheck nicht den Arztbesuch, unterstreicht das Universitätsklinikum gegenüber der dpa.

    Coronavirus in Hessen: Minister Tarek Al-Wazir (Grüne) erklärt, warum die Corona-Krise Hessen hart trifft

    Update vom Samstag, 04.04.2020, 08.57 Uhr: Bis Freitag (03.04.2020) haben in Hessen 72.000 Menschen Anträge auf staatliche Corona-Soforthilfe eingereicht. Die Anträge kämen dabei aus allen Branchen in Hessen, erklärte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Er fügt gegenüber der „dpa“ hinzu: „Das ist der große Unterschied zu früheren Krisen. Eine solche Vollbremsung hat es noch nie in der Geschichte Deutschlands gegeben.“

    Bisher wurden angesichts der Corona-Krise in Hessen 14.000 Anträge zur Soforthilfe ausgezahlt, dabei seien bereits 142 Millionen Euro nach Angaben des Ministers geflossen. Bei der Soforthilfe handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss, der nicht rückzahlbar ist. 

    Der Wirtschaftsminister sorgt sich auch um die großen Arbeitgeber im Land. Denn die Auswirkungen des Coronavirus träfen Hessen wegen seines großen Mobilitäts- und Dienstleistungssektors stärker als andere Bundesländer. Daher sei trotz der Finanzhilfen zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen in Hessen ansteigen, so Tarek Al-Wazir.

    Coronavirus in Hessen: Kultusminister Lorz ruft Eltern von Schülern zur Gelassenheit auf

    +++ 18.39 Uhr: Kultusminister Alexander Lorz (CDU) ruft die Eltern von hessischen Schülern zur Gelassenheit auf. Die zurückliegenden Wochen ohne regulären Unterricht „werden nicht über Dinge wie Versetzung oder Nicht-Versetzung Ihres Kindes entscheiden“, sagte er in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft.

    Die Aufgaben, die von den Lehrern an die Klassen geschickt werden, seien hauptsächlich ein Angebot, um die Schüler zuhause sinnvoll zu beschäftigen. Das Land erwarte nicht, dass die Eltern „als Ersatzlehrer“ das nachholen, was die Schulen sonst im Unterricht leisteten.

    In der Woche nach den Osterfeiertagen will Hessen entscheiden, ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen können. Der erste Schultag nach den Ferien wäre Montag, der 20. April.

    Coronavirus in Hessen: Bad Homburg will für alle Einwohner Schutzmasken 

    +++ 16.30 Uhr: Die Stadt Bad Homburg will für alle 55.000 Einwohner Schutzmasken anschaffen. Das beschloss der städtische Krisenstab, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. „Wir haben uns bei unserer Entscheidung an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) orientiert, das mittlerweile offiziell zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes rät“, erklärt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

    Die Kosten dafür lägen in einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Die erste Lieferung soll in der kommenden Woche erfolgen und zunächst an Risikopatienten verteilt werden. Dazu zählen beispielsweise Bewohner von Altenheimen und Personen, die berufsbedingt viel im öffentlichen Raum unterwegs sind.

    +++ 16.25 Uhr: Bei den Zahlen der Todesfälle auf Grund des Coronavirus aus dem Hochtaunuskreis gab es Unklarheiten. Hier gab das Ministerium für Soziales und Integration in Hesssen gestern (02.04.2020) einen Todesfall an, heute fehlte dieser in der Statistik. 

    Hierzu sagte die Pressesprecherin des Ministerium Alice Engel: „Zum Meldezeitpunkt gestern war für den Hochtaunuskreis ein Todesopfer in der RKI Meldesoftware verzeichnet. Dieses wurde heute vom Gesundheitsamt wieder herausgenommen, da die Todesursache doch eine andere war."

    Coronavirus in Hessen: Erster Todesfall im Vogelsbergkreis

    +++ 15.20 Uhr: Der Vogelsbergkreis hat den ersten Todesfall auf Grund des Coronavirus gemeldet. Ein 55-Jähriger ohne nennenswerte Vorerkrankungen starb an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. „Es ist sehr bedauerlich und traurig, dass nun auch bei uns im Landkreis ein erster Toter zu beklagen ist", bekundete der erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak. Der Fall habe gezeigt, dass das Coronavirus nicht nur Risikogruppen betreffe. 

    Damit sind in Hessen 39 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

    Coronavirus in Hessen: Immer mehr Tote, immer mehr Infizierte

    +++ 14.05 Uhr: Auch am Freitag (03.04.2020, Stand 14 Uhr) ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Hessen angestiegen. Insgesamt gab es in den letzten 24 Stunden 215 bestätigte Neuinfektionen und sechs neue Todesfälle.

    Insgesamt gibt es nun 4097 Fälle in Hessen, 37 Menschen sind laut Robert-Koch-Institut an dem Virus gestorben. Das teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Freitag mit. 

    Unklarheit gibt es zurzeit für die Zahlen der Todesfälle aus dem Hochtaunuskreis. Für diesen gab das Ministerium gestern (02.04.2020) einen Todesfall an, heute fehlt dieser in der Statistik. 

    Statistisch außen vor ist auch weiterhin einCorona-Toter, den der Kreis Limburg-Weilburg vermeldet hat. Ihn hinzugerechnet, sind in Hessen 38 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. 

  • Kreis Bergstraße – Infizierte: 201, Todesfälle: 1
  • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 215, Todesfälle: 2
  • Kreis Fulda – Infizierte: 196, Todesfälle: 2
  • Kreis Gießen – Infizierte: 153, Todesfälle: 0
  • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 225, Todesfälle: 1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 73, Todesfälle: 4
  • Hochtaunuskreis – Infizierte: 172, Todesfälle: 0
  • Kreis Kassel – Infizierte: 99, Todesfälle: 1
  • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 193, Todesfälle: 0
  • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 188, Todesfälle: 0
  • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 213, Todesfälle: 3
  • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 151, Todesfälle: 3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 122, Todesfälle: 1
  • Odenwaldkreis – Infizierte: 103, Todesfälle: 2
  • Kreis Offenbach – Infizierte: 218, Todesfälle: 3
  • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 139, Todesfälle: 0
  • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 213, Todesfälle: 5
  • Vogelsbergkreis – Infizierte: 70, Todesfälle: 0
  • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 80, Todesfälle: 0
  • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 25, Todesfälle: 0
  • Wetteraukreis – Infizierte: 141, Todesfälle: 1
  • Stadt Darmstadt – Infizierte: 83, Todesfälle: 0
  • Stadt Frankfurt – Infizierte: 504, Todesfälle: 5
  • Stadt Kassel – Infizierte: 93, Todesfälle: 0
  • Stadt Offenbach – Infizierte: 33, Todesfälle: 1
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 194, Todesfälle: 2
  • Coronavirus in Hessen: Polizei verzeichnet täglich hunderte Verstöße gegen Kontaktverbot 

    +++ 12.50 Uhr: Die Polizei in Hessen registriert täglich rund 300 Fälle von Personengruppen mit mehr als zwei Personen. Verstöße gegen das wegen der Corona-Krise ausgesprochene Kontaktverbot halten also an. Allerdings reagierten die Betroffenen fast alle nach einer Ansprache durch die Polizei verständnisvoll und lösten die Zusammenkünfte auf, wie das hessische Innenministerium mitteilte. 17 Personen mussten seit Erlass der strengen Regeln in Gewahrsam genommen werden, weil sie etwa Widerstand gegen Anweisungen von Beamten leisteten. 

    Zudem gebe es pro Tag etwa 150 Verstöße gegen die Schließungen von Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen. Trotzdem zeige die Statistik, dass sich die Mehrheit der Hessen an die Beschränkungen und Verbote halte, bilanzierte das Ministerium.

    Coronavirus in Hessen: Supermärkte können jetzt auch nachts beliefert werden

    +++ 11.15 Uhr: Supermärkte in Hessen können von jetzt an auch nachts mit Waren beliefert werden. Diese Regelung gelte vorerst bis zum 30. April, könne aber bei Bedarf nochmal verlängert werden, wie das Hessische Verbraucherschutzministerium mitteilte. „Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es eine erhöhte Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln sowie einzelnen Hygieneartikeln. So kann es passieren, dass bei Produkten, die plötzlich sehr stark nachgefragt werden, die Regale leer sind", erklärte die hessische Umweltministerin Priska Hinz. Um dem entgegenzuwirken, werden ab sofort Warenlieferungen auch in der Nacht ermöglicht.

    Dies war bisher auf Grund von Lärmschutz untersagt. Die Nachtruhe soll trotzdem weitestgehend eingehalten werden. Spediteure und Fahrer seien dazu angehalten, Anwohnerinnen und Anwohner möglichst wenig zu stören. Beispielsweise sollen Motoren während der Entladung ausgeschaltet werden.

    Coronavirus in Hessen: Viele halten sich nicht an Kontaktverbot - Mehrere Gemeinden reagieren

    +++ 10.21 Uhr: Viele Hessen haben den Ernst der Lage offenbar noch nicht erkannt und legen das Kontaktverbot tolerant aus. So sind vor allem beliebte Ausflugsziele während der „Coronaferien“ sehr beliebt. So tummeln sich vor allem im Rheingau bei schönem Wetter viele Menschen, schieben sich aneinander auf Spazierwegen vorbei, stehen auf den Radwegen im Stau. Doch damit ist nun Schluss. Viele Kommunen lassen dieses Wochenende ihre Parkplätze schließen. Sie hoffen damit, den Besucheransturm reduzieren zu können. In einigen Orten werden sogar Straßen gesperrt, um diese als Ausweich-Alternativen unmöglich zu machen. Unter Anderem wird der Rheinuferpfad zwischen Eltville und Rüdesheim gesperrt.

    Mehrere Gemeinden im Kreis Groß-Gerau wollen ebenfalls Maßnahmen ergreifen, um größere Menschenansammlungen im Freien zu unterbinden. Auf Grund der guten Wettervorhersage gibt es deshalb vielerorts zusätzliche Zugangsbeschränkungen. Die Stadt Groß-Gerau wird unter anderem den Parkplatz am Niederwaldsee sperren, Halteverbotszonen entlang der Zufahrtsstraße einrichten und ganze Streckenabschnitte sperren. 

    Die Stadt Rüsselsheim plant, den Landungsplatz vom morgigen Samstag an, 14 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, zu sperren, da sich dieser Platz trotz der Corona-Verordnungen bislang als beliebter Treffpunkt erwiesen habe. Polizei und Ordnungsämter werden am Wochenende verstärkt kontrollieren, ob Kontaktbeschränkungen und Mindestabstände eingehalten werden.

    Ärger gibt es vorab in Oestrich-Winkel Allendorf, dort zögerte Bürgermeister Kay Tenge (parteilos) zunächst, Parkplätze zu schließen. Sein Argument: Die Menschen würde die Maßnahme nicht abhalten und man habe stattdessen das Problem, dass die Wohngebiete zugeparkt würden. 

    Dafür gab es heftige Kritik in den Sozialen Medien. Dort wurde Tenge vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit der Menschen zu stellen. 

    Corona in Hessen: Ab sofort drohen saftige Bußgelder – Mehr Hilferufe via Telefon

    Update von Freitag, 03.04.2020, 07.29 Uhr: Die Corona-Krise sorgt bei vielen Menschen für Angst und Verunsicherung. Einige Hessen suchen in dieser Situation über das Telefon Rat und Beistand. Martina Schmidt, die Leiterin der Telefonseelsorge Gießen-Wetzlar stellt fest: „Es besteht großer Bedarf.“ Die Zahl der Anrufe steigt durch die Corona-Krise in ganz Deutschland rapide an. 

    Seelsorge in Corona-Zeiten: „Die Einsamen sind noch einsamer.“

    Allein in der vergangenen Woche habe es rund 20 Prozent mehr Anrufe gegeben als noch vier Wochen vorher. Und „bei der Hälfte aller Telefonate wird das Thema Corona angesprochen“, sagt Hermann Held von der Telefonseelsorge Fulda. Die Seelsorge versuche derzeit, so viele Leitungen wie möglich anzubieten. „Denn die Einsamen sind in solchen Situationen noch einsamer und die Ängstlichen noch ängstlicher“, erklärt Pfarrerin Schmidt. 

    Gründe für Anrufe sind demnach Einsamkeit, Sorgen und Ängste, die die Situation rund um Corona mit sich bringt. Zudem gehe es um psychische Probleme, Lebenskrisen wie etwa Trennungen und Krankheiten sowie Missbrauch und Suizid-Neigungen. Neben der Telefonseelsorge versucht auch eine extra gegründete Initiative zu helfen. 

    Das Zentrum für Psychologie der Goethe-Universität in Frankfurt hat dafür extra eine kostenlose telefonische Krisenberatung eingerichtet. Seit Montag (30.03.2020) steht das Angebot für alle, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden zur Verfügung.

    +++ 18.14 Uhr: Einen weiteren Corona-Toten meldet der Kreis Offenbach. Damit steigt die Zahl der durch die Lungenkrankheit Covid-19 verstorbenen Menschen im Kreis auf vier, hessenweit gibt es nun 32 Todesfälle.

    Das Hessische Gesundheitsministerium hat die Zahlen des Kreises Offenbachs zum Coronavirus Sars-CoV-2 noch nicht bestätigt. Allerdings werden dort die Fallzahlen später aktualisiert als auf Kreisebene.

    Corona in Hessen: Bei Verstößen gegen das Kontaktverbot drohen saftige Bußgelder 

    +++ 17.08 Uhr: Wer sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln hält, muss sich ab morgen hessenweit auf Bußgelder einstellen. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 Euro bis 5000 Euro, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) mitteilten. Besonders schwere Verstöße können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden.

    Ein Bußgeld etwa kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet. „Leider gebe es immer noch einige Unbelehrbare, erklärten die Minister. Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen. Dieses Verhalten können und werden wir nicht akzeptieren.“ Die Bußgelder sind im Infektionsschutzgesetz festgelegt. „Damit sollte jedem klar sein, wie ernst wir es meinen.“ 

    Corona in Hessen: Schon Treffen von drei Personen werden teuer

    Folgende Strafen werden ab Freitag verhängt: 

    • Regelsatz von 200 Euro

    Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen (Ausnahme: Familien oder häusliche Gemeinschaft), pro Teilnehmer

    Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Wahrnehmung von touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstige Sportangebote

    Nichtbeachtung der Vorgaben zu Hygienemaßnahmen (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) oder das unerlaubte Betreten solcher Einrichtungen durch Besucher

    • Regelsatz von 500 Euro

    Verstoß gegen die Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten

    • Regelsatz von 200 bis 1.000 Euro

    Das Organisieren von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art und sonstigen Sportangeboten

    Das Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Dies betrifft zum Beispiel die Geschäftsführung eines Unternehmens

    • Regelsatz von 500 bis 5.000 Euro

    Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechende Angebote

    Verstoß gegen das Bewirtungsverbot

    Unerlaubtes Anbieten von Übernachtungen

    Corona in Hessen: 300 neue Fälle, sechs weitere Tote

    +++ 14.05 Uhr: Auch von Mittwoch (01.04.2020) auf Donnerstag (02.04.2020, Stand 14 Uhr) ist die Zahl der Neuinfektionen in Hessen drastisch angestiegen. Insgesamt gab es in den letzten 24 Stunden 300 bestätigte Fälle, sechs neue Todesfälle kamen zudem hinzu – einer davon in Frankfurt am Main. Insgesamt gibt es nun 3882 Fälle in Hessen, 31 Menschen sind an dem Virus gestorben. Das teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Donnerstag mit. 

    • Kreis Bergstraße – Infizierte: 190, Todesfälle: 1
    • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 207, Todesfälle: 2
    • Kreis Fulda – Infizierte: 190, Todesfälle: 1
    • Kreis Gießen – Infizierte: 134, Todesfälle: 0
    • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 216, Todesfälle: 1
    • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 73, Todesfälle: 4
    • Hochtaunuskreis – Infizierte: 163, Todesfälle: 1
    • Kreis Kassel – Infizierte: 99, Todesfälle: 1
    • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 183, Todesfälle: 0
    • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 177, Todesfälle: 0
    • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 192, Todesfälle: 1
    • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 145, Todesfälle: 2
    • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 118, Todesfälle: 1
    • Odenwaldkreis – Infizierte: 94, Todesfälle: 2
    • Kreis Offenbach – Infizierte: 204, Todesfälle: 3
    • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 135, Todesfälle: 0
    • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 191, Todesfälle: 2
    • Vogelsbergkreis – Infizierte: 66, Todesfälle: 0
    • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 79, Todesfälle: 0
    • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 23, Todesfälle: 0
    • Wetteraukreis – Infizierte: 130, Todesfälle: 1
    • Stadt Darmstadt – Infizierte: 79, Todesfälle: 0
    • Stadt Frankfurt – Infizierte: 484, Todesfälle: 5
    • Stadt Kassel – Infizierte: 93, Todesfälle: 0
    • Stadt Offenbach – Infizierte: 26, Todesfälle: 1
    • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 191, Todesfälle: 2

    Corona in Hessen: Zentrale Praxis im MTK – Hessische Polizei warnt vor Regelbruch

    +++ 13.40 Uhr: Angesichts des bevorstehenden frühlingshaften Wochenendes hat die hessische Polizei die Bürger dazu aufgerufen, ihren Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zu leisten. „Die Polizei und die Mitarbeiter der Ordnungsämter werden verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren“, erklärte das Polizeipräsidium Nordhessen am Donnerstag in einer landesweiten Mitteilung.

    Gegen einen Spaziergang mit der Familie, Radfahren oder Joggen in gebührendem Abstand zueinander sei nicht einzuwenden. Aber: „Trotz der frühlingshaften Temperaturen und des guten Wetters ist es derzeit aber beispielsweise verboten, sich längerfristig in Parkanlagen für ein Picknick oder zum Sonnen niederzulassen.“ Zudem könnten Parkplätze in der Nähe von Ausflugszielen oder Parks für den Verkehr gesperrt werden. Des weiteren wiesen die Beamten darauf hin, dass Eisdielen geschlossen bleiben müssen.

    +++ 10.34 Uhr: Der Main-Taunus-Kreis richtet eine zentrale Corona-Praxis ein. Das hat der Kreis am Mittwoch (01.04.2020) mitgeteilt. Demnach soll die sogenannte Ambulaten Schwerpunktpraxis für Corona-Verdachtsfälle am Donnerstag (02.04.2020) eingerichtet werden. „Es ist gut, dass Patienten mit Corona-Verdacht jetzt eine solche zentrale Beratungsstelle mit medizinischer Expertise haben“, sagt Michael Cyriax, Landrat des MTK. Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick zeigte sich erleichtert: „Die Menschen im Main-Taunus-Kreis brauchen Beratung; ich bin froh, dass wir das in Gesprächen mit der KV erreichen konnten.“

    Betrieben wird die Schwerpunktpraxis den Angaben zufolge von der Kassenärztlichen Vereinigung mit niedergelassenen Ärzten. Sie würden dort beraten und gegebenenfalls auch einen Abstrich machen. Die zentrale Corona-Praxis soll vor allem auch die Hausärzte im Main-Taunus-Kreis entlasten. 

    Corona-Soforthilfen auch für Landwirte 

    +++ 10.25 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Hessen steigt weiter dramatisch an. Stand Mittwoch (01.04.2020) waren 3582 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, ein Plus von 281 Personen zum Vortag. 27 Menschen in Hessen sind bisher an den Virus gestorben. 

    +++ 10.05 Uhr:

    Die Soforthilfen des Landes Hessen für Betriebe, die wegen der Corona-Krise in Finanznot geraten sind, stehen auch Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft zu. Darauf weist Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) hin. „Dass die Saisonarbeitskräfte zurzeit nicht kommen können, ist eine zusätzliche Härte für die Bäuerinnen und Bauern“, erklärte sie. „Es drohen Ernteausfälle und damit Einkommenseinbußen für die Landwirtschaftsbetriebe, die sich vor allem auf den Obst- und Gemüseanbau spezialisiert haben.“

    Auch die Forstwirtschaft stehe wegen der großen Waldschäden, mangelnden Saisonarbeitskräften und einem eingebrochenen Exportmarkt vor großen Herausforderungen. Nach einem ersten Ansturm auf die Online-Plattform zur Antragstellung beim Regierungspräsidium Kassel habe sich die Lage inzwischen deutlich entspannt. „Wir sind zuversichtlich, dass alle Anträge zügig bearbeitet werden und dass das Geld schnell bei den Land- und Forstwirtschaftsbetrieben ankommt“, teilte Hinz mit. Insgesamt hat das Land Hessen bereits Soforthilfen von rund 51 Millionen Euro bewilligt. 

    Marburger Tafel startet Corona-Notbetrieb 

    +++ 08.23 Uhr: Besonders die, die wenig haben, werden von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Dazu mussten in den vergangenen Wochen viele Tafeln in Hessen  ihren Betrieb einstellen, um ihre Ehrenamtlichen und Kunden zu schützen. Die Marburger Tafel öffnet nun wieder - Im Corona-Notbetrieb. „Damit stemmen wir uns erfolgreich gegen den Trend und hoffen, so die Schwächsten der Schwachen in dieser schweren Zeit zu unterstützen“, sagt Rita Vaupel, Vorsitzende der Tafel Marburg. 

    Der Notbetrieb startet an einem neuen Standort, weil vor allem Platzmangel ein großes Problem bei der Einhaltung des Mindestabstand darstellte. Von Dienstag bis Freitag werden Lebensmittel zwischen 13 Uhr und 16 Uhr künftig in einem Zelt auf dem Gelände des Marburger Landratsamts abgegeben. Die Lebensmittel werden direkt in Tüten verpackt. Hygienemaßnahmen und Mindestabstand werden eingehalten. Außerdem möchte die Tafel körperlich eingeschränkte Personen verstärkt beliefern. Und trotzdem bleibt ein Risiko. Vorsitzende Vaupel erklärt: „Uns geht es jetzt wie vielen, vielen anderen Menschen, die in der Corona-Krise ihre eigene Gesundheit zum Wohle der Gesellschaft riskieren.“ 

    Schriftliches Abitur geht heute zu Ende - Wie steht es um die mündlichen Prüfungen?

    Update von Donnerstag, 02.04.2020, 06.53 Uhr: Am heutigen Donnerstag findet die letzte schriftliche Abiturprüfung in Hessen statt. Unter verschärften Hygienebedingungen konnte das schriftliche Abitur in Hessen trotz Corona-Krise stattfinden. Mit der Prüfung für die Grund- und Leistungskurse in Biologie endet heute das Abitur in Hessen. 

    Corona in Hessen: Schriftliches Abitur endet ohne öffentliche Party

    Kultusminister Alexander Lorz will nun eine erste Zwischenbilanz über den Ablauf der Prüfungen ziehen und über das weitere Vorgehen informieren. Die Schulen waren wegen des Coronavirus angewiesen, die Gruppen klein und die Abstände zwischen den Prüflingen groß zu halten.

    Alexander Lorz geht aktuell davon aus, dass auch die mündlichen Abiturprüfungen wie geplant stattfinden. Gegenüber dem "Hessischen Rundfunk" erklärte Lorz das hänge letztendlich von der medizinischen Lage ab. Da die mündlichen Prüfungen, anders als die schriftlichen, mit den anderen Ländern parallel ablaufen, werde eine gemeinsame Entscheidung in der Kultusministerkonferenz getroffen.  Aktuell werde über mögliche Szenarien diskutiert. 

    Die Polizei Frankfurt weist unterdessen nochmal darauf hin, dass die öffentlichen Abiturfeiern aufgrund der Corona-Pandemie aktuell nicht erlaubt sind. In einigen hessischen Städten ist es normalerweise  Tradition, dass die Abiturienten nach der letzten Prüfung zusammen draußen feiern.

    Corona-Krise: Ob die Schulen in Hessen nach Ostern wieder öffnen, bleibt offen

    Ob die Schulen nach den Osterferien wieder besucht werden können ist bislang noch unklar. Bund und Länder wollen nach Ostern erneut gemeinsam beraten, wie es mit dem weitgehenden Kontaktverbot weitergehen soll. Normalerweise wäre Montag, der 20. April der erste Schultag nach den Osterferien. 

    Corona in Hessen: Task-Force soll Schutzmasken für Ärzte auftreiben 

    +++ 20.16 Uhr: Das Land Hessen hat eine Task-Force ins Leben gerufen, die Atemschutzmasken und andere Schutzausrüstung für diejenigen besorgen soll, die im Kampf gegen dasCoronavirus an vorderster Front stehen: Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger – kurz: „die Beschäftigten des Gesundheits- und Pflegesektors“, wie der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) der „Bild-Zeitung“ sagte

    Fast 100 Mitarbeiter arbeiteten „unter Hochdruck“ daran, die Schutzausstattung zu beschaffen, zu der auch Brillen, Handschuhe und Kittel zählen. Diese soll künftig zentral in Wetzlar gelagert und von dort in ganz Hessen verteilt werden. 

    +++ 19.59 Uhr: Das Coronavirus trifft die Alten und Gebrechlichen besonders schwer – das zeigt sich leider auch in Hessen. Ein Altenheim im Odenwald steht nach einem Todesfall unter Quarantäne, insgesamt neun Menschen sind dort infiziert. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gab es zwei Corona-Tote in einer Pflegeeinrichtung in Niederaula, in einer Einrichtung in Treysa (Schwalm-Eder-Kreis) verlor ein weiterer Mensch sein Leben.

    Umso schwerer wiegen die Nachrichten, die aus Frankfurt eintreffen: Dort gibt es in zwei Pflegeheimen gleich mehrere bestätigte Fälle des Coronavirus; unter den Bewohnern, aber auch unter den Angestellten. Die Betroffenen befinden sich in Behandlung. Über ihren Gesundheitszustand wurde zunächst nichts bekannt. 

    Coronavirus in Hessen: Schärfere Besuchsverbote, laschere Liefer-Regeln

    +++ 19.16 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt die Landesregierung in Hessen intensiv. Am Mittwoch verkündete diese neben der Verlängerung der Kontaktsperre: 

    • Bis auf absolute Ausnahmen gilt nun ein generelles Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen. Bislang gab es in Hessen ein Besuchsrecht von einer Stunde pro Tag. Viele Einrichtungen hatten dies wegen  Corona bereits unterbunden.
    • Mehr als 51 Millionen Euro an staatlicher Soforthilfe für kleinere Betriebe wurden in Hessen bereits festgesetzt. Knapp 5000 Anträge wurden bearbeitet und bewilligt, 50.000 sind gestellt worden – viele davon waren laut Behörden aber nicht vollständig. 
    • Hessen lockert die Vorgaben für den Lkw-Verkehr weiter. Um Lieferengpässen in Corona-Zeiten entgegenzuwirken, dürfen ab sofort alle Transporte mit Warenlieferungen für den Einzelhandel auch ohne Ausnahmegenehmigung an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein

    +++ 19.06 Uhr: Das weitgehende Kontaktverbot wegen der Corona-Krise bleibt auch in Hessen über die Osterfeiertage hinaus bestehen. Das sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch nach einer Telefonschalte zwischen Bund und Ländern. 

    In der Woche vor Ostern wolle Hessen mit dem Rat von Experten entscheiden, ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen können, sagte Bouffier. Die Osterferien in Hessen enden am 18. April, der erste Schultag wäre am Montag darauf (20.4.). 

    Coronavirus in Hessen: Mehr Tote als von Ministerium angegeben

    +++ 18.54 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten in Hessen steigt weiter. Insgesamt sind 27 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Das Sozialministerium hatte am Mittwochmittag (01.04.2020) von 25 Corona-Toten berichtet. In der Statistik fehlt jedoch ein vom Kreis Limburg-Weilburg bestätigter Todesfall, sowie ein Toter im Klinikum Hanau, den die Stadt Hanau am Nachmittag vermeldete. Das Sozialministerium bezieht seine Daten vom Robert-Koch-Institut, die Behörden vor Ort vermelden Infizierte oder Todesfälle aber oft bereits, bevor sie in das System der Wissenschaftler eingepflegt wurden. 

    +++ 17.18 Uhr: *Das Sozialministerium hat die Zahl der Corona-Toten in Hessen korrigiert. Am Mittwoch (01.04.2020, Stand 17 Uhr) teilte die Behörde mit, es habe intern einen Fehler gegeben. Im Kreis Kassel sei eine Person fälschlicherweise als verstorben eingetragen worden.

    Statt 26 gibt es in Hessen also 25 Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung stehen. Wir haben die Zahlen auch in unserer ursprünglichen Meldung von 15.01 Uhr korrigiert. 

    Coronavirus in Hessen: Zahl der Corona-Toten steigt drastisch

    +++ 15.01 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten inHessen ist stärker gestiegen, als jemals zuvor. Am Mittwoch (01.04.2020, Stand 14 Uhr) meldete das Sozialministerium, dass 25* Menschen aus Hessen gestorben seien, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Im Vergleich zum Vortag kamen in der Statistik des Ministeriums somit acht Todesfälle hinzu. 

    Auch die Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten ist in Hessen gestiegen. Sie liegt nun nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 3582. Das bedeutet ein Plus von 281 bestätigten Coronavirus-Kranken im Vergleich zum Dienstag.  

    • Kreis Bergstraße – Infizierte: 176, Todesfälle: 1
    • Kreis Darmstadt-Dieburg – Infizierte: 195, Todesfälle: 2
    • Kreis Fulda – Infizierte: 163, Todesfälle: 1
    • Kreis Gießen – Infizierte: 134, Todesfälle: 0
    • Kreis Groß-Gerau – Infizierte: 209, Todesfälle: 0
    • Kreis Hersfeld-Rotenburg – Infizierte: 52, Todesfälle: 2
    • Hochtaunuskreis – Infizierte: 161, Todesfälle: 0
    • Kreis Kassel – Infizierte: 95, Todesfälle: 1*
    • Lahn-Dill-Kreis – Infizierte: 168, Todesfälle: 0
    • Kreis Limburg-Weilburg – Infizierte: 168, Todesfälle: 0
    • Main-Kinzig-Kreis – Infizierte: 169, Todesfälle: 1
    • Main-Taunus-Kreis – Infizierte: 137, Todesfälle: 2
    • Kreis Marburg-Biedenkopf – Infizierte: 116, Todesfälle: 1
    • Odenwaldkreis – Infizierte: 86, Todesfälle: 2
    • Kreis Offenbach – Infizierte: 193, Todesfälle: 3
    • Rheingau-Taunus-Kreis – Infizierte: 117, Todesfälle: 0
    • Schwalm-Eder-Kreis – Infizierte: 170, Todesfälle: 1
    • Vogelsbergkreis – Infizierte: 58, Todesfälle: 0
    • Kreis Waldeck-Frankenberg – Infizierte: 66, Todesfälle: 0
    • Werra-Meißner-Kreis – Infizierte: 21, Todesfälle: 0
    • Wetteraukreis – Infizierte: 124, Todesfälle: 1
    • Stadt Darmstadt – Infizierte: 72, Todesfälle: 0
    • Stadt Frankfurt – Infizierte: 438, Todesfälle: 4
    • Stadt Kassel – Infizierte: 88, Todesfälle: 0
    • Stadt Offenbach – Infizierte: 26, Todesfälle: 1
    • Stadt Wiesbaden – Infizierte: 180, Todesfälle: 2

    In Frankfurt gibt es hessenweit mit 438 somit die meisten Coronavirus-Fälle, im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis mit 21 die wenigsten. 

    *Dies ist eine korrigierte Version der Zahlen von Mittwoch, 01.04.2020. Siehe dazu Update von 17.18 Uhr. 

    Coronavirus in Hessen: Erster Corona-Todesfall im Kreis Groß-Gerau

    +++11.38 Uhr: In der Kreisklinik Groß-Gerau ist ein 80-jähriger Mann an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das ist der erste Todesfall im Kreis Groß-Gerau in Hessen, der in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. Wie das Gesundheitsamt Groß-Gerau und die Kreisklinik mitteilen, litt der Mann bereits an schwerwiegenden Vorerkrankungen, noch bevor er mit dem Virus infiziert war. Die Todesursache war somit zunächst nicht eindeutig zu bestimmen. 

    Nach Informationen des Sozialministeriums waren am Dienstag (31.03.2020, Stand 14.00 Uhr) 190 Menschen im Kreis Groß-Gerau mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert. „Dieser erste Todesfall ist eine Mahnung an all jene, denen es gut geht: Gehen Sie mit ihren Mitmenschen verantwortungsvoll um, nehmen Sie das Kontaktverbot zu anderen Menschen ernst und halten Sie Abstand“, so Landrat Thomas Will und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer.

    Vorerst kein Eis in Hessen im Frühling - wegen Corona sind Eisdielen nun komplett dicht

    Update von Mittwoch, 01.04.2020, 07.38 Uhr: Hessens Eisdielen bleiben nun komplett geschlossen. Nachdem es in den letzten Wochen zu Verwirrung bei einigen Eisdielen-Besitzern kam, stellte das hessische Wirtschaftsministerium nun klar: Eis sei ein Genussmittel, kein Grundnahrungsmittel, daher ist Eisdielen – anders als Restaurants - während der Coronakrise auch die Auslieferung und der Straßenverkauf offiziell verboten. 

    Obwohl das Wetter in den nächsten Tagen weiter frühlingshaft bleiben soll, müssen wir in diesem Frühling also erstmal auf frisches Eis verzichten. Als Notlösung bleibt vorerst nur der Gang an die Tiefkühltruhe im Supermarkt. 

    Die Eisdielen-Besitzer trifft die gänzliche Schließung natürlich hart. Das Frühlingsgeschäft geht durch die Corona-Verordnung komplett verloren, das sind hohe finanzielle Einbußen. Dennoch zeigen sich die meisten verständnisvoll, wie das bekannte Eiscafé „Eis Christina“ im Frankfurter Nordend. „Wir schließen auch gerne, wenn wir dadurch unseren Beitrag leisten können, um den Virus nicht noch mehr zu verbreiten“, erklärt das Eiscafé auf Facebook. Während die Eisdiele am Montag (30.03.2020) noch davon ausging, am nächsten Tag ihr Eis per Lieferservice an die Menschen zu bringen, verkündeten sie am Dienstagmorgen (31.03.2020) die Schließung.

    Coronavirus in Hessen: Großer Ansturm auf Soforthilfe hält weiter an 

    +++ 19.37 Uhr: Die Nachfrage nach den staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krisefür kleinere Betriebe mit Finanznot ist in Hessen ungebrochen groß. Bis Dienstagnachmittag (31.03.2020) seien bereits rund 2300 Anträge geprüft und bewilligt worden, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzstaatssekretär Martin Worms und Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden mit. Das bedeute, dass die ersten 25,7 Millionen Euro an die betroffenen Unternehmer ausgezahlt wurden.

    Seit 6 Uhr morgens seien die eingereichten Anträge auf Soforthilfe im Regierungspräsidium Kassel bearbeitet und zur Auszahlung vorbereitet worden. Alleine an den ersten zwei Tagen wurden in Hessen den Angaben zufolge wegen der Corona-Krise 29.000 Anträge eingereicht. Sobald ein Antrag eingereicht, geprüft und bewilligt sei, werde die Soforthilfe festgesetzt, der Empfänger benachrichtigt und das Geld zur Auszahlung angewiesen, versicherten die Verantwortlichen.

    Die meisten Online-Anträge auf Soforthilfe seien in Hessen bislang von Betrieben mit bis zu fünf Beschäftigten gestellt worden, erklärte Al-Wazir. "Wir haben das genauso erwartet." Vor allem Solo-Selbstständige und Freiberufler sowie kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigen benötigten zügig Soforthilfe zur Sicherstellung der Liquidität.

    Coronavirus in Hessen: Erster Todesfall im Landkreis Kassel

    +++ 16.28 Uhr: Im hessischen Landkreis Kassel gibt es den ersten Coronavirus-Todesfall. Im Klinikum Kassel ist ein 81-jähriger Mann aus dem Kreisteil Hofgeismar am Montagnachmittag (31.03.2020) an den Folgen der Infektion gestorben. Nach Angaben eines Kreissprechers litt der Mann unter „umfangreichen Vorerkrankungen“. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Todesfällen in Hessen auf 19.

    Übersicht über die Covid-19-Todesfälle in Hessen nach Landkreisen: 

  • Bergstraße: 1 Todesfall
  • Darmstadt-Dieburg: 1 Todesfall
  • Frankfurt: 3 Todesfälle 
  • Fulda: 1 Todesfall
  • Main-Kinzig-Kreis: 1 Todesfall
  • Main-Taunus-Kreis: 2 Todesfälle
  • Marburg-Biedenkopf: 1 Todesfall
  • Offenbach (Landkreis): 3 Todesfälle
  • Offenbach (Stadt): 1 Todesfall
  • Schwalm-Eder-Kreis: 1 Todesfall
  • Wiesbaden (Stadt): 2 Todesfälle
  • Wetteraukreis: 1 Todesfall
  • Landkreis Kassel: 1 Todesfall 
  • Der aktuelle Todesfall in Kassel findet sich noch nicht auf der Übersicht des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration wieder. Da sich unsere interaktive Karte nach den Zahlen des Ministeriums richtet, ist der Todesfall auch hier noch nicht vermerkt.

    Coronavirus in Hessen: Fallzahlen steigen erneut

    +++ 14.38 Uhr: Das Ministerium für Soziales und Integration hat neue Coronavirus-Fallzahlen für das Bundesland Hessen herausgegeben. Nach der Übersicht sind nun 3301 Menschen in Hessen positiv auf Covid-19 getestet worden. 

    Das sind 201 neue Fälle seit Montag (30.03.2020). Von Sonntag (29.03.2020) auf Montag (30.03.2020) wurde lediglich ein Anstieg von 157 Fällen festgestellt. 

    Die Todesfälle in Hessen sind seit Montag (30.03.2020) um vier Fälle auf insgesamt 18 Todesfälle gestiegen. 

    Coronavirus in Hessen: Forscher machen Entdeckung

    +++ 13.43 Uhr: Forscher des Universitätsklinikums Frankfurt (Hessen) und des Deutschen Roten Kreuzes haben im Kampf gegen das Coronavirus eine entscheidende Entdeckung gemacht: Mithilfe eines neuen Testverfahrens könnte bald schneller und großflächiger untersucht werden. 

    Coronavirus in Hessen: Intensivstationen nicht voll ausgelastet

    +++ 12.21 Uhr: Die Intensivstationen der Krankenhäuser in Hessen sind derzeit nicht hundert Prozent ausgelastet. Das geht aus dem Online-Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor. Derzeit seien in lediglich drei Kliniken in Hessen alle Beatmungsbetten wegen des Coronavirus belegt. Die Plätze sind im Kettler Krankenhaus in Offenbach, dem Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim (Wetteraukreis) und der Asklepios Klinik in Seligenstadt (Landkreis Offenbach) vollständig belegt. 

    Sieben der insgesamt 51 gelisteten Kliniken melden begrenzte Kapazitäten an Betten mit invasiven Beatmungsmöglichkeiten. Da nicht alle Meldungen in der DIVI-Übersicht zuletzt aktualisiert wurden, gibt es keine Echtzeit-Auskunft zu den Kapazitäten. 

    Coronavirus in Hessen: Kriminelle nutzen Krise aus 

    Update vom Dienstag, 31.03.2020, 10.09 Uhr: Kriminelle nutzen die Corona-Krise für Betrügereien. Senioren erhielten Anrufe mit der Nachricht, dass ein angeblich naher Verwandter im Krankenhaus liege und Geld für die medizinische Behandlung benötige, sagte eine Sprecherin des Hessischen Landeskriminalamts (LKA). 

    Dies sei eine neue Version des sogenannten Enkeltricks, mit dem Betrüger vor allem ältere Menschen mit Geschichten über angebliche Notlagen naher Angehöriger um ihr Geld bringen wollen. In einer anderen Variante heißt es, Verwandte säßen im Urlaub fest, könnten nicht mehr zurückfliegen und benötigten deshalb dringend finanzielle Unterstützung. "Mit weiteren Abwandlungen des Enkeltricks ist zu rechnen - der Fantasie sind leider keine Grenzen gesetzt", so die Sprecherin aus Hessen.

    Coronavirus in Hessen: Neuer Todesfall im Kreis Offenbach

    +++17.48 Uhr: Im Kreis Offenbach ist am Montag (30.03.2020) eine weitere Person an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das teilte der Kreis Offenbach in Dietzenbach am Montagnachmittag mit. Es handele sich um den dritten Covid-19-Todesfall im Kreis. Weitere Informationen zur verstorbenen Person wurden zunächst nicht mitgeteilt.

    Die Zahl der Personen, bei denen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 im Kreis Offenbach nachgewiesen wurde, blieb im Vergleich zum Sonntag gleich: Kreisweit sind somit weiterhin 176 Menschen als infiziert registriert. Davon hat das Gesundheitsamt insgesamt 34 Patienten als gesund aus der Überwachung entlassen. Derzeit werden in den beiden Krankhäusern im Kreis elf an Covid-19 Erkrankte versorgt.

    Coronavirus in Hessen: Männer greifen Supermarkt-Mitarbeiter an

    +++17.42 Uhr: Zwei bislang unbekannte Täter griffen am Samstagnachmittag einen Sicherheitsmitarbeiter eines Supermarktes in Taunusstein-Wehen (Rheingau-Taunus-Kreis)  an. Der Grund: Die beiden wollten nicht einsehen, dass man den Markt nur mit einem Einkaufswagen betreten dürfen. Die beiden Männer schlugen schließlich auf einen der beiden Mitarbeiter ein und versuchten ihn auch noch zu treten. Der Sicherheitsmitarbeiter blieb glücklicherweise unverletzt. Nach dem Angriff, flüchteten die beiden Täter zu Fuß.

    Viele Supermärkte haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschärfte Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstands und der Hygienevorschriften eingeführt. Darunter fällt meist, dass man Läden nur noch allein und mit einem Einkaufswagen als „Abstandshalter“ betreten darf. Nicht bei allen trifft das auf Verständnis. Erst vor kurzem hat eine Frau einer Verkäuferin ins Gesicht geschlagen, weil die sie gebeten hatte noch einen Moment vor dem Laden zu warten. 

    +++16.57 Uhr: Einen Frankfurter Friseur trifft die Schließung wegen Corona hart: „Uns wird das Rückgrat gebrochen“. Etliche Geschäfte, so auch das von Friseur Michael Müller, kommen in Zahlungsschwierigkeiten. Wenn das Geschäftsleben auf der Schweizer Straße in Frankfurt-Sachsenhausen nicht bald wieder anlaufen kann, werden die meisten Läden seiner Ansicht nach die Krise nicht überleben.

    Coronavirus: Industriepark Höchst in Frankfurt unterstützt in der Coronakrise mit Desinfektionsmittel

    +++16.42 Uhr: Immer mehr Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet engagieren sich, um im Kampf gegen Corona zu unterstützen. Insbesondere Firmen aus der Chemiebranche stellen ihre Produktion um. So sollen Desinfektionsmittel aus der freien Wirtschaft Ärzte und Kliniken helfen, den Mangel im Gesundheitswesen zu lindern und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. 

    So hat nun auch der Betreiber des Frankfurter Industrieparks Höchst angekündigt, gratis Desinfektionsmittel für Kliniken in der Umgebung herzustellen. Die Produktion von rund 400 Litern am Tag werde diese Woche fortgesetzt, sagte ein Sprecher von Infraserv Höchst am Montag (30.03.2020). Vier Ausbilder des Fachkräfte-Entwicklers Provadis produzieren nach einer Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

    Immer wieder Ärger um Corona-Testzentren in Hessen - Nach wie vor keine Massentests geplant.

    +++16.22 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) stößt bei der Einrichtung von Corona-Testzentren in Hessen immer wieder auf Probleme. „Wir haben eine nicht so hohe Kooperationsbereitschaft, wie wir uns gewünscht hätten“, erklärte Karl Matthias Roth, Sprecher der KV Hessen. 

    Nachdem es zwischenzeitlich bereits 16 Testzentren in Hessen gab, sind es aktuell nur noch 15. „Unsere Idee bei der Implementierung der Testzentren war, in einem vernünftig erreichbaren Radius von 25 bis 30 Kilometern jedem Bürger die Möglichkeit zu geben, ein solches Testzentrum zu erreichen.“ Massentests seien in Hessen nach wie vor nicht geplant und da die Nachfrage nach Testungen eher stabil bis rückläufig sei, sei aktuell auch kein Ausbau der Kapazitäten mehr geplant. 

    Im Landkreis Gießen ging am Montag die Suche nach einem neuen Testzentrum zunächst weiter. Am Freitag war dort ein Streit öffentlich eskaliert.

    Corona in Kassel: Katholik klagt gegen das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen

    +++15.49 Uhr: Die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus stoßen in Hessen überwiegend auf Akzeptanz. Doch bei den hessischen Gerichten landen mittlerweile die ersten Klagen im Zusammenhang mit der Coronakrise

    Eine besondere Klage beschäftigt aktuell den Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel. Ein Katholik hatte gegen das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen und ähnlichen Einrichtungen geklagt. Der Kläger fordert laut eines Sprechers des VGH nun eine einstweilige Anordnung, bis es zu einer Entscheidung in einem Hauptverfahren kommt. Diese soll laut VGH noch vor Ostern getroffen werden.

    Im Zuge der Beschränkungsmaßnahmen der Regierung wurden auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften untersagt.

    Aktuelle Zahlen zu Corona in Hessen: 3100 Infizierte, 14 Tote

    Update von Montag, 30.03.2020, 14.58 Uhr: Das Ministerium für Soziales und Immigration veröffentlicht am Montag (30.03.2020) die aktuelle Zahl der Corona-Infizierten in Hessen:

    • Bergstraße: 152 / 1 Todesfall
    • Darmstadt (Stadt): 61
    • Darmstadt-Dieburg: 161 / 1 Todesfall
    • Frankfurt: 352 / 2 Todesfälle 
    • Fulda: 148 / 1 Todesfall
    • Gießen: 122
    • Groß-Gerau: 184
    • Hersfeld-Rotenburg: 39 
    • Hochtaunuskreis:  139
    • LK Kassel: 82
    • Kassel (Stadt): 83
    • Lahn-Dill-Kreis: 152
    • Limburg-Weilburg: 149
    • Main-Kinzig-Kreis: 146 / 1 Todesfall
    • Main-Taunus-Kreis: 115 / 1 Todesfall
    • Marburg-Biedenkopf: 102 / 1 Todesfall
    • Odenwaldkreis: 60
    • Offenbach (Landkreis): 173 / 3 Todesfälle
    • Offenbach (Stadt): 24 / 1 Todesfall
    • Rheingau-Taunus-Kreis: 107
    • Schwalm-Eder-Kreis: 158 / 1 Todesfall
    • Vogelsbergkreis: 53
    • Waldeck-Frankenberg: 61
    • Werra-Meißner-Kreis: 20
    • Wetteraukreis: 91
    • Wiesbaden (Stadt): 166 / 1 Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Infektionen in Hessen steigt damit auf 3100. Das sind 157 Fälle mehr als noch am Vortag. 14 Patienten sind in Hessen bereits an den Folgen der Corona-Infektion verstorben.

    Corona in Hessen: Antrag auf Soforthilfe kann ab sofort gestellt werden

    Viele lokale Geschäfte und Restaurants in Hessen trifft die Coronavirus-Krise hart. Viele Betreiber fürchten um ihre Existenz. Die hessische Landesregierung hat deshalb in der vergangenen Woche ein Soforthilfe-Paket von zwei Milliarden Euro genehmigt. Ab Montag (30.03.2020) können Geschäfte, Freiberufler und Künstler den Antrag auf Soforthilfe stellen. Zwischen 10.000 und 30.000 Euro zahlt die Landesregierung aus – je nach Größe der Firma. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden und kann zumindest kurzfristig für laufende Kosten genutzt werden.

    Das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen hat auf seiner Website alle wichtigen Antworten zur Corona-Soforthilfe zusammengefasst. Dort geht es auch direkt zum Online-Antrag. 

    Der Andrang auf die Soforthilfen in der Coronakrise ist in Hessen erwartungsgemäß sehr groß. "Die Zugriffszahlen sind enorm", sagte eine Sprecherin des hessischen Wirtschaftsministeriums am Montag (30.03.2020) in Wiesbaden. 

    Corona in Hessen: Arzt aus Frankfurt am Rande der Verzweiflung - Seiner Praxis droht die Schließung

    Das Coronavirus stellt aktuell auch Ärzte in Hessen vor Herausforderungen: Hausarzt Dr. Ingo Gabriel aus Frankfurt am Main ist in großer Sorge, weil die Schutzkleidung gegen das Coronavirus in seiner Praxis zur Neige geht. Wenn das passiert, droht eine Schließung seiner Praxis in Frankfurt*. „Normalerweise müsste ich mich jetzt einigeln und selber schützen“, sagt Gabriel, denn mit seinen 70 Jahren und einer Vorerkrankung zählt der Hausarzt zur Risikogruppe. Aber er will nicht „kneifen“, sondern mit der Praxis, die er schon seit 1986 am Frankfurter Berg betreibt, die gesundheitliche Versorgung im Stadtteil aufrechterhalten. Der Hausarzt ist am Rande der Verzweiflung.

    Die wichtigsten Entwicklungen der Coronakrise in Hessens größter Stadt, gibt es in unserem Frankfurt-Ticker

    Corona in Hessen: Droht die Ausgangssperre?

    Eine Ausgangssperre* wegen des Coronavirus gibt es aktuell in Deutschland und Hessen noch nicht. „Ausgangssperre“ meint das Verbot, öffentliche Gelände wie Straßen oder Plätze zu betreten. Darunter fällt auch ein Ausgehverbot. Dabei ist es verboten, das Haus oder die Wohnung zu verlassen oder zu bestimmten Zeiten auszugehen. Das kann mit einem Hausarrest verglichen werden. Die Ausgangssperre kann politisch, militärisch oder polizeilich angeordnet werden. Momentan herrscht wegen Corona in Deutschland aber nur ein Kontaktverbot

    Kontaktverbot wegen Corona: Hessen entwickelt einen Bußgeldkatalog

    Das Kontaktverbot bedeutet, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten sind - ausgenommen Angehörige, die im eigenen Haushalt wohnen. Die Polizei Frankfurt berichtet, dass sich aktuell fast alle Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt an die Einschränkungen im Alltag halten und so mithelfen, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Ähnliches Feedback kam auch von der Polizei in Kassel, Gießen, Fulda und Offenbach. Hält man sich allerdings nicht an die Beschränkungen, winken saftige Bußgelder. Das Land Hessen arbeitet zur Zeit an einem Bußgeldkatalog, der die Strafen für Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen festlegen wird. 

    Coronavirus in Hessen: Wo gibt es Informationen?

    Das Coronavirus Sars-CoV-2 und die damit verbundene Lungenkrankheit Covid-19 verbreiten sich aktuell rasend schnell auf der ganzen Welt. Wir geben einen Überblick zu Symptomen, Inkubationszeit und Schutzmaßnahmen. Offizielle Informationen, die die Corona-Pandemie in Hessen und der ganzen Welt betreffen, sowie aktuelle Zahlen zur Pandemie stehen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts zur Verfügung. 

    *fnp.de und wetterauer-zeitung.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerks

    Rubriklistenbild: © dpa/Armin Weigel

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