„Einigkeit und Recht auf Gleichheit“

Frankfurt - Bemalt in allen Farben des Regenbogens haben Schwule und Lesben in Frankfurt am Samstag den Christopher Street Day gefeiert.

An dem Umzug durch die Innenstadt nahmen nach Schätzung der Polizei zwischen 3000 und 4000 Menschen teil, 28 Motivwagen fuhren in der Parade mit. Etwa 20 000 Zuschauer säumten die Straßenränder. „Einigkeit und Recht auf Gleichheit - Artikel 3 jetzt!“ lautete das Motto der Veranstaltung. Damit forderten die Homosexuellen eine Änderung des Grundgesetzes: Eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität soll ausgeschlossen werden.

„Mit dieser Veranstaltung zeigt Frankfurt wieder einmal seine Weltoffenheit und Vielfalt“, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU). Als Regierungsvertreter eröffnete er die traditionelle Abschlussparty an der Konstablerwache, musste sich aber bei dem Kurzauftritt gellende Pfiffe aus der Menge anhören. Rhein sagte nach Angaben seines Ministeriums, das Rhein-Main-Gebiet habe nicht nur eine fortschrittliche Infrastruktur „Wir leben auch in einer Gemeinschaft weltoffener und aufgeschlossener Menschen - in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.“

Der Christopher Street Day geht auf den Protest Schwuler gegen Polizeiwillkür 1969 in New York zurück. Daraus hat sich in vielen Städten die Tradition entwickelt, mit einer Parade für die Rechte von Homosexuellen einzutreten.

dpa

Quelle: op-online.de

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