Empfang in Wiesbadener Rathaus und Landtag

Dalai Lama verabschiedet sich aus Hessen

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Wiesbaden - Zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Hessen ist der Dalai Lama offiziell vom Landtag und von der Landesregierung empfangen worden. „Wir heißen willkommen einen Freund Hessens“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) heute.

Volker Bouffier und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) sprachen mit dem Dalai Lama unter anderem über die Entwicklung in China und die Lage in Tibet. Die Besuche des geistlichen Oberhaupts der tibetischen Buddhisten werden von China immer mit großem Argwohn gesehen, weil sie ihm Separatismus vorwerfen. „Ich fühle mich verpflichtet, für menschliche Werte zu werben, um eine friedliche Welt zu schaffen“, sagte der Dalai Lama. „Eine Veränderung der Welt muss vom Einzelnen ausgehen, nicht von Regierungen oder den Vereinten Nationen.“ Er bedankte sich für die vielen hessischen Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag, obwohl es mittlerweile „too much“ (zu viel) für ihn sei. Der Dalai Lama wurde am Dienstag zunächst im Rathaus von Wiesbaden empfangen und später im Landtag. An dem Treffen im Parlament nahmen Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) und die Fraktionschefs von CDU, Grünen und FDP teil. Die SPD entsandte keinen Vertreter, was ihr Kritik der Union eintrug.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel war auf einer länger geplanten Reise in China. Seine Stellvertreterin Heike Habermann sei kurzfristig krank geworden, hieß es in der Fraktion. Die Hessen-Visite stand ganz im Zeichen des 80. Geburtstags des Dalai Lama, der nach westlicher Rechnung am 6. Juli 1935 geboren wurde. Am Sonntag hatte er im Wiesbadener Kurpark vor etwa 7000 Menschen zur Einheit Europas aufgerufen. Am Montag wurde er in Frankfurt von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) empfangen und traf sich mit Schülern. (dpa)

Quelle: op-online.de

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