Perverser Voyeur: Mann filmt Frauen auf der Toilette

Frankfurt - Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens hat mit zwei Mini-Kameras mindestens drei Wochen lang Frauen heimlich auf einer Toilette am Airport gefilmt. Er flog Anfang April auf, weil eine Frau eine der Kameras beim Wechsel einer Klopapierrolle entdeckte.

Die zweite Kamera fanden die Ermittler während ihrer Nachforschungen. Der Mann hat nach Angaben der Frankfurter Polizei vom Mittwoch die Tat gestanden.

Zum Motiv habe der 50-Jährige sich aber nicht geäußert, sagte Polizeisprecher Alexander Kießling. Der Mann ist nach seiner Vernehmung auf freiem Fuß.

Der Flughafen-Betreiber Fraport hat ihn inzwischen fristlos entlassen. Der Rundfahrten-Führer arbeitete seit Jahren auf dem Flughafen. Die Mini-Kameras hatte er in zwei WC-Kabinen neben einem Parkplatz installiert.

Die mit einem Geräuschsensor ausgestatteten Geräte schalteten sich ein, sobald jemand vorbeiging oder den Türknopf bewegte. Auf einer Speicherkarte fand die Polizei nach eigenen Angaben 35 Aufnahmen, fünf davon zeigten eine Frau in der Kabine.

Fraport verbot Mitarbeitern, über den Fall zu sprechen

Die Aufnahmen lud der Mann auf den heimischen PC. Dieser wurde zusammen mit zwei weiteren Kameras bei einer Hausdurchsuchung in Frankfurt sichergestellt.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann mit den Bildern einen Tauschhandel im Internet betrieb. Spezialisten sollen die Geräte jetzt untersuchen.

Gegen den 50-Jährigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahme“. Darauf stehen laut Polizei höchstens ein Jahr Haft oder Geldstrafe.

Fraport spricht von einem „Einzeltäter“. Das Unternehmen hatte Mitarbeitern verboten, über die Angelegenheit zu sprechen. Dies sei im Sinne der Ermittlungen gewesen, sagte ein Sprecher.

dpa

Quelle: op-online.de

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