Ausstellungshalle wird saniert

UNESCO-Welterbetitel für Mathildenhöhe

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Die Mathildenhöhe mit dem Hochzeitsturm

Darmstadt - Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe zählt zu den weltweit bedeutendsten Jugendstil-Ensembles - und soll nach dem Willen Deutschlands eine der Unesco-Welterbestätten werden.

Für 9,8 Millionen Euro werde nun die zentrale Ausstellungshalle saniert, um die Bewerbung zu unterstützen, sagte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am gestern. Die Arbeiten sollen im Oktober 2014 beginnen und im Herbst 2016 abgeschlossen sein. Die Kultusminister hatten im Juni in Berlin beschlossen, die Künstlerkolonie 2019 auf die Vorschlagsliste für Unesco-Welterbestätten zu setzen.

Mit der Sanierung des Herzstücks auf dem Gelände würden auch zeitgemäße Möglichkeiten für „immer wieder hervorragende Ausstellungen und Projekte“ geschaffen, sagte Partsch. Außerdem ließen sich Betriebskosten einsparen. Die jüngste Sanierung liege fast 40 Jahre zurück.

Energieverbrauch soll reduziert werden

Das Gebäude soll zur Reduzierung des Energieverbrauchs besser gedämmt werden und neue Glasdächer bekommen. Der Putz der Fassade soll optisch dem historischen Vorbild aus dem Jahr 1908 folgen. Innen werden alle technischen Anlagen vollständig durch moderne ersetzt.

In der 1899 vom Großherzog von Hessen-Darmstadt Ernst Ludwig (1868-1937) gegründeten Kolonie lebten und arbeiteten Künstler aus der Jugendstil-Epoche. Zu dem Ensemble zählen Hochzeitsturm, Ausstellungshalle, Museum, Künstlerhäuser, ein Platanenhain und das Freigelände. Das endgültige Aus für die Kolonie kam mit dem Abdanken des Großherzogs im Jahr 1918. Formell aufgelöst wurde sie im Jahr 1929.

(dpa)

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Quelle: op-online.de

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