Polizei beendet Handel mit illegalen Kräutermischungen

Darmstadt (bl) - Polizei und Staatsanwaltschaft haben dem Handel eines Geschäfts mit selbst hergestellten illegalen Kräutermischungen ein Ende gesetzt. Die Ermittler haben umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt.

Über 80.000 Euro und einen Firmenwagen im Wert von 20.000 hat die Polizei in den Ermittlungen gegen drei Verdächtige in Darmstadt sichergestellt. Die 34-jährige Geschäftsinhaberin aus Darmstadt, deren 28-jähriger Freund sowie eine 36-jährige Angestellte des Geschäfts müssen sich wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz verantworten, weil sie mit illegalen Kräutermischungen gehandelt haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Rauschgiftkommissariat der Polizei in Darmstadt hatten bereits seit einigen Monaten gegen die drei Beschuldigten ermittelt.

Schon Ende April stellten die Ermittler bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume erste Beweismittel und 13.000 Euro Bargeld sicher. Gestern durchsuchte die Polizei dann mit richterlichem Beschluss die Wohnungen der drei Beschuldigten. Offenbar hatten sie seit dem ersten Besuch der Beamten weiter Handel mit den Produkten getrieben.

Außerdem ergaben die Ermittlungen, dass der beschuldigte 28-Jährige bereits seit November 2012 den Eibisch mit Aceton und den syntethischen Cannabinoiden vermischte, um die Mischung dann zum Preis von zehn Euro pro Gramm in dem Darmstädter Geschäft zu verkaufen. Bei den Durchsuchungen konnten Materialien sichergestellt werden, die bei einem Verkauf der selbst gemixten Produkte zu einem Erlös von über 200.000 Euro Bargeld geführt hätten. In einer im Garten vergrabenen Geldkassette fanden die Ermittler über 70.000 Euro Bargeld. Die Beschuldigten sind laut Polizei geständig. Sie werden sich in einem Strafverfahren zu verantworten haben.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare