Mediengruppe kündigt Sparkurs an

Arbeitsplätze beim Darmstädter „Echo“ in Gefahr

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Darmstadt - Die Darmstädter „Echo“-Mediengruppe muss sparen. Geplant ist „eine tiefgreifende Sanierung“, um wieder profitabel zu werden. Die Gewerkschaften warnen vor radikalen Einschnitten.

Angesichts sinkender Auflagenzahlen und zurückgehender Einnahmen hat die "Echo"-Mediengruppe ("Darmstädter Echo") einen Sparkurs angekündigt. "Das wird aller Voraussicht nach nicht ohne Abbau von Arbeitsplätzen gehen", sagte Sprecher Hannes Fischer gestern. Derzeit habe die Mediengruppe etwa 400 Mitarbeiter. Ein Sanierungskonzept soll voraussichtlich Mitte bis Ende August vorgestellt werden. Die Auflage der "Echo"-Ausgaben in dem nach eigenen Angaben größten Zeitungsverlag in Südhessen sei auf durchschnittlich 90.000 Exemplare gefallen. In einer Mitteilung wurde auf den branchenweiten Umsatzrückgang hingewiesen, der sich zuletzt noch beschleunigt habe.

Das Sanierungskonzept soll ein Berater für Medienhäuser ausarbeiten. Untersucht wird laut Mediengruppe auch, ob einzelne Bereiche ausgegliedert werden, um Kosten zu sparen. "Dieser Schritt ist leider unumgänglich, und es bricht eine harte Zeit für uns an", sagte der Verleger Hans-Peter Bach. "Aber für die Zukunft und die Sicherung der Zukunft unseres Traditionshauses ist dies der einzige richtige Weg." Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Hessen sprach von einem "schlechten Tag für die südhessische Tageszeitungslandschaft". Das "Darmstädter Echo" mit seinen Kopfblättern einschließlich der Redaktionen müsse ohne Abstriche erhalten bleiben. Die Gewerkschaft Verdi Hessen warnte die Geschäftsführung vor radikalen Einschnitten zulasten der Beschäftigten. Die Ankündigung von Arbeitsplatzabbau und möglichen Ausgliederungen von Teilen des Verlags sei verfrüht.

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dpa

Quelle: op-online.de

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