Das Innere der Türkei – Urlaub in reicher Kultur

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Ein Besuch in den Tuffsteinhöhlen von Kappadokien sollte bei keinem Türkei-Urlaub fehlen.

Ein Türkei-Urlaub beschränkt sich für viele auf die Küsten und Istanbul. Dabei hat das Landesinnere so viel zu bieten, dass eine wochenlange Reise nötig wäre, um alles zu sehen. Wir haben ein paar Highlights aus dem reichen Kulturschatz von Kleinasien für Sie zusammengestellt.

Schätze aus der Frühzeit der Zivilisation

Wenn Reisende in ihrem Türkei-Urlaub ins Landesinnere vorstoßen, entdecken sie Stätten, in denen Geschichte geschrieben wurde. So zum Beispiel Hattuša, die ehemalige Hauptstadt des Hethiter-Reiches. Dieses Volk gebot im zweiten Jahrtausend vor Christus über weite Teile Anatoliens und Syriens. Der Großkönig von Hattuša verhandelte mit den Herrschern Ägyptens, Babyloniens und Assyriens auf Augenhöhe. Hätten Archäologen hier nicht Anfang des 20. Jahrhunderts 30.000 Texttafeln entdeckt, wüsste man heute kaum etwas über dieses vergangene Großreich.

Weltberühmt sind auch die Tuffsteinhöhlen von Göreme in Kappadokien. Hier haben die ersten Christen natürliche Höhlen erweitert und Räume, ganze Häuser und gar Kirchen aus dem Stein gekratzt. Dieser beeindruckende Landstrich sollte bei einem Türkei-Urlaub auf keinen Fall ausgelassen werden. In den Höhlen rund um Göreme lebten einst Hunderte Menschen – Besucher sollten für das weitläufige Areal also genug Zeit einplanen.

Nicht ganz so weit von der Küste entfernt sind die weltbekannten Sinterterrassen von Pamukkale. Die dortigen weißstrahlenden Kalksinterterrassen stehen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Früher konnten die Besucher in dem Thermalwasser der Terrassen sogar baden, doch zum Schutz dieses Naturwunders wurde das inzwischen verboten. Dennoch ist Pamukkale ein beeindruckender Anblick, der sich so sonst nirgends bietet.

Gesellschaftliche Fallstricke im Türkei-Urlaub

Gerade wer sich im touristisch nicht völlig erschlossenen Hinterland bewegt, sollte auf die Sitten und Gebräuche der Einheimischen Rücksicht nehmen. Hier eine kleine Liste von Dos und Don‘ts:

  • Es ist üblich, die Schuhe auszuziehen, bevor man ein Haus betritt.
  • In manchen Gegenden gilt es als unhöflich, nach der Gattin des Gesprächspartners zu fragen.
  • In einer Unterhaltung sind Themen wie Geld, Politik oder Beziehungen unerwünscht.
  • Vor dem Essen werden mit einem feuchten Tuch Gesicht und Hände gereinigt.
  • Wer während dem Essen eine Pause einlegt, sollte das Besteck nicht kreuzen - sonst wird abgeräumt.
  • Einem Gast wird nicht gestattet, beim Abräumen des Geschirrs zu helfen oder in einem Restaurant zu bezahlen. Bei der selbstverständlichen Rückeinladung folgt dann die Revanche.
  • Von einem Gast wird erwartet, dass er zumindest einen Kaffee annimmt - alles andere gilt als unhöflich.

Sicherlich werden die Einheimischen in vielen Fällen nachsichtig sein, wenn ein Tourist in seinem Türkei-Urlaub einen Fauxpas begeht. Denn die Menschen sind sehr höflich. Ein freundliches „Üzüldüm“ (Es tut mir Leid) ist aber auf jeden Fall angebracht.

Quelle: op-online.de

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