Deckel zu ab 2013

Frankfurt - Nach zehn Jahren Vorlaufzeit haben die Koalitionspartner im Frankfurter Römer, CDU und Grüne, jetzt den Beginn der Umgestaltung der Hauptwache beschlossen. Schon lange visiert Schwarz-Gelb an, die offenen Treppenrampen zu überbauen und aus dem Blickfeld der Passanten zu nehmen. Von Michael Eschenauer

Das von vielen als unattraktiv empfundene Loch werde durch einen „großstädtischen, grünen Platz mit Bäumen“ ersetzt, berichtete Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU). Schon im kommenden Jahr sollen die Pläne erstellt werden. Es folgen 2011 der Baubeginn und zwei Jahre später die Fertigstellung des ehrgeizigen Projekts.

15 Millionen Euro wird der Frankfurter Haushalt für die Innenstadtverschönerung bereitstellen. Bei der Planung muss man nicht mehr bei Null anfangen: Realisiert wird ein Entwurf des Berliner Architekturbüros Chestnut und Niess. Die Architekten haben ihn beim Wettbewerb zur Umgestaltung der Zeil im Jahre 2000 vorgelegt.

Der Umbau soll bis zu 40 Millionen Euro kosten. Die Bahn will sich bislang nicht beteiligen.

Schon damals prägte die Schließung der opulenten Treppenauf- und -abgänge aus den 60er Jahren die Umgestaltung der zentral gelegenen Hauptwache, die mittlerweile für den Autoverkehr gesperrt ist. Die Pläne der Berliner sehen vor, mit einer dicken Betonplatte die Ein- und Ausgänge abzudecken. So entsteht das Fundament für den neuen Platz. Der Hauptzugang zur B-Ebene wird an den Rand des Platzes, an die Biebergasse, verlegt. Die Kosten sollen teilweise von der Verkehrsgesellschaft getragen werden.

2011 sollen die Arbeiten beginnen und zwei Jahre später abgeschlossen sein.

Das Projekt „neue Hauptwache“ wird große Schwierigkeiten überwinden müssen. Im Untergrund befinden sich nicht nur die S- und U-Bahnlinien sowie eine riesige Bahnstation, hier liegen außerdem unzählige Versorgungsleitungen. Für die Realisierung eines wichtigen Bausteins der Innenstadt-Umgestaltung müssen andere Projekte bluten. So verschiebt die Koalition die Umgestaltung des Hauptbahnhof-Vorplatzes. Für sie soll frühestens im Haushalt 2012 Geld bereitgestellt werden.

Mit Kosten von bis zu 40 Millionen Euro muss die Kommune rechnen. Ob sich die Bahn beteiligt, ist höchst fraglich. Die DB Station und Service GmbH betrachte die Angelegenheit als Aufgabe der Stadt, so Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes, jüngst in der Frankfurter Rundschau. Verschiedene Vorschläge von Architektenbüros werden geprüft. Eine Entscheidung bis Ende dieses Jahres scheint möglich. Mehr Zeit wird auch ins Land gehen, bevor der Treppenpodest an der Konstablerwache wegfällt und so neue Gestaltungsmöglichkeiten auftauchen. Nach 2013 sollen die Bauarbeiter anrücken, so Schwarz.

Quelle: op-online.de

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