Fleesensee

„Dem Kreis droht kein Nachschuss“

Dietzenbach - (mic) „Dem Kreis Offenbach drohen keinerlei ,Nachschüsse‘ aus dem Projekt Fleesensee.“ Dies erklärte gestern der Geschäftsführer der Fleesensee Verwaltungs GmbH, Detlev Fricke, zu Berichten, dass die Opposition im Kreistag vor erheblichen Verlusten durch das Anlageprojekt des Kreises gewarnt hat.

FDP, FWG und Grüne hatten ihre Forderung an den Kreisausschuss, möglichst schnell aus der Beteiligung an der Ferienanlage in Ostdeutschland auszusteigen, unter anderem damit begründet, dass bei einem Rückzug anderer Teilhaber ein Liquiditätsproblem auftreten könne. In diesem Falle, man bezog sich auf das ARD-Magazin Plusminus, sei damit zu rechnen, dass die verbleibenden Anleger einspringen müssten. Dies müsse durch einen rechtzeitigen Ausstieg vermieden werden.

Fricke bezeichnete die Darstellung des von Plusminus zitierten Anlegeranwalts als „böswillig“ und „blödsinnig“. Eine Nachzahlung komme auf verbleibende Anleger - und dies sei jedem Fachmann bekannt - nur im Falle einer Insolvenz zu. Dann könne der Insolvenzverwalter die Ausschüttungen zurückfordern. Im konkreten Fall seien dies zwölf Prozent der Einlagen. Diese Situation stehe aber gar nicht zur Debatte. Der Ausschluss von Nachzahlungen sei im Gesellschaftervertrag fixiert. Der Plusminus-Beitrag sei ein „unsauberes Stück journalistischer Arbeit“. Das Gleiche gelte für den Eindruck, dass das Kapital zu einem großen Teil nicht in das Projekt, sondern an Gesellschaften der Initiatoren geflossen sei. Bei einem derart komplizierten Vorhaben, so Fricke, seien Begleitkosten unvermeidbar und üblich. Außerdem unterliege man einer genauen Kontrolle.

Quelle: op-online.de

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