Menschenrecht auf Nahrung

Demo gegen Spekulationen mit Lebensmitteln

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Frankfurt - In Frankfurt prangern Demonstranten die Spekulationen mit Nahrungsmitteln an. Laut den Organisationen Oxfam, Attac und Misereor wird damit ein Menschenrecht mit Füßen getreten.

Mit einem Demonstrationszug durch das Frankfurter Bankenviertel haben Organisationen wie Oxfam, Attac und Misereor heute Spekulation mit Nahrungsmitteln angeprangert. "Das Menschenrecht auf Nahrung wird von den Spekulanten mit Füßen getreten", sagte Jan Urhahn vom Mitveranstalter Inkota. Einen Tag vor dem Welternährungstag (16.10.) schlossen sich den Angaben nach mehr als 200 Menschen den Protesten an, zudem seien mehr als 50.000 Unterschriften gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln gesammelt worden.

„Mit Essen zockt man nicht!“

Vor der Zentrale der Deutschen Bank forderte das Bündnis: "Welternährung sichern. Spekulanten in die Schranken". Jutta Sundermann von Attac warf dem größten deutschen Finanzinstitut vor, an seinen milliardenschweren Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrung festzuhalten - obwohl es nicht in der Lage sei, die Unschädlichkeit der Spekulation zu belegen.

Weitere Ziele des Demonstrationszugs waren die Börse sowie Allianz Global Investors. "Obwohl andere Banken diese Hunger-Geschäfte gestoppt haben, macht die Allianz ungeniert weiter", sagte David Hachfeld von Oxfam Deutschland. Das Wetten auf die Preise von Mais, Soja oder Weizen verschärfe das Hungerrisiko von Menschen in armen Ländern. Die Institute weisen die Vorwürfe zurück. Es gebe keine Belege dafür, dass Agrarfinanzprodukte Preissteigerungen bei Lebensmitteln verursachten.

dpa

Quelle: op-online.de

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